Aktuell

Kostenfreies Beratungsangebot zur Existenzgründung in Leipzig

Das *nea e.V. Leipzig – Netzwerk für Eigenintiative lädt ein am Mittwoch, 20. Mai 2015, 9.00-10.30 Uhr zu einer Sprechstunde zum Thema „Selbstständigkeit“: Kostenfreies Beratungsangebot zur Existenzgründung und –sicherung mit Frank Basten (Projektmanager und Unternehmenscoach). Nur mit Voranmeldung bis spätestens zum 18.05.2015 an: leipzig@nea-ev.de

„NICHT ALLES SCHLUCKEN – Ein Film über Krisen und Psychopharmaka“, 3. Juni 2015, Leipzig

Am 3. Juni 2015 um 19.30 Uhr lädt die Cinémathèque in die naTo in Leipzig zu einem besonderen Dokumentarfilm ein: „NICHT ALLES SCHLUCKEN – Ein Film über Krisen und Psychopharmaka“ bricht mit dem Tabu psychischer Erkrankungen, die häufig als „Schande“ oder „Makel“ empfunden werden. Psychoseerfahrene Menschen, Angehörige sowie Ärzte und Pflegererzählen in einem eigens für den Film geschaffenen Raum vor der Kamera von ihren Erfahrungen. Sie sprechen aus was bisher verschwiegen wurde: die subjektiven Erfahrungen mit Psychopharmaka, das innere Erleben. Heilsam oder kränkend? Segen oder Fluch?

  • Termin: 3. Juni 2015
  • Ort: naTo, Südplatz in Leipzig

Tagebuch eines Burnout-Falls

Odyssee durch die Schulmedizin

Ich war nun auf der Suche nach einem Verhaltenstherapeuten. Und fand auch einem, der mir mit sechs Monaten die kürzeste Wartezeit in Aussicht stellte.

Dann passierte Monate lang nichts. Ich wurde immer weiter krankgeschrieben, wartete auf einen Therapieplatz. Ich fand Anfang 2013 auch einen, wo ich sofort hätte hingehen können. Es gab nur einen Schönheitsfehler: die Therapeutin arbeite mit alternativen Methoden und das sieht das Sozialgesetzbuch nicht vor. Meine Krankenkasse lehnt die Übernahme der Kosten ab und ich wartete weiter.

Im Mai 2013 schloss meine Hausärztin ihre Praxis. Ich brauchte also einen neuen Hausarzt und fand eine Praxis ganz in meiner Nähe, die neben der klassischen Medizin auch Homöopathie anbot. Da ich mit homöopathischen Kügelchen und Schüsslersalzen sehr viel mehr anfangen kann, als mit pharmazeutischen Produkten, ging ich voller Erwartung zu meiner neuen Ärztin. weiterlesen »

Kalenderblatt 21. Woche 2015

Ach, spricht er, die größte Freud,
ist doch die Zufriedenheit.

Wilhelm Busch (1832 bis 1908),
deutscher Dichter und Zeichner

Tagebuch eines Burnout-Falls

Die ersten Tage nach dem Tag X

Seit Juli 2012 schreibe ich ein Tagebuch. Der nachfolgende Text stammt aus diesem Tagebuch.

Originaltext Tagebuch

    Immer noch Freitag. G. steht auf, wir trinken Kaffee und essen Kuchen. Worüber wir geredet haben, weiß ich nicht mehr. Seine Frage, ob ich zum Arzt gehen werde, kann ich nicht eindeutig beantworten. Er fährt mich noch Hause und bietet mir an, heute Nacht wieder bei ihm […] zu schlafen. Ich weiß es noch nicht, aber es ist gut, Freunde zu haben.

    Von da an funktioniere ich. Ich gehe zur Post und gebe Briefe ab, dann gehe ich zum Arzt. Ich muss einen Strich ziehen. Der Arztbesuch kostet mich Kraft. Ich war erst einmal bei der Ärztin, kann mich nicht an sie erinnern. Wie wird sie reagieren, was wird passieren? Das Gespräch ist eigenartig, kommt mir aber entgegen. Ich erzähle der Ärztin, was los ist, sie fragt, ob ich einen Therapeuten habe und schreibt mich krank. Keine weiteren Fragen. Ich werde krankgeschrieben – eine Woche. Zu wenig, aber ein Anfang. weiterlesen »

Kalenderblatt 20. Woche 2015

Wenn du im Recht bist,
kannst du dir leisten,
die Ruhe zu bewahren,
und wenn du im Unrecht bist,
kannst du dir nicht leisten,
sie zu verlieren.

Mahatma Gandhi (1869 bis 1948),
indischer Politiker und Rechtsanwalt

Lügen haben kurze Beine …

… und sie erfordern ein gutes Gedächtnis

Was ist an Lügen das Stressigste? Man muss sie ständig aufrecht erhalten. Viele Menschen bauen sich ein Lügengebäude auf, das sie interessanter, erfolgreicher erscheinen lässt. Sie wollen beeindrucken und geben sich als jemand aus, der sie nicht sind. Das Problem ist nur: Man muss die ganze Zeit im Einklang mit seiner Lügengeschichte sein.

Was, wenn ich einem Menschen das Eine und einem anderen Menschen etwas anderes erzähle und diese beiden treffen aufeinander? Das wird eine unschöne Situation.

Es ist einfach viel zu stressig, immer Lügengeschichten zu erfinden und aufrecht zu erhalten. Wahre Geschichten zu erleben und zu erzählen ist nicht nur besser, sondern auch einfacher. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Nachdenken über den Tag X

Was an diesem Donnerstag passierte, nenne ich heute den Tag X. Es war die Zäsur meines bisherigen Lebens und der Beginn von etwas ganz Neuem, auch wenn ich damals noch nicht die Spur einer Ahnung hatte, wie das Neue aussieht.

Wie kam es zu diesem Tag X?

Das zu analysieren und hier zu erzählen, dauert Stunden. Und auch heute, fast drei Jahre danach, kann ich darauf keine abschließende Antwort geben.

Nüchtern gesagt, Burnout kann entstehen, wenn Menschen sich für andere einsetzen und aufopfern und dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche in den Hintergrund stellen. Es verwundert daher nicht, dass besonders in solchen Berufen, in denen die Hilfe für andere im Vordergrund steht, besonders viele Burnoutfälle auftreten, z.B. in Pflegeberufen.

Burnout kann aber auch auftreten, wenn ich meine Arbeit über alles andere stelle, keinen Ausgleich und keine Erholung mehr in der Freizeit finde oder gar keine Freizeit mehr habe. weiterlesen »

Es bringt nichts …

… im sechsten Gang auf der Autobahn 20 km/h fahren zu wollen

Es gibt so Tage, da passieren kleine Katastrophen am laufenden Band. Morgens am Kaffee verbrüht, beim Frühstück in den Finger geschnitten, im Büro mit dem Schienbein an der offenen Schublade hängengeblieben, das Mittagessen auf dem Hemd verteilt usw. usf. Nichts will gelingen, alles fällt schwer und die Uhr läuft auch schleichend langsam.

Solche Tage sind genau so, als würden sie versuchen, auf der Autobahn im sechsten Gang 20 km/h fahren zu wollen – das Auto wird verrecken.

Was will und ein solcher Tag sagen? Wach auf, schalte einen Gang zurück und atme mal durch. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Auf dem Weg zum Tag X

Ende Juni 2012 chattete ich mit einem Freund. Wir kannten uns seit drei Jahren, haben uns einmal in der Woche in einer Sauna getroffen. Dort war ich schon seit Wochen nicht mehr.

Er fragte mich, was mit mir los sei. Ich antwortete ihm: „Was willst Du hören? Etwas Nettes oder die Wahrheit?“. Er entschied sich für die Wahrheit. Die Wahrheit war, dass ich völlig am Boden war, lustlos, antriebslos. Auf Arbeit habe ich mich nur noch geschleppt. Alles, was ich anfasste, hatte keinen Sinn mehr. Die wenige Freizeit nutzte ich dazu, irgendwie zur Ruhe zu kommen. Die Wochenenden verbrachte ich auf der Couch, um Montagmorgen wie gerädert aufzustehen. Ich funktionierte nur noch.

Ich war ausgebrannt. Das war mir auch völlig klar und ich schrieb meinem Freund, es sei nun nur noch eine Frage der Zeit, bis ich den absoluten Tiefpunkt erreicht habe.

Es sollte noch etwa drei Wochen dauern, dann war er da, der absolute Tiefpunkt. Den letzten Tag auf Arbeit, ich arbeitete damals in einem Planungsbüro, es war ein Donnerstag, verbrachte ich damit, meinen Schreibtisch aufzuräumen und persönliche Dinge einzupacken. Das tat ich nicht bewusst. Irgendetwas in mir wusste wohl schon, dass dies mein letzter Tag an meinem Schreibtisch sein sollte. Nur ich wusste es noch nicht. weiterlesen »

©2017 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
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