(Lebens-)Ziele

Antriebslosigkeit – keine Lust zu gar nichts?

Antriebslosigkeit ist das Resultat des Antriebs zu fremden Zielen. (Andreas Tenzer)

Morgens hast du keine Lust zum Aufstehen. Aber man muss doch. Du schleppst dich müde ins Büro. Aber man muss doch. Alles fällt dir schwer, kein Antrieb, kein Sinn. Aber einer muss es ja machen. Abends kommst du nach Hause und fällst nur noch auf die Couch vor den Fernseher. Was soll man auch sonst machen?

In diesem (bedauernswerten) Zustand befinden sich unzählige Menschen. Sie schleppen sich durchs Leben, Tag für Tag. Kein Ziel, kein Sinn, keine Energie. Bis zu dem Tag, an dem der Sensenmann anklopft und sagt: „Na da wollen wir mal“. Und da fällt diesen Menschen wieder ein, sie haben ja gar nicht gelebt. Zu spät.

Wer keinen Antrieb mehr hat, der lebt nicht mehr. Er vegetiert. Antrieb ist der Motor des Lebens. Manchmal stottert der Motor, dann braucht er einen Energieschub, um wieder ins Laufen zu kommen.

Wie du deinen stotternden Motor des Antriebs wieder ins Laufen bringst, zeige ich dir anhand einiger einfacher Tricks.

Wo komme ich her? Wo bin ich? Wo will ich hin?

Die Frage scheint simpel und hat doch viel mit deinem antriebslosen oder antriebsvollen Leben zu tun (nicht zu verwechseln mit einem getriebenen Leben). Wenn du nicht weißt, woher du kommst und wie du dahin gekommen bist, wo du jetzt stehst und nicht weißt, wohin du willst, hast du kein Ziel, keine Vision und woher soll der Antrieb kommen, dein Leben genussvoll zu leben?

Oder anders gesagt: Wenn du in den Alpen wandern gehst musst du wissen, wie du in die Alpen kommst, wo dein Startpunkt für die Wanderung ist und wohin du wandern willst. Ansonsten wird es ein zielloses Umherirren, an dem du schnell die Lust verlierst.

Die Beantwortung der Fragen nach dem Woher, dem Wo und dem Wohin braucht Tiefgang:

Wo komme ich her?

  • Wie war deine Familie?
  • Welche Glaubenssätze hast du mitgenommen?
  • Welche Rituale hast du übernommen?
  • Was wurde über dich gesagt, was hast du gehört?
  • Wie erging es dir als Kind, wenn du Fehler gemacht hast?
  • Konntest du dich frei entfalten oder warst du in familiären Zwängen gefangen?

Wo bin ich?

  • Wo stehst du jetzt?
  • Fühlst du dich dort wohl?
  • Was brauchst du, um dich besser zu fühlen?
  • Sind der Ort und das Umfeld passend für dich?
  • Was ist gut dort, wo du bist?
  • Auf was möchtest du nicht verzichten?

Wo will ich hin?

  • Was ist dein Ziel (Lebensziel, Nahziel)?
  • Welche Motivation hast du, dieses Ziel zu erreichen?
  • Was ist die Vision von deinem Leben?
  • Was möchtest du gern aus deinem jetzigen Leben mitnehmen?
  • Was brauchst du nicht mehr und was möchtest du stattdessen haben?
  • Wie kommst du an dein Ziel?

Antrieb braucht Struktur

Wenn der Antrieb fehlt, fehlt es oft an Struktur. Die empfundene Sinnlosigkeit des Seins wird verstärkt durch ein zielloses Dahintreiben wie ein Blatt im Wind. Wem Strukturen fehlen, dem fehlt der Blick auf das Wesentliche, auf das, was jetzt im Moment wichtig ist.

Struktur kann in zweierlei Hinsicht fehlen: durch ein zu wenig an sinnvollen Aufgaben oder durch ein zu viel an als sinnlos empfundenen Aufgaben.

Menschen ohne geregelte Arbeitsstrukturen fallen oft in ein Loch der Sinnlosigkeit und des Gefühls, nicht mehr gebraucht zu werden. Das wenige, was noch zu erledigen ist, wird als nicht mehr wichtig angesehen, weil der Sinn nicht erkannt wird, es zu tun. Die einfachsten Dinge, wie Hausarbeit, Einkaufen, Essen, werden als nicht notwendig angesehen. Sie erscheinen sinnlos, weil es kein Ziel gibt, diese Dinge zu tun.

Andersherum führt ein zu viel an Aufgaben zu Strukturlosigkeit, weil die Masse der Aufgaben dich erschlägt und nicht mehr zu bewältigen ist. Alles scheint wichtig zu sein, alles zur gleichen Zeit. Der Sinn in einer Aufgabe wird nicht mehr gesehen und auch nicht mehr hinterfragt. Die Aufgabenflut wird stur abgearbeitet, die physischen und psychischen Kräfte schwinden, der Antrieb ebenso, weil ein Ende der sinnlosen Aufgabenabarbeitung nicht in Sicht ist.

Wenn du mit Antrieb durchs Leben gehen willst, brauchst du Strukturen. Egal, in welcher Lebenssituation du dich gerade befindest – ohne Strukturen kein Antrieb. Wenn du ein zu wenig an Aufgaben hast, z.B. als Arbeitsloser oder Rentner, brauchst du eine klare Tagesstruktur mit Aufgaben, die du als sinnvoll (und manchmal auch als notwendig) ansiehst. Ein Auto mit leerem Tank kann nicht fahren.

Wenn du mit Aufgaben überlastet bist, musst du Prioritäten setzen. Was ist jetzt wichtig, was jetzt nicht und was schmeißt du ganz aus deinem Leben. Ein Auto mit Überlast kommt nicht weit.

Der Antrieb liegt im Selbst

Wenn du dich selbst motivieren willst, musst du deine Persönlichkeit weiterentwickeln. Nur wenn du dein Leben selbst lenkst versetzt du dich in die Lage, dein Leben nach deinen Wünschen zu gestalten. Mit diesen praktischen Tipps wirst du es schaffen, deine Persönlichkeit zu entwickeln und dich selbst zu motivieren:

  1. Selbstbewusstsein entwickeln:
  2. Welche Stärken habe ich? Schreib auf, was du an dir magst und warum. Wenn du weißt, was du tust und warum du es tust, kommst du zur

  3. Selbstkontrolle:

  4. Wenn du selbst dein Denken und Handeln kontrollieren kannst, kommst du automatisch zu

  5. Selbstdisziplin:

  6. Wenn du selbst entscheidest, was du tun musst, um deine Aufgaben so gut wie möglich zu erledigen ohne darüber nachzudenken, welche Vorteile du damit erzielst oder welche Opfer du bringen musst, wächst dein

  7. Selbstvertrauen:

  8. Wenn du dir selbst traust ist es dir egal, was andere denken oder sagen. Du hast dein Leben in der Hand und kannst dich uneingeschränkt

  9. selbst verwirklichen:

  10. Lebe deine Träume und du bist automatisch hoch motiviert. Das Leben verläuft in den Bahnen, die du dir gewünscht hast, Antriebslosigkeit ist kein Thema mehr.

Was du für deinen Lebensantrieb noch brauchst

Ein paar Dinge brauchst du noch, um die selbst zu motivieren und mit genüsslichem Volldampf durchs Leben zu schweben.

  1. Lerne Deine Motivationsfaktoren kennen

  2. Du kannst Deine Leistung steigern, ohne auszubrennen, wenn du weißt, was deine Motivation steigert oder anders gesagt, was dir gut tut. Denk mal nach:

    • Wann hast du besonders gute Ergebnisse erbracht? Schreib es auf!
    • Wann ist dir etwas gar nicht gelungen? Schreib es auf!
    • Was war das Schöne an der Situation, was hat dich gestört?
    • Wie war das Umfeld?
    • Was hat dich vorangebracht, was gehemmt?

  3. Entwickle deine Lebens-Vision

  4. Keine Motivation, kein Erfolg, kein Antrieb ohne Sinn. Erkennst du den Sinn in einer Tätigkeit nicht, ist jede Anstrengung sinnlos.
    Was willst du erreichen? Und dabei nicht vergessen das Leben besteht nicht nur aus dem Beruf, es gehören die Familie, Freunde, Freizeit und Hobbys dazu.
    Wo willst du in einem Monat stehen, in einem Jahr in fünf Jahren?

  5. Male dir dein Lebens-Ziel
    • Ein Ziel ist nur ein Ziel, wenn es einen festen Termin hat. Ich mach das irgendwann mal oder wenn ich dann mal Rente habe, mache ich das – Blödsinn, das wird nie etwas!
    • Ein Ziel ist nur ein Ziel, wenn es konkret formuliert ist, je spezifischer, desto besser.
    • Ein Ziel ist nur ein Ziel, wenn ich es selbst ohne Einfluss von außen erreichen kann.
    • Ein Ziel ist nur ein Ziel, wenn es ökologisch ist, also deine Umwelt mit einbezieht und deiner Gesundheit nicht schadet.
    • Dein Ziel ist nur dein Ziel, wenn es realistisch ist, es zu dir passt und du dich nicht verbiegen musst.

Lauf los und genieße dein Leben

Alle Theorie ist grau – du musst es machen, sonst ändert sich nie etwas. Male dir ein Bild von deinem neuen, perfekten und wunderschönen Leben in den buntesten Farben in deinem Kopf und genieße das Bild des vollen und prallen Lebens. Merkst du etwas? Merkst du, wie dein Antrieb von ganz allein zurückkommt? Der Antrieb, der dich dieses wundervolle Leben erreichen lassen will? Lass es zu! Folge deinem inneren Bild zu deinem perfekten Leben.

Lesen sie zu diesem Artikel auch den Beitrag Das Allheilmittel gegen Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Unzufriedenheit

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