Burnout

Depression – der Zustand der „Losigkeiten“

In einer Diskussion bezeichnete eine Bekannte, die seit Jahrzehnten an Depressionen leidet, die Depression als „Krankheit der Losigkeiten“. Ich habe über diesen Satz eine Weile nachgedacht. Und Tatsächlich. Depression ist mit vielen „Losigkeiten“ verbunden. Antriebslosigkeit, Emotionslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Schlaflosigkeit, Energielosigkeit, Ausweglosigkeit, Lustlosigkeit und sicher noch einige andere.

Depression bedeutet, all diese Dinge los zu sein. Alle diese Losigkeiten fühlen sich schlecht an und schränken das Leben eines Betroffenen stark ein. Alle, bis auf vielleicht eine der Losigkeiten – die Antriebslosigkeit. Denn diese lässt sich, wie viele Worte in der deutschen Sprache, doppeldeutig auslegen.

Von einer Depression betroffene Menschen erleben ihre Antriebslosigkeit als Unlust zu allem. Kein Antrieb für die alltäglichen Verrichtungen, kein Antrieb auf die Straße zu gehen, kein Antrieb zu Unternehmungen.

Anders gedeutet kann Antriebslosigkeit aber auch bedeuten das los zu sein, was einen angetrieben hat, immer noch mehr zu leisten, immer noch perfekter zu sein und es immer allen noch mehr recht machen zu wollen. Eine Depression führt zwangsläufig zum Aufgeben dieses negativen Antriebs und zu einer Ruhephase.

Das Aufgeben des zwanghaften Antriebs kann ein erster Schritt sein, die anderen Losigkeiten zu besiegen und das Leben mit neuem Inhalt zu füllen.

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Autor: Mirko Seidel am 20. Feb 2016 09:54, Rubrik: Burnout, Depressionen, Texte & Gedanken, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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