Politik & Gesellschaft

Das Fünfte Gebot

„Du sollst nicht töten“ (kath., ev.)

Beim Fünften gebot sind sich Katholische und evangelische Kirche einig. Das Fünfte Gebot ist klar formuliert: „Du sollst nicht töten“. Nicht formuliert ist, was in den Begriff töten eingeschlossen ist.

Trifft das Gebot nur auf Menschen zu? Oder ist es auch für Tiere und Pflanzen anwendbar? Im kirchlichen Verständnis – nein. Der Mensch ist das Ebenbild Gottes. Tiere und Pflanzen sind zwar Teil der göttlichen Schöpfung, jedoch wird ihnen eine niedrigere Stellung zugebilligt. Eine strikte Ausweitung des Fünften Gebotes auf Pflanzen und Tiere wäre praktisch auch nicht umsetzbar, wäre doch damit den Menschen die Nahrungsgrundlage entzogen.

Angesichts eines steigenden Fleischkonsums, angesichts unhaltbarer Zustände in Tierzuchtbetrieben und Schlachthäusern muss jedoch ein Einwand erlaubt sein: Wie gehen wir mit der göttlichen Schöpfung um und wie viel tierischer Tod ist tagtäglich unnötig?

Und noch ein zweiter Aspekt soll beleuchtet werden. Schließt „Du sollst nicht töten“ auch die Aufforderung zum Töten ein? Ziehen Soldaten in den Krieg geschieht das, um den „Feind“ zu töten. Doch was ist mit denen, die das Töten anordnen? Den Politikern, den Generälen? Sie beschließen, sie halten sich im Hintergrund. Töten muss der Soldat an der Front: Verstößt nur er mit jedem getöteten „Feind“ gegen das Fünfte Gebot oder tragen nicht auch alle Personen, die das Töten ermöglicht oder befohlen haben, eine Verantwortung?

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