Aktuell

Kalenderblatt 45. Woche 2017

Nicht den Tod
sollte man fürchten,
sondern dass man
nie beginnen wird,
zu leben.

Markus Aurelius
(121 bis 180)
römischer Kaiser

Mit dem Träumen ist das wie mit dem Kinder kriegen

Es gibt Menschen, die haben tolle Ideen – sie setzen sie aber nie in die Tat um. Es ist wohl auch ganz gut so, dass es nicht jede Idee als Tat in die Welt schafft. Es ist ja auch anstrengend, alles, wovon man so träumt, auch zu verwirklichen.

Träumen ist sehr sicher, denn man erlebt nie, wenn sich eine Idee als Blödsinn herausstellt. Träumen ist bequem, man braucht sich dafür nicht vom Sofa runterzubewegen. Träumen ist angenehm, denn man stellt sich immer nur die guten Seiten des Traums vor.

Nur zu träumen hat nur einen Nachteil – weiterlesen »

Der Drachentöter

Der Heilige Georg in der Schedel´schen Weltchronik 1493

Am Chor der Leipziger Nikolaikirche gibt es ein Hufeisen. Und dazu gibt es eine Geschichte.

Vor grauer Zeit lebte in den Wälder bei Leipzig ein Lindwurm, der fraß alles, was sich ihm in den Weg stellte, Menschen, Vieh, einfach alles. Die Menschen hatten Angst und versuchten, den Lindwurm zu töten. Das gelang ihnen nicht, denn der Lindwurm hatte einen Panzer aus harten Schuppen.

Was macht man, wenn man den Feind nicht töten kann, man verhandelt. Das taten die Leipziger. Der Lindwurm hatte ein Einsehen und sagte: „ Na gut, bringt mir jeden Tag ein Stück Vieh und ich lasse euch in Ruhe.“ Die Menschen brachten ihm ihr Vieh, bis keins mehr da war. Da hatten sie wieder Angst. Der Lindwurm sagte: „Bringt mir jeden Tag eine Jungfrau und ich lasse euch in Ruhe.“

In Leipzig herrschte damals schon Demokratie und so ging es nach dem Alphabet. Eines Tages war die Tochter des Bürgermeisters an der Reihe, das schönste Mädchen in der Stadt. Man führte sie vor die Tore der Stadt, der Lindwurm kroch heran. Da näherte sich mit Gedonner und Getöse weiterlesen »

Jahrestagung „Gesunde Städte-Netzwerk Leipzig“

Die Koordinatorin des Leipziger Gesunde Städte-Netzwerkes, Frau Carmen Kluge, lädt ein zur Jahrestagung des Gesunde Städte-Netzwerkes Leipzig am 01.12.2017. Die diesjährige Jahrestagung steht unter dem Motto „Erwerbslosigkeit und Gesundheit“ und wendet sich einem neuen komplexen Thema zu. Mit der Tagung soll die Frage bearbeitet werden, wie in Leipzig die gesundheitlichen Ressourcen von Langzeiterwerbslosen gestärkt werden können. Dazu bedarf es neben abgestimmten Förderansätzen und koordinierten kommunalen Strategien auch einer Vielzahl an Akteuren aus unterschiedlichen Fachbereichen. Diese Jahrestagung findet in Kooperation mit dem Jobcenter Leipzig statt.

Im anhängenden Flyer finden Sie alle weiteren Informationen und die Hinweise zur Anmeldung.

Selbstvertrauen und Selbstbeschränkung

Ein gesundes Selbstvertrauen ist gut. Sich selbst zu trauen, sich etwas zutrauen. An sich glauben, von sich selbst denken, „Ich bekomme das hin“.

Es soll sogar förderlich für den Lebenserfolg sein, ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung zu haben. Denn oft lernen wir, indem wir es tun.

Jeder Anfang ist schwer und um anzufangen muss ich es mir erst einmal grundsätzlich zutrauen. Das heißt: Selbstvertrauen setzt eine Erfolgsspirale in Gang.

Ich traue mir eine Sache zu, obwohl ich inkompetent bin (oder mich dafür halte). Ich fange an, selbst wenn ich mich dabei selbst überschätze. Ich lerne aus meiner Erfahrung, auch wenn ich scheitere. Ich erhalte Kompetenz. Ich traue mir mehr zu. Ich fange neue, größere Sachen an, weil ich mir das nun auch zutraue. Und in diesem Lebens-Prozess werde ich immer fähiger und reifer.

Im Umkehrschluss funktioniert es (leider) genauso. Ich traue mir nichts zu, also fange ich gar nicht erst damit an. Ich lerne nichts dazu. Ich bleibe inkompetent. weiterlesen »

Die einsame Gesellschaft

Letztens habe ich im Fernsehen eine Reportage über Menschen gesehen, die einsam zuhause sterben und erst nach Tagen oder Wochen entdeckt werden.

Schlimm, wenn man von niemandem vermisst wird, wenn niemand nach einem schaut und fragt: „Wie geht’s dir denn?“

Ich habe das Gefühl, die Menschen werden in unserer Gesellschaft immer einsamer. Sind wir alle weniger abhängig voneinander geworden und müssen deswegen weniger zusammenwirken?

Vielleicht liegt es daran, dass immer mehr Menschen ihr eigenes Ding machen wollen, statt zusammen etwas zu tun oder andere teilhaben zu lassen. Vielleicht haben wir höhere Ansprüche an die Menschen in unserer Umgebung.

Oder liegt es daran, dass es zu viele Möglichkeiten gibt, sich selbst alleine zu Hause abzulenken, vor dem Fernseher oder im Internet? weiterlesen »

Kalenderblatt 44. Woche 2017

Die Arznei macht kranke,
die Mathematik traurige,
die Theologie sündhafte Menschen.

Martin Luther (1483 bis 1546),
Deutscher Theologe und Reformator

Durchhalten!

Ich lerne immer wieder Menschen kennen, die von sich behaupten, sie könnten einfach nichts durchhalten. Anfangen ist einfach. Durchhalten ist dagegen nicht ganz so leicht.

Wer in seinem Leben etwas erreichen will, kommt um das Durchhalten nicht herum. Aber Durchhalten ist eben so verdammt schwer. Das stimmt so auch nicht.

Was halten viele Menschen über Jahre und Jahrzehnte durch? Ihre Probleme, Ängste und Sorgen. Wer ein Problem über lange Zeit hat, scheint ja gut zu sein im Durchhalten des Problems.

Die meisten Menschen wissen also schon, wie Durchhalten geht. Sie halten vielleicht nur die falschen Dinge durch. Es wäre an der Zeit zu schauen, wie sie es eigentlich genau anstellen, ihre Probleme lange Zeit durchzuhalten. weiterlesen »

Kalenderblatt 43. Woche 2017

Alter, tanze, trotz den Jahren!
Welche Freude, wenn es heißt:
Alter, du bist alt an Haaren,
Blühend aber ist dein Geist!

Gotthold Ephraim Lessing
(1729 – 1781),
deutscher Schriftsteller,
Kritiker und Philosoph

Optimismus vs. Pessimismus

Es scheint einen Kampf auf der Welt zu geben zwischen den Optimisten und den Pessimisten. Optimisten wollen die Welt so positiv wie möglich sehen und erwarten den bestmöglichen Ausgang. Deshalb fühlen sie sich wohl auch so oft wie möglich gut. Optimisten maximieren also ihr Glücksgefühl.

Pessimisten hingegen wollen so gut wie möglich vorbereitet sein auf das was kommt (oder kommen könnte). Sie schauen eher auf Fehler und Probleme und sie erwarten, dass es schief geht, denn so können sie sich rechtzeitig darauf vorbereiten. Pessimisten maximieren also das Gefühl von Sicherheit.

Ich denke, Pessimisten leben länger, weil sie besser in der Vorsorge sind. Optimisten haben dafür eine bessere Zeit, bis sie sterben. Man sieht mal wieder – alles hat seine Vor- und Nachteile. weiterlesen »

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