Aktuell

Der schlaue Hamlet

Ich gestehe – Hamlet hat in der Schule nicht zu meiner Lieblingslektüre gehört.

Der verwöhnte Prinz sitzt in seinem goldenen Palast und jammert vor sich hin, anstatt sich um die wirklichen Probleme zu kümmern. So meine damalige Meinung als 17-jähriger.

Nun bin ich älter und weiser geworden *lach*.

Da lässt der alte Shakespeare seinen Hamlet doch einen wirklichen Hammersatz sagen:

„Dass wir die Übel,
die wir haben, lieber Ertragen
als zu unbekannten fliehn.
So macht Bewusstsein Feige aus uns allen;
Der angebornen Farbe der Entschließung
Wird des Gedankens Blässe angekränkelt;“

Zugegeben, etwas geschwollen, deshalb übersetzte ich mal: weiterlesen »

Von Wunderpillen und Glauben

Ab und zu schaue ich mal Werbung im Fernsehen an. Und da fiel mir doch auf, dass immer wieder wundersame Pillen angeboten werden. Die sollen Fett absorbieren und uns so zu einem schlankeren Körper verhelfen (wir dürfen natürlich lustig weiter essen).

Und dann gibt es allerlei weitere Wunderpillen, die mich über Nacht von all meinen Schmerzen befreien.

Aha, echt interessant. Die Werbung ist teilweise so flach, dass ich mich wirklich frage ob es Menschen gibt, die das alles glauben? Ja, es muss solche Menschen geben, die das glauben und auch noch kaufen, sonst würde es ja keine Werbung dafür geben.

Und da bin ich beim Punkt. Manche Menschen glauben einfach alles, was sie in der Werbung vorgesetzt bekommen. Das kann dann noch so unglaubwürdig klingen. Die Hoffnung, weiterlesen »

Die Jagdsaison ist eröffnet …

… oder warum die Jagd nach dem Sündenbock die (scheinbar) einfachste Jagd ist

„Die Jagd nach dem Sündenbock ist die einfachste“ sagte D. Eisenhower. Und ich treffe immer wieder auf Menschen, die sich über alles und jeden beklagen. Die Familie ist schuld, dass sie sich nicht entfalten können, das Amt ist schuld, dass sie keine Arbeit finden, das Wetter ist schuld, dass sie sich mies fühlen. Laber, laber, laber … Wenn ich so etwas höre, geht bei mir gleich die Jalousie runter.

Die Einstellung: „Alle anderen und alle Umstände sind schuld daran“ bringt gar nichts und ändert nichts an der Situation. Da hilft auch kein Motivationstrainer mehr.

Es ist natürlich einfach, einen Sündenbock für die Missstände im eigenen Leben zu finden. Auf den lässt sich dann ganz einfach und schnell mit dem Finger zeigen. „Der da ist schuld daran“ – und fertig.

Nein, nicht fertig. Mit der Schuldzuweisung gehen die Probleme erst richtig los. weiterlesen »

Kalenderblatt 36. Woche 2016

Du kannst deine Augen schließen,
wenn du etwas nicht sehen willst,
aber du kannst nicht dein Herz verschließen,
wenn du etwas nicht fühlen willst.

Johnny Depp (*1963),
US-amerikanischer Schauspieler

12 Phasen zum Burnout

nach Herbert J. Freudenberger

Der Psychologe Herbert J. Freudenberger (1926 bis 1999) war einer der Ersten, der sich mit Burnout wissenschaftlich befasst hat.

Freudenberger hat den Verlauf eines Burnouts in 12 möglichen Phasen definiert, wobei die Reihenfolge nicht zwingend ist:

  1. sich selbst und anderen stets etwas beweisen wollen,
  2. extremer Ehrgeiz, hohe Erwartungen an sich selbst,
  3. stets überarbeitet, soziale Kontakte und persönliche Bedürfnisse werden vernachlässigt,
  4. das Ignorieren von inneren Problemen und Konflikten,
  5. Zweifel am bisherigen persönlichen Wertesystem („Brauche ich überhaupt mein Hobby, das mir immer so wichtig war?“, „Sind das wirklich meine Freunde?“),
  6. weiterlesen »

Psychoseseminar: „Erfahrungen mit Psychopharmaka“

Montag, 05.09.2016, 19.00 – 21.00 Uhr; „Raum der Stille“, Orientierung – Kontaktstelle der katholischen Kirche in Leipzig; Hainstraße 12, Sternpassage, 04109 Leipzig

Viele Menschen sammeln im Laufe des Lebens Erfahrungen mit psychisch wirksamen Substanzen. Was wissen wir über die Wirkungen jenseits von klinischer Forschung und Pharmaindustrie? Wie geht es Menschen, die Psychopharmaka einnehmen wollen oder sollen? Wie empfinden Sie deren unterschiedliche Wirkungen? Was wünschen und erhoffen sich die Angehörigen von der Pharmakotherapie? Wie nehmen sie die Veränderungen ihrer Angehörigen unter der Einnahme von Psychopharmaka wahr? Wie erleben Behandelnde die Situation ihrer Patienten?

600 Leben – Aktion zum Welttag der Suizidprävention in Berlin

Samstag, 10. September 2016, 12.00 – 14.00 Uhr; Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin

10.000 Menschen nehmen sich in Deutschland jedes Jahr das Leben. 600 von ihnen sind Jugendliche und junge Menschen unter 25 Jahren. Trotzdem bleibt das Thema Suizid ein Tabu. Nur wenn über das Problem gesprochen und über Warnsignale aufgeklärt wird, können Familie und Freunde zu Lebensrettern werden. Für den Welttag der Suizidprävention am 10. September 2016 haben sich viele Akteure aus den Bereichen Suizidprävention und Seelische Gesundheit zusammengeschlossen und veranstalten die Aktion 600 Leben. Ziel der Aktion ist es, ein Signal zu setzen und der Forderung nach einer nationalen Aufklärungskampagne über Suizid mehr Nachdruck zu verleihen.
Weitere Infornationen und Anmeldung

„Hedi Schneider steckt fest“ – Film & mehr zum Welttag der Seelischen Gesundheit

Zum Welttag der Seelischen Gesundheit konzentriert sich das Bündnis gegen Depression in Leipzig im diesem Jahr auf den 10. Oktober. In den Passage-Kinos („Universum“) findet von 18:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr eine Veranstaltung statt, wo Interessenten neue Anregungen zum Thema Seelische Gesundheit erhalten. Um 19:00 Uhr läuft der Film „Hedi Schneider steckt fest“ und im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde mit Experten.

Dafür oder dagegen!?

Mich fragte vor kurzem jemand, wie er denn mit Nazis umgehen soll? Er erzählte, dass er immer bemüht sein, seinen Mitmenschen wertfrei zu begegnen und ihre Standpunkte zumindest zu respektieren. Aber bei Nazis gelänge ihm das irgendwie nicht.

Meine Antwort: „Das, was Du bereits bei anderen Menschen versuchst, nämlich ihnen wertfrei zu begegnen, mach auch bei Nazis. Be- und verurteile sie nicht.“

Er schaute mich fragend an. „Naja, aber die Sachen, die die sagen und machen kann ich nun mal nicht gut heißen und ich kann sie auch nicht respektieren, das geht gegen mein Weltbild.“

„Ja gut“, antwortete ich, „du musst diese Menschen nicht verstehen, du musst auch nicht gutheißen, was sie sagen oder machen und es ist auch völlig in Ordnung, wenn diese Leute nicht in dein Weltbild passen. Wenn Verurteilen weiterlesen »

Kalenderblatt 35. Woche 2016

Ich vermute mal,
dass irgendwie jeder,
der den Ehrgeiz hat,
etwas zu erschaffen
und nicht kaputt zu machen,
Respekt verdient.

Kurt Cobain (1967 bis 1994),
US-amerikanischer Sänger

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