Depressionen

Depression bei Kindern und Jugendlichen

Die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Anzeichen depressiver Erkrankungen steigt. Die Ursachen können vielfältig sein. Bereits Kleinkinder zeigen unter bestimmten Bedingungen deutliche Symptome, die allerdings nicht immer erkannt werden.

Erstes Lebensjahr

Der Verlust der Bezugsperson oder ein genereller Mangel an Geborgenheit und Zuwendung kann zu depressiven Symptomen führen.

  • Apathie,
  • Entwicklungsverzögerungen,

Kleinkinder, erstes bis drittes Lebensjahr

Kleinkinder reagieren sehr stark auf den Verlust einer Bezugsperson oder auf das Fehlen von Zuwendung, Geborgenheit und Nähe mit depressiven Symptomen.

  • Entwicklungsverzögerungen (sie lernen spät laufen oder sprechen, werden später sauber und trocken, sie zeigen weniger feinmotorische Geschicklichkeit, unsicheres laufen, schlechte Kletterfähigkeit),
  • Sprachvermögen entwickelt sich langsamer,
  • Schlaf- und Essstörungen,
  • Alpträume,
  • Anhänglichkeit,
  • Jammern, nicht allein bleiben wollen,
  • Teilnahmslosigkeit,
  • wildes Hin- und Herschaukeln,
  • mit dem Kopf gegen die Wand schlagen,
  • Selbstverletzungen, Haare ausreißen,

Kindergartenalter

Kinder im Kindergartenalter, die an einer Depression leiden, weisen ähnliche Symptome wie Kleinkinder auf – Ängstlichkeit, Anhänglichkeit (Trennungsangst):

  • Selbstständigkeit und Neugierigkeit werden nicht ausgelebt,
  • Geringe Ausbildung motorischer Fähigkeiten,
  • Unfähigkeit, mit Altersgenossen zu spielen, Neigung zur Streitsüchtigkeit,
  • Ess- und Schlafstörungen,
  • Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen,
  • Zurückfallen in ein früheres Entwicklungsstadium,
  • Daumen lutschen,
  • Bettnässer,
  • Verlorengehen bereits erlernter motorischer, intellektueller oder auch sprachlicher Fähigkeiten,
  • fühlen sich nicht geliebt,

Jüngere Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren

Je älter die Kinder werden, desto deutlicher treten die psychischen Symptome der Depression in Erscheinung.

  • Niedergeschlagenheit, Resignation, Angst,
  • Schuldgefühle,
  • Selbstkritik (übertrieben),
  • Hemmungen im Denken, wie z. B. Konzentrationsschwierigkeiten oder Störungen des Gedächtnisses,
  • Gestörtes Verhalten,
  • Geringe Leistungsfähigkeit,
  • Geringe Motivation und Begeisterung für interessante Dinge,
  • Störungen des Gedächtnisses,
  • Konzentrationsstörungen,
  • keine sinnvolle Freizeitgestaltung,
  • wenig Spieldrang,
  • aggressives Verhalten,

Es gibt jedoch auch ein gegenteiliges Verhalten:

  • Unruhe, Zappel-Philipp, den Clown machen,
  • trotzdem freudlose Grundhaltung der Kinder,
  • Essstörungen,
  • Selbsttötungsversuche oder Selbsttötungsphantasien,

Jugendalter bis 18 Jahre

Wer Kinder hat, die die Pubertät durchmachen weiß, dass viele Symptome einer Depression ebenso die typischen Symptome der Pubertät sind.

    himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt,

  • Verschlossenheit, Gereiztheit, Grübelneigung, Langeweile, allgemeine Unzufriedenheit,
  • Rückzug, Misstrauen,
  • „Selbstheilungsversuchen“, etwa durch Alkohol oder Drogen,
  • Vandalismus, auffälliges Verhalten,
  • Kopfschmerzen,
  • Essstörungen,
  • Schlafstörungen,

Im Gegensatz zu Kindern vor der Pubertät stehen bei Jugendlichen meist die psychischen Symptome im Vordergrund. Sie sind traurig, resigniert, grübeln viel, sind hoffnungslos und haben Minderwertigkeitsgefühle. Sie fühlen sich den sozialen und emotionalen Anforderungen nicht gewachsen und isolieren sich zum Teil völlig. Für viele depressive Jugendliche liegt in dieser selbst gewählten Isolation die Fantasie, mit allem Schluss machen zu wollen.
Die Selbstmordversuche steigen gerade in der Pubertät stark an. Am häufigsten betroffen sind davon Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren. Es gibt Schätzungen, dass bis zu 10% der depressiven Jugendlichen wenigstens einen Selbstmordversuch durchführen.

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Quelle: www.depressionen-depression.net

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Autor: Mirko Seidel am 17. Mrz 2015 18:53, Rubrik: Depressionen, Texte & Gedanken, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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