Aktuell

Wohlstand

Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft. Doch was bedeutet Wohlstand? Bei solchen Fragen schaue ich gern in das Grimmsche Wörterbuch. Dort wird Wohlstand mit Wohlfahrt gleichgesetzt.

Auf Menschen und menschliche Verhältnisse bezogen, deuten die Brüder Grimm Wohlstand als Glück, „wenn es uns nach Wunsch und Willen geht. Wohlstand ist die Anwesenheit aller zur äußeren Glückseligkeit und Ruhe notwendigen Umstände.“

Wohlstand wird gedeutet als Wohlergehen, besonders von einem Gemeinwesen. „Ein geizbesessener Mensch nimmer nichts von wegen gemeinen Wohlstands darstellen.“

Schon die Brüder Grimm erkennen die Einengung des Begriffs für weiterlesen »

Entdecke das Besondere im Normalen

Wir alle haben fast täglich Begegnungen mit Menschen, mit vertrauten Personen, mit unbekannten Personen. Oft sind es nur kurze Begegnungen – ein kurzes Gespräch, sachlich nüchtern. Und dann gibt es die Begegnungen, die eigentlich „ganz normal“ sein sollten und sich dann doch als etwas Besonderes entpuppen.

Da kommt es plötzlich zu einem tiefer gehenden Austausch, man entdeckt Gemeinsamkeiten oder lernt eine ganz andere Seite seines Gegenübers kennen.

Offen sein und zulassen heißen hier die Stichwörter. Die Augen und Ohren aufmachen, offen sein für neue Möglichkeiten und voll und ganz zulassen, was passiert. Und plötzlich wird das Leben ein Stück reicher.

Probieren geht über studieren

Das sagt das Sprichwort. Und wie bei jedem Sprichwort, ist auch etwas dran. Du kannst tausend Bücher lesen, tausend Seminare und Workshops besuchen – wenn du es nicht ausprobierst, wirst du nie erfahren, wie es sich anfühlt, wie es dein Leben verändert, ob es etwas für dich ist oder nicht.

Versuch macht klug – sagt ein anderes Sprichwort. Wenn du etwas versuchst und es klappt nicht, dann hast du daraus mehr gelernt, als aus tausend Büchern.

Wer Scheitern nicht als Niederlage betrachtet, sondern als Chance, kann viele wichtige Erkenntnisse für sein Leben daraus gewinnen.

Es lebe der Selbst-Führer

Du weißt, was dir wirklich wichtig ist im Leben? Du sagst Nein zu den Dingen, die dir nicht wichtig sind im Leben? Du kennst deine Prioritäten und konzentrierst dich darauf?

Du gehst deinen eigenen Weg? Du verlässt die einfachen, bequemen und gewohnten Pfade? Du trennst dich von den Dingen und Personen, die nicht in dein Leben passen? Du kennst deine Kräfte und deine Ressourcen und gehst sparsam und verantwortungsvoll mit ihnen um? Du kennst deine Ziele und deine Bedürfnisse und verfolgst sie, auch gegen Widerstand?

Wenn du alle Fragen mit Ja beantworten kannst, herzlichen Glückwunsch. Denn dann hast du es geschafft, zum Selbst-Führer deines Lebens.

Wie kommt man aus einem Tief wieder heraus?

Wer kennt das nicht – absolut keine Energie, keine Lust zu gar nichts, einfach nur abhängen oder im Bett bleiben. Schön ist das oft nicht, aber was soll man machen?

Solche Zeiten gibt es. Das gehört auch zum Leben dazu. Meist gibt es auch einen konkreten Anlass – eine Niederlage, eine Trennung, ein (vermeintliches) Scheitern. Es scheint auch keinen Ausweg zu geben.

Doch, es gibt einen Ausweg aus so einer absoluten Lethargie – gib dich deiner Lethargie voll und ganz in. Lebe sie aus, sei so schwach und niedergeschlagen, wie du nur kannst. Klingt komisch? Ja, hilft aber. Denn irgendwann kommt er Punkt, an dem kannst du deine Lethargie nicht mehr ertragen kannst. Du willst weiterlesen »

Kalenderblatt 2. Woche 2019

Fahre nicht aus der Haut,
wenn du kein Rückgrat hast.

Stanislaw Jerzy Lec (1909 bis 1966),
polnischer Lyriker

Das Richtige und das Falsche

Fragte mich doch letztens jemand, was er tun solle, wenn er eine Entscheidung trifft und nicht weiß, was richtig und was falsch ist.

Auf diese Frage antworte ich immer mit der Gegenfrage: „Wer legt denn fest, was richtig oder falsch ist?“ Antwort: „Na ich muss festlegen, was richtig oder falsch ist. Aber wie weiß ich, was richtig oder falsch ist?“
Meine Antwort: „Richtig oder falsch gibt es nicht. Was ich heute entscheide ist in dem Moment das Richtige, kann sich aber morgen als falsch herausstellen. Und dann muss ich eine neue Entscheidung treffen. Und das solange, bis sich alles richtig anfühlt.“

Die Sache mit den guten Wünschen und den guten Vorsätzen

Zum Jahreswechsel habe ich gefühlt 3.468 Bilder und Nachrichten mit Glückwünschen, guten Ratschlägen, Küchenkalenderweisheiten und Schweinen mit Schornsteinfegerhut bekommen. Darunter auch das nebenstehende Bild: 19 for 2019 – Die besten Vorsätze ever. Da drängen sich mir doch gleich einige Fragen auf:

  1. Warum 19 Vorsätze? Weil wir 2019 haben? Und was kommt dann 2099?
  2. Wer legt eigentlich fest, welche die besten Vorsätze sind?
  3. Warum ein Sprachgewirr aus deutsch und englisch?

Und dann schlägt der Autor dem geneigten Leser – vermutlich – seine eigenen „guten Vorsätze“ als Lebensmotto vor. Man solle doch endlich glücklich sein mit sich selbst – endlich? Das heißt, danach kommt kein Glück mehr? Man soll mehr Bücher lesen – ja gut, aber welche Bücher. 30 Minuten Sport – am Tag, im Monat oder im Jahr? Und als letzter „guter Vorsatz“ – lasse los. Ja gern. Am liebsten die unnützen Neujahrswünsche und „guten Vorsätze“.

Kalenderblatt 1. Woche 2019

Zukunft: die Ausrede all jener,
die in der Gegenwart nichts tun wollen.

Harold Pinter (1930 bis 2008),
britischer Theaterautor und Regisseur

Warum „gute Vorsätze“ sinnlos sind

Ein neues Jahr hat begonnen, und so mancher nimmt sich wieder mal seine „guten Vorsätze“ vor. Abnehmen, aufhören mit dem Rauchen, weniger Stress, mehr Zeit mit der Familie usw. Vier Wochen, sechs Wochen, vielleicht acht Wochen, dann ist es auch schon wieder vorbei mit den „guten Vorsätzen“. Alles wieder beim Alten, bis zum nächsten Jahresbeginn.

„Gute Vorsätze“ sind sinnlos. Menschen „setzen etwas vor sich“, halten das für gut und dann sitzt es eben dort – fett und bräsig. Es braucht keine „guten Vorsätze“ – es braucht Ziele. Es braucht Motivation. weiterlesen »

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