Politik & Gesellschaft

Das Siebente Gebot

„Du sollst nicht stehlen“ (kath., ev.)

Beim Siebenten Gebot sind sich Katholische und evangelische Kirche einig. Das klar formulieret Gebot schließt jegliches Aneignen des Besitzes eines anderen Menschen aus. Würde man eine Umfrage starten und Menschen fragen, ob sie dieses Gebot gut oder schlecht finden, würde die Zustimmung vermutlich bei über 90% liegen.

Stehlen gilt als generell unerwünscht. Gebe es da nicht die berühmten Ausnahmen von der Regel. Neben dem Diebstahl kannte das Strafrecht auch den Mundraub, also das Entwenden oder die Unterschlagung von Nahrungs- oder Genussmitteln oder von anderen Gegenständen des hauswirtschaftlichen Gebrauchs in geringer Menge oder von unbedeutendem Wert zum alsbaldigen Verbrauch. 1975 wurde dieser Straftatbestand abgeschafft. Vermutlich ging der Gesetzgeber davon aus, dass in Deutschland niemand in solch großer Not ist, dass er Lebensmittel oder andere Dinge entwenden muss, um Überleben zu können.

Das soziale Sicherungssystem sorgt dafür, dass jeder Mensch in Deutschland eine Grundsicherung erhält. Soziale Einrichtungen versorgen notleidende Menschen mit Nahrung, Kleidung und Obdach. Vermutlich muss tatsächlich niemand mehr in Deutschland stehlen, um überleben zu können.

Trotzdem wird jeden Tag gestohlen. Die Anzahl der Diebstähle steigt jährlich, die Aufklärungsquote ist gering. Gestohlen wird nicht mehr aus Not, sondern auch Habgier und Neid. Das Siebente Gebot, das eines der wichtigsten für ein friedliches Zusammenleben der Menschen ist, hat im gesellschaftlichen Alltag viel von seiner Wirkung verloren.

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Quelle: www.wikpedia.de

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