Aktuell

Ich traue mich

In einer Selbsthilfegruppe schrieb jemand auf ein Plakat den Satz „Ich traue mich“ und erntete Beifall. Ich dachte nach. Welchen Fall erfordert dieser Satz? Ich traue wen oder was – Akkusativ. Klar, aber stimmen Fall und gewollter Inhalt überein?

Nach einigem Nachdenken habe ich (hoffentlich) des Rätsels Lösung gefunden. Ich traue mich (also Akkusativ), bedeutet, ich traue mich. Trauen im Sinn von Verheiraten. Also: „Ich verheirate mich“. Sofern ich dies vorhabe – in Ordnung. Der Inhalt des Satzes in der Selbsthilfegruppe sollte jedoch ein anderer sein.

Ich habe Mut, ich wage etwas, ich laufe los, ich mache … Doch dieser Inhalt erfordert einen anderen Fall – den Dativ. Wem traue ich? MIR. Ich traue mir. Ich traue mir zu, kreativ zu sein, ich traue mir zu, alles zu schaffen, was ich schaffen will. Ich traue mir zu, mein Leben in die Hand zu nehmen. weiterlesen »

Kalenderblatt 3. Woche 2016

Entrüstung ist ein
erregter Zustand der Seele,
der meist dann eintritt,
wenn man erwischt wird.

Wilhelm Busch (1832 bis 1908),
deutscher Dichter und Zeichner

Feedback – Fluch oder Segen?

In der Selbst-Hilfe Literatur wird immer wieder hervorgehoben, wie wichtig es doch sei, sich Feedback von anderen Menschen zu holen. Es sei wichtig, andere um deren Meinung zu fragen und wo sie denken, dass noch Potentiale vorhanden sind und was verbessert werden kann.

Das klingt erst mal gut und richtig. Doch ist es heutzutage nicht so, dass jeder Depp zu jedem Thema eine Meinung zu haben scheint? Muss ich mir das alles anhören und auch noch befolgen? Zumal viele Leute gut darin sind Ratschläge zu geben, an die sie sich selber nicht halten.

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass es nur sehr wenige Menschen gibt die in der Lage sind, mich wirklich richtig einzuschätzen und mir ein hilfreiches Feedback zu geben. Das sind Menschen, weiterlesen »

Ich gehe zum Bäcker – ein schwieriger Fall

Sonntagnachmittag beim Kaffeetrinken. Am Tisch zwei Deutschlehrer mit einem Problem. „Ich gehe zum Bäcker. Zum – Dativ. Wohin gehe ich? Wohin verlangt aber den Akkusativ. Und was nun? Ein Fehler in der deutschen Grammatik. Droht die nächste Rechtschreibreform?

Es hat mich zwei Tage des Nachdenkens gekostet, dann hatte ich des Rätsels Lösung. Der scheinbare Widerspruch zwischen Dativ und Akkusativ liegt in unserer Umgangssprache. Das Wort Bäcker weiterlesen »

„Wir schaffen das“

Von der Bedeutungslosigkeit eines bedeutenden Satzes

Der Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir schaffen das“ ist wohl einer der bedeutendsten Sätze des Jahres 2015. Er ist in aller Munde, fast schon ein geflügeltes Wort. Ein genialer Satz der Kanzlerin, oder doch nicht?

Es war im August 2015, als Angela Merkel auf einer Presskonferenz zur Flüchtlingsproblematik vor Journalisten ihren berühmten Satz sagte. Frau Merkel ging damals von vermutlich 800.000 Flüchtlingen im Jahr 2015 aus und beschrieb die Situation als „eine große nationale Aufgabe“. Selbstbewusst und bestimmt sagt sie: „Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“ weiterlesen »

Kalenderblatt 2. Woche 2016

Wer stark ist, kann sich erlauben,
leise zu sprechen.
Theodore Roosevelt (1858 bis 1919),
US-amerikanischer Präsident

Arbeit – Rente – Tod

Kürzlich habe ich mich mit einer Frau unterhalten. Ihr Mann war gestorben, ganz plötzlich und nur wenige Monate, nachdem er das Rentenalter erreicht hatte. „Wir hatten doch noch so viel vor, wollten reisen, die Zeit genießen. Und nun ist er tot. Er war so deprimiert, nachdem er seine Arbeit aufgegeben hatte. Und krank war er auch nie“

Ich horchte auf. Die Arbeit aufgegeben, in Rente gegangen und plötzlich gestorben. Wie kommt das. Vielleicht daher, dass viele Menschen auf einen Schlag ihren kompletten Lebenssinn verlieren, wenn sie in Rente geschickt werden. Die Arbeit war ihr Sinn. Das Einzige, was sie erfüllt und am Leben gehalten hat. Und wenn der Lebenssinn plötzlich nicht mehr da ist, geht es rapide bergab. weiterlesen »

*nea – Netzwerk erwerbsloser Akademiker in Leipzig

Termine und Veranstaltungen im Januar und Februar 2016

regelmäßig Mittwoch, 18.00 Uhr: AG „Neustart und Quereinstieg“: Schwerpunkte sind ein regelmäßiger und generationsübergreifender Erfahrungsaustausch rund um die Themen berufliche und private (Neu-)Orientierung, Selbst- und Zeitmanagement und bewußterer Umgang mit sich selbst als Basis für die erfolgreiche Arbeitssuche. Die AG trifft sich z.Z. wöchentlich und ein Einstieg ist jederzeit möglich. Bei Interesse an einer Mitarbeit bitte melden bei leipzig(at)nea-ev.de.

ab Dienstag, 12. Jan, regelmäßig, 18.00 Uhr: AG „(Er)finde Dich neu“: Sich selbst, seine Stärken, Bedürfnisse und seine Berufung zu finden und sich dabei teilweise neu zu erfinden, über Austausch und persönliche Erfahrungen (Übungen) ist Ziel dieser neuen Gruppe, die sich auf „Mitstreiter“ bzw. Mit-Neu-Erfinder weiterlesen »

Flüchtlinge – das Wort des Jahres 2015

1971 wurde erstmals in Westdeutschland ein Wort des Jahres gekürt, seit 1977 jährlich. Flüchtlinge ist das Wort des Jahres 2015. Gekürt von der Gesellschaft für deutsche Sprache.

2.500 Wörter lagen der Jury zur Wahl vor. Diese begründete ihre Wahl damit, dass Flüchtlinge nicht nur für das beherrschende Thema des Jahres steht, sondern ist auch sprachlich interessant sei. Gebildet wird es aus dem Verb flüchten und dem Ableitungssuffix -ling für eine Person, die durch eine Eigenschaft oder ein Merkmal charakterisiert ist.

Das beherrschende Thema im jahr 2015 – Griechenland und Terroranschläge in Frankreich sind also vergessen? weiterlesen »

Kalenderblatt 1. Woche 2016

Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken.
Samuel Johnson (1709 bis 1784), englischer Gelehrter, Schriftseller und Dichter

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