Themen

Die Ausrede Nr. 1 – „Ich habe keine Zeit“

Wie oft hörst du den Satz „Ich habe keine Zeit“ von anderen Menschen? Wie oft sagst du diesen Satz selbst?

Dieser Satz wird täglich vermutlich millionenfach gesagt – und ist doch nichts anderes, als eine Ausrede.

„Ich habe keine Zeit“ – was steckt dahinter?

Nun zuerst das Verb haben. Wir haben keine Zeit. Richtig. Kein Mensch hat Zeit, weil man Zeit nicht besitzen kann. Zeit ist da, universell nutzbar und frei zugänglich. Sie ist aber auch begrenzt. Ein Tag hat 24 Stunden – das ist Fakt und wird sich sobald nicht ändern. Wir können Zeit nicht haben, wir können sie nutzen und wir dürfen sie uns nehmen.

Der Satz müsset also korrekt heißen: „Ich nehme mir keine Zeit“ oder „Ich möchte die Zeit nicht dafür nutzen“. So wäre es korrekt – aber damit würde man seine Mitmenschen vor den Kopf stoßen. „Ich Nehme mir keine Zeit für dich“ oder „Ich möchte diese Zeit nicht mit dir verbringen“ – das wäre ehrlich, aber kompromittierend. Also wird der Satz zu einer inhaltsleeren Aussage verdreht, die sozial verträglich ist, aber eben eine Lüge.

Fakt ist: Jeder Mensch nimmt sich die Zeit dafür, was ihm wichtig ist.

Wenn Menschen sagen, sie hätten keine Zeit für Sport oder gesunde Ernährung, weil sie so viel Arbeiten, dann sagen sie in Wirklichkeit nichts Anderes als: „Die Arbeit ist mir wichtiger als mein Körper und meine Gesundheit. Ich ziehe die Arbeit meinem Körper und meiner Gesundheit vor.“

Wenn jemand sagt: „Ich würde zwar gerne zu dir kommen, aber ich habe keine Zeit, weil ich schon woanders bin“ dann sagt das nichts anderes aus, als: „Ich möchte die Zeit nicht mit dir verbringen, ich gehe lieber woanders hin.“

Alle diese Aussagen haben nichts mit Zeitmangel zu tun. Sie haben etwas damit zu tun, was einem Menschen wirklich wichtig ist und wo er seine Prioritäten gesetzt hat.

Was die anderen sagen, ist nicht wichtig. Wichtig ist, das, was du sagst und denkst. Sei ehrlich zu dir selbst: Wenn du zu dir sagst: „Wenn ich mehr Zeit hätte, dann würde ich mit dem Sport anfangen“ sagst du nichts anderes, als dass dir deine Zeit zu schade ist, sie mit Sport zu verbringen. Wenn dir Sport wichtig wäre, würdest du auch die Zeit dafür finden und sie dir nehmen.

Also: überprüfe deine Prioritäten. Erkenne, was dir wirklich wichtig ist und stehe dazu. Deine Prioritäten bestimmen dein Leben. Und sie bestimmen, wie glücklich du dein Leben verbringst.

Stichworte:
, , , , , , , , , , , , ,

Autor: Mirko Seidel am 3. Dez 2017 09:33, Rubrik: Themen, Zeit, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

Einen Kommentar schreiben

©2017 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum