Burnout-Hilfe

Wird der Burnoutprozess nicht frühzeitig erkannt und durch wirksame Methoden unterbrochen, kommt es unweigerlich zur völligen Erschöpfung eines Menschen.

Der Widerspruch zwischen: „Ich muss weiter machen“ und „Ich will nicht weiter machen“ wird immer größer, bis der Punkt kommt: „Ich kann nicht mehr“. Und selbst dieser Zustand wird von vielen Betroffenen nicht in einer kritischen Selbstanalyse erkannt. Vielmehr werden sie durch starke körperliche Beschwerden zum Ausstieg gezwungen. Oder sie werden für ihr privates und berufliches Umfeld zu einer nicht mehr tragbaren Belastung.

Im Stadium eines akuten Burnouts sind die Betroffenen kaum noch in der Lage, ihren normalen Alltagsrhytmus zu meistern. Kleinste Anforderungen überfordern sie, soziale Kontakte werden eher als lästig, denn als hilfreich empfunden, Hilfsangebote werden abgelehnt. Hinzu können eine völlige Sinnentleerung, die Frage nach dem Sinn des Lebens und nicht selten Suizidgedanken kommen.

In dieser akuten Phase des Burnouts benötigen viele Betroffene zunächst ganz praktische Alltagshilfe. Gute Ratschläge, Therapien und der Versuch, den völlig am Boden befindlichen Menschen durch das Leben zu schleifen, verstärken die Symptome eher, als dass sie hilfreich wären.

Anzeichen für die akute Phase eines Burnouts können sein:

  • Extremer Leistungsabfall bis zur Unfähigkeit, etwas leisten zu können,
  • Stark verminderte Konzentrations- und Merkfähigkeit,
  • Starke innere Unruhe bis hin zu Unmutsäußerungen und Wutanfällen,
  • Starke Müdigkeit und trotzdem nicht schlafen können,
  • Sinnverlust,

Diesen Symptomen folgen oft:

  • Völliger Rückzug im privaten Bereich,
  • Zunehmende körperliche Beschwerden (z.B. Magen-Darm, Tinitus, Kreislaufprobleme),
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch,
  • Suizidgedanken,

Hat die Burnout-Spirale ihren Tiefpunkt erreicht, folgt der Ausstieg aus dem bisherigen Leben – bewusst oder notgedrungen.

In dieser Phase des Burnouts benötigt der Betroffene aktive Hilfe, die alltäglichen Anforderungen zu meistern. Allzu oft nehmen Familie und Freunde dem Burnoutbetroffenen alles ab und meinen, ihm damit einen Gefallen zu tun, weil er ja Ruhe braucht. Dieses sicher gut gemeinte Verhalten kann aber zu einer massiven Verstärkung der Probleme beitragen. Der Betroffene, der gerade noch 200% in Beruf, Familie und Freizeit gegeben hat, fällt von einem Tag auf den anderen in ein Loch der Untätigkeit und wenn ihm nun auch noch sein eigenes Leben abgenommen wird, sinkt sein Selbstwertgefühl auf 0 – „Ich kann nichts mehr, ich werde nicht mehr gebraucht. Wozu bin ich eigentlich noch gut? Warum lebe ich noch?“

In der akuten Burnoutphase braucht der Betroffene Unterstützung in seinem Lebensalltag, ohne dass ihm seine Eigenverantwortung abgenommen wird. Diese Unterstützung kann sein:

  • Regelmäßiger Kontakt, am besten täglich (Anrufe, Treffen),
  • Reden, über das Problem aber auch über andere Dinge, die sich nicht um Burnout drehen,
  • Offenes Ansprechen von Suizidgedanken,
  • Unterstützung bei Verrichtungen im Haushalt, aber nicht die Arbeit abnehmen,
  • Unterstützung bei Behördengängen, Arztbesuchen, Suche nach Therapeuten, Vereinen, Selbsthilfegruppen,
  • Akzeptieren, dass der Betroffene seine sozialen Kontakte einschränkt,
  • Integrieren und zu gemeinsamen Unternehmungen einladen (zu viele Menschen, laute Musik, zu viele visuelle Eindrücke sind eher ungeeignet),
  • Rhythmus des Burnoutbetroffenen akzeptieren und sich anpassen,
  • Vermeiden von Sätzen, wie: „Das wird schon wieder“, „Das kriegst Du wieder hin“, „Das geht schon vorbei“ oder „Bald bist Du wieder der/die Alte“.
  • Drängen der Betroffenen vermeiden, ihnen Zeit und Ruhe lassen,
  • Schon bei geringster Suizidgefahr Betroffene in eine Klinik bringen,

Unterstützen – Akzeptieren – Integrieren

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