Burnout

Angst vor Veränderung

Machen Ihnen Veränderungen Angst? Das geht vielen Menschen so, denn das Unbekannte macht oft Angst.
Veränderungen bringen Neues mit sich. Wir müssen lernen, mit ihnen umzugehen. Was uns vertraut ist, damit kennen wir uns aus. Neues wirkt bedrohlich. Wir können (meistens) nicht einschätzen, welche möglichen Gefahren und Unannehmlichkeiten damit verbunden sind. Wir sehen aber oft auch nicht, welche Chancen und Möglichkeiten sich hinter Veränderungen verbergen.

Die Angst vor Veränderungen ist natürlich, denn sie sichert unser Überleben. Jedoch dürfen wir uns von diesem Ur-Impuls nicht beherrschen lassen. Wir modernen Menschen sind hochentwickelte Lebewesen, denen durch die Bewusstseinsbildung und die Zivilisation zahlreiche verschiedene Möglichkeiten gegeben wurden, die unsere Vorfahren in der Höhle noch nicht hatten. Wir können aktiv mit unseren Gefühlen umgehen, die mit Veränderungen verbunden sind. Wir können lernen, Veränderungen als etwas Positives zu erkennen und aktiv etwas daraus zu machen. Je mehr wir über Veränderungsprozesse wissen, desto leichter fällt es uns sie zu unserem Vorteil zu nutzen.

Warum machen Veränderungen Angst


Jedes Lebewesen ist auf den Erhalt seiner Art ausgerichtet. Jedes Lebewesen will überleben. So auch der Mensch. Alles was neu ist bedroht möglicherweise unser Überleben. Deshalb reagieren wir mindestens mit Vorsicht, aber auch mit Angst und sogar mit Panik.

Diese erste Reaktion auf Neues ist im Stammhirn verankert, dem primitiven, instinkt-gesteuerten Teil unseres Gehirns. Gegen diesen ersten Schock helfen weder Rationalität noch Intellekt. Wenn unser Stammhirn im Bruchteil einer Sekunde entscheidet, dass eine neue Situation Gefahr bedeutet, bekommen wir Angst. Erst in einem weiteren Schritt können wir Menschen mit unseren Fähigkeiten unsere Gefühle und Handlungen beeinflussen.

Veränderungen kommen oft aus dem Nichts

Viele Menschen fühlen sich wie ein Spielball ihres Umfeldes. Sie haben das Gefühl, dass sie nur noch auf das reagieren können, was um sie herum geschieht. Und so handeln sie auch – indem sie nicht handeln. Veränderungen kommen ständig von außen und man kann nichts tun, außer auf sie zu reagieren – so eine weit verbreitete Meinung.

Tatsächlich aber warten viele Menschen mit notwendigen Entscheidungen oft so lange, bis irgendetwas auf sie zukommt. Sie werden selbst also erst aktiv, wenn es nicht mehr anders geht. Und dann haben sie den Eindruck, dass sie nur noch reagieren können, selbst aber keine Wahl haben. Oft hätten wir aber sehr wohl die Situation selbst verändern können.

Vorzeichen erkennen – Konsequenzen ziehen

Fast alle Veränderungen haben Vorzeichen. Entscheidend ist, ob wir diese Vorzeichen wahrnehmen und dann auch danach handeln. In der Regel haben wir sehr viele Möglichkeiten, zu erkennen, in welche Richtung etwas verlaufen wird. Wir müssen nur unsere Sinne schärfen und benutzen und uns aktiv darum bemühen, die wichtigen Informationen zu erhalten und dann entsprechend damit umgehen. So können wir selbst unser Leben gestalten und eine selbstgewählte und für vorteilhafte Veränderung bewirken.

Handlungsalternativen gleich Null?

Kommt eine Veränderung scheinbar aus heiterem Himmel, befinden sich viele Menschen an einem Punkt, an dem sie nichts anderes tun können, als auf die Veränderung zu reagieren. Die Handlungsmöglichkeiten sind dann sehr eingeschränkt und es geht oft nur noch darum, Schaden zu begrenzen. Dabei hätte es sicher unzählige Möglichkeiten im Vorfeld gegeben, die Situation selbst aktiv zu gestalten. Viele Menschen sind zu bequem, zu ängstlich oder auch einfach zu unachtsam bezüglich der kleinen und großen Signale, mit denen sich eine Veränderung ankündigt. Wenn wir alle Zeichen ignorieren und hoffen, dass alles beim Alten bleibt, kommt irgendwann der Augenblick, in dem die Veränderung uns tatsächlich wie ein Schicksalsschlag aus heiterem Himmel trifft. Dann fühlen sich viele Menschen überfordert, hilflos und sind verunsichert.

Selbst rechtzeitig Veränderung wählen

Nehmen Menschen das, was um sie herum passiert, bewusst wahr, die kleinen Signale, und beginnen sie Veränderungen selbst bewusst anzustoßen können sie Entscheidungen bezüglich anstehender Veränderungen treffen. Sie müssen nicht mehr nur reagieren. Sie entscheiden sich dann vielleicht auch bereits für eine Veränderung, selbst wenn es eigentlich noch nicht zwingend notwendig ist. Das nennt man dann Vorbeugen. Ein solcher Zeitpunkt ist z.B. gekommen, wenn Sie kleine Anzeichen für gesundheitliche Probleme bemerken.

Auch selbst gewählte Veränderungen können Angst machen

Auch selbst gewählte Veränderungen können Angst und Unsicherheit auslösen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass jeder Mensch aktiver Teil der Situation ist. Er gestaltet sein Leben selbst. Dafür braucht es Mut und Kraft und um durchzuhalten, Disziplin und Eigenmotivation.

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Autor: Mirko Seidel am 22. Okt 2015 14:34, Rubrik: Burnout, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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