Burnout

Depression – alternative Behandlungsmethoden

In den Industrienationen verbessern sich die Lebensbedingungen ständig und das Lebensalter steigt. Der modernen Medizin fällt es aber immer schwerer zu erklären, warum die chronischen Erkrankungen zunehmen. Dazu gehören auch Depressionen.

Depressionen sind eine psychiatrische Erkrankung, die zu den affektiven Störungen zählt, das heißt, Veränderung in Stimmung und Antrieb. Depression ist das älteste bekannte psychiatrische Syndrom und die häufigste psychiatrische Erkrankung überhaupt. Typisch für eine Depression ist die psychische Niedergeschlagenheit, die phasenhaft oder andauernd auftreten kann.

Depressionen sind ein Komplex von Symptomen, der eine Stimmungseinengung (Emotionslosigkeit), eine Antriebshemmung beinhaltet, begleitet von einer Denkhemmung, innerer Unruhe und Schlafstörungen. Dazu können Gedankenkreisen, Hoffnungslosigkeit, soziale Isolation, Schuldgefühle, Ängstlichkeit oder Reizbarkeit kommen.

Depressionen können auch mit körperlichen Symptomen einhergehen, wie Appetitlosigkeit, Gewichtszu- oder –abnahme, Knochenschwund, Schmerzen in verschiedenen Körperregionen oder eine Infektionsanfälligkeit.
Untersuchungen haben gezeigt, dass bei akuten Depressionen auch Entzündungsfaktoren im Körper erhöht sind. Ob diese Entzündungsreaktionen zu einer Depression führen oder ob umgekehrt die Depression Entzündungen auslöst, ist bisher nicht geklärt.

Der Zusammenhang zu körperlichen Symptomen wird nur selten erkannt und gern mit dem Satz abgetan: „Das ist psychisch bedingt“. Das kann ein großer Fehler sein, zeigen Untersuchungen doch, dass eine Depression ein Risikofaktor für Herzleiden ist und die Sterblichkeit von Herzpatienten deutlich erhöht.

Viele Forschungsergebnisse sehen auch eine klare Verknüpfung zu traumatischen Erlebnissen in der Kindheit. Danach entwickeln Personen, die als Kinder Ablehnung durch die Eltern, psychische oder physische Gewalt erfahren haben, weitaus häufiger eine Depression als andere.

Eine Depression birgt auch die Selbstmordgefahr – dessen sind sich Therapeuten auch bewusst. Schätzungen gehen davon aus, dass der größte Teil der in Deutschland begangenen Selbstmorde auf eine Depressionen zurückgeführt werden kann.
Die Diagnose Depression kann manchmal schwierig sein: Depressionen können sich auch hinter körperlichen Symptomen verstecken oder durch organische Erkrankungen verursacht werden, wie z.B. Schilddrüsenerkrankung, Blutarmut oder andere Stoffwechselerkrankungen.

Jeder Menschen ist einmal nicht motiviert. Kommt dieser Zustand allerdings häufiger vor, sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden. Ärzte neigen dann schnell dazu, Medikamente zu verschreiben. Sinnvoller wäre es allerdings abzuklären, ob hier nicht ein Mineralstoffmangel oder Vitaminmangel vorliegt.

Pharmazeutische Mittel sind für die Behandlung einer leichten Depression nicht unbedingt notwendig. Es gibt auch pflanzliche Stoffe, die bei leichten Depressionen helfen können. Auch die Homöopathie und Schüsslersalze können hilfreich sein.

Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung hat 2013 einen „Schnelltest“ entwickelt, dank welchem Depressionen relativ schnell und zuverlässig erkannt werden könnte. Als Grundlage dient hierzu das bereits etablierte Becks Depressions-Inventar, welches über 21 Kriterien verfügt. Dieser Test wurde nun stark vereinfacht.
Der neue Entscheidungsbaum sieht nicht mehr 21, sondern nur noch 4 Items vor, welche mit einem einfachen Ja oder Nein beantwortet werden müssen.

Die Forschergruppe konnte nachweisen, dass dieser neue Schnelltest eine ähnlich hohe Verlässlichkeit, wie komplexe Testverfahren vorweisen kann. Die Wissenschaftler stützen sich auf die Daten der Dresdner Längsschnittstudie zur psychischen Gesundheit und damit auf die Daten von über 1300 jungen Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Hier erwies sich das Testverfahren als ein verlässliches Diagnoseinstrument. Die Verlässlichkeit dieses Schnelltests wurde bisher nur bei Frauen nachgewiesen. Inwiefern sich damit auch Depressionen bei Männern vorhersagen lassen, wird der Gegenstand zukünftiger Forschungsbemühungen sein.
Männer zeigen teils deutlich andere Symptome, welche eventuell auch eine Anpassung des Testverfahrens erfordern.

Langfristig kann dieser Schnelltest des Max-Planck-Instituts die gängigen Testverfahren nicht ersetzen. Der Schnelltest kann aber als ein Instrument der Früherkennung dienen, welches sogar durch medizinisch ungeschultes Personal genutzt werden könnte.

Natürliche und alternative Behandlungsverfahren bei Depressionen

Der Markt für Psychopharmaka ist gewaltig und für die Pharmaindustrie ein gigantisches Geschäft. Das muss man wissen. Ebenso sollte man wissen, dass Psychopharmaka gravierende Nebenwirkungen haben können.

Wie schon gesagt, gehen manche Wissenschaftler davon aus, dass Entzündungen eine Depression auslösen. Es kann also nützlich sein, entzündungsfördernde Faktoren zu bekämpfen, wie z.B. schimmlige und feuchte Wohnungen, aber auch eine Fehlernährung die Entzündungen begünstigen.

Ein Testosteronmangel, eine Schilddrüsenunterfunktion, ein niedriger Blutzuckerspiegel und Magen-Darm-Erkrankungen – wie das Reizdarmsyndrom oder Zöliakie – können ebenso Entzündungen hervorrufen. Daher sollten bei einer bestehenden Depression auch immer andere Erkrankungen abgeklärt und behandelt werden. Nur zu selten wird dies auch getan.

Ein noch recht junger Ansatz zur Therapie der Depressionen ist das Austesten des Th1-Th2-Verhältnisses, das mit den Blutzellen und dem Immunsystem zu tun hat. Ist dieses Verhältnis im Gleichgewicht, sind zahlreiche Depressionen verschwunden.

Bachblüten

Bachblüten können hilfreich sein, wenn körperlichen Problemen seelischen Ursachen zugrunde. Blütenessenzen lösen keine Probleme, aber sie können helfen, anders mit ihnen umzugehen und einer Lösung näher zu bringen. Lassen Sie sich zu Bachblüten von einem Therapeuten beraten.

Ernährung

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung sollte eigentlich Standard sein – ob Depression oder nicht. Süßigkeiten, Fast-Food und Weißmehlprodukte machen nicht nur dick, sondern auch schlapp und müde. Eine einseitige Ernährung kann zu einer Unterversorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen und damit zu Mangelerscheinungen führen.
Eine kohlenhydratarme Ernährung kann eine Depression fördern. Im Umkehrschluss heißt dies aber nicht, den Anteil an Kohlehydraten in der Nahrung zu erhöhen, wenn diese Energie nicht verbraucht werden kann. Ein gesundes Maß ist erforderlich. Hier sollte auch an die Glutenunverträglichkeit gedacht werden. Hungern kann eine Depression fördern.

Homöopathie

Die Homöopathie hält verschiedene Mittel bereit, die bei einer Depression unterstützend wirken können. Lassen Sie sich dazu von einem Homöopathen beraten.

Nahrungsergänzungen und andere Wirkstoffe

Die Einnahme des Stoffwechselproduktes S-Adenosylmethionin (SAM) scheint bei Depressionen gut zu wirken. Allerdings ist auch dieses Mittel nicht ganz frei von möglichen Nebenwirkungen. Es sollte also nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
Hilfreich bei Depressionen können auch die Vitamine B und C wirken.

Heilpflanzen

Die Natur hält eine Vielzahl von Pflanzen bereit, die bei einer Depression helfen können. So liegen für das Johanniskraut und die Rauwolfiawurzel positive Daten aus Studien vor.
Einige Studien haben gezeigt, dass Johanniskraut effektiver bei Depressionen wirkt, als ein anerkanntes Antidepressivum.
Weitere Heilpflanzen sind: Engelwurz, Taigawurzel, Kava-Kava. Ginseng wirkt übrigens positiv auf das Th1-Th2 Verhältnis.
Auch eine lecithinreiche Ernährung kann vor Depressionen schützen.

Orthomolekularmedizin

Depressionen gehen häufig mit einen Vitaminmangel oder Mineralstoffmangel einher. Auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann mit Depressionen in Zusammenhang stehen.
Personen, die Antidepressiva einnehmen, profitieren zusätzlich von der Einnahme der Eicosapentaen-Säure (eine Omega-3-Fettsäure).
Auch der Folsäurespiegel sollte bestimmt werden. Zu wenig Folsäure erhöht das Risiko für einen depressiven Schub um das 13-fache. Wird Folsäure zugeführt, sollte der Vitamin-b-12-Spiegel kontrolliert werden.

Säure-Basen-Haushalt

Eine Übersäuerung, also ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt, kann Ursache bei vielen akuten und chronischen Beschwerden sein. Unsere Ernährungsgewohnheiten führen dazu, dass viele Menschen chronisch übersäuert sind. Hier gibt es zahlreiche Mittel, den Säure-Basen-Haushalt wieder in das Gleichgewicht zu bringen. Das einfachste Mittel, das schon unsere Großmütter in der Küche hatten, ist Natron.

Schüßlersalze

Es gibt mehrere Schüsslersalze, die bei einer Depression unterstützen können.

  • Calcium phosphoricum Nr. 2,
  • Kalium phoshoricum Nr. 5,
  • Kalium Sulfuricum Nr. 6,
  • Magnesium Phosphoricum Nr. 7,
  • Silicea Nr. 11,
  • Kalium bromatum Nr. 14,
  • Kalium jodatum Nr. 15,
  • Lithium chloratum Nr. 16,
  • Manganum sulfuricum Nr. 17,
  • Calcium carbonicum Nr. 22,

Es ist aber nicht sinnvoll, alle Schüßlersalze gleichzeitig einzunehmen. Auch hier sollte man sich von einem Experten beraten lassen oder die zahlreiche Literatur nutzen.

Sport und Bewegung

Jede Art von körperlicher Bewegung wirkt sich positiv auf den Geist aus – und auf den Körper sowieso. Regelmäßiges Jogging, Spaziergänge an der frischen Luft, Schwimmen oder Radfahren können einer Depression entgegenwirken.

Entspannung

Entspannung wirkt sich positiv auf das seelische Befinden eines Menschen aus. Bei Depressionen bewährt haben sich das Autogene Training (AT), die Progressive Muskelentspannung (PMR), chinesische Kampfkunst TaiChi und Yoga.

Licht

Ein Lichtwecker, sowie eine Lichttherapie können hilfreich bei einer Depression sein. Auch sollte Schlafräume abgedunkelt sein, denn auch Nachtbeleuchtungen fördern eine Depression.

Weitere hilfreiche Heilverfahren

  • Herzkohärenztraining,
  • EMDR (neuroemotionale Integration durch Augenbewegung),
  • Akupunktur,

Gespräch, Meditation, Coaching

Ein Gespräch mit einem emphatiefähigen Menschen kann ein erster Schritt sein. Hierbei ist es egal, ob dies ein Mitglied der Familie, ein guter Freund, der Pfarrer, ein Therapeut oder ein Coach ist. Das erste Gespräch durchbricht die Mauer der Depression.
Um die Ursachen der Depression aufzuarbeiten und negative Denkstrukturen zu verändern, ist eine Gesprächstherapie bei einem erfahrenen Therapeuten erforderlich. Neben den schulmedizinischen Angeboten gibt es auch ausgebildete Burnout-Therapeuten.

Lesen Sie den Leitartikel und weitere Beiträge und Zitate zum Thema DEPRESSIONEN.

Quellen:
www.renegraeber.de
www.phytodoc.de
www.schuesslersalzehilfe.net
www.schuessler-salze-liste.de

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Autor: Mirko Seidel am 29. Mrz 2015 08:03, Rubrik: Burnout, Depressionen, Texte & Gedanken, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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