Politik & Gesellschaft

Das Erste Gebot

„Du sollst an einen Gott glauben“ (kath.),
„Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (ev.)

Beim Ersten Gebot sind die beiden großen christlichen Kirchen nah beeinander. „Es gibt nur einen Gott“, lautet die klare Botschaft. „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“.

Wie weit lässt sich das Gebot auslegen? Schauen wir ins Fernsehen, so begegnen uns jeden Tag viele Götter. Da ist von Sportgöttern und Musikgöttern die Rede, Schauspieler werden als göttlich bezeichnet. Haben wir uns köstlich amüsiert, finden das viele Menschen „einfach göttlich“. So viele Götter, dabei soll es doch nur einen geben. Und dann ist da noch das Geld, einst als Mammon verschmäht ist es heute zum Fundament des unerschütterlichen Glaubens an immer währendes Wachstum, Konsum und Materialismus geworden. Wie soll Gott im Himmel (oder wo auch immer) da mit seinen weichen Botschaften von Liebe und Mitmenschlichkeit mithalten können?

Der Gottesbegriff ist flexibel geworden. Liegt es an der geringen Strahlkraft, die die Kirchen heute noch in der Lage sind, auszusenden? Oder ist vielen Menschen der Glaube an nur einen wahren Gott nicht mehr schlüssig. Der Name Gottes wird beliebig und damit verliert er an Ausstrahlung und Bedeutung. Und wenn Sonntag Nachmittag am Kaffeetisch die Torte als „geradezu göttlich“ beschrieben wird, dann hat die ursprüngliche Botschaft verloren.

Der biblische Gott muss gar nicht mithalten können. Gott hat uns Menschen durch Jesus eine Botschaft geschickt. Es ist an uns, diese Botschaft anzunehmen, ihren Inhalt und Wert zu erkennen und nach ihr zu leben. Gleichwohl kann ich auch die Botschaft des Kapitals als Grundlage meines Lebens annehmen. Die Entscheidung trifft jeder Mensch selbst.

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