Spaß & Satire

Der Meeresspiegel steigt, die Sintflut naht – die Rettung auch

Der Tragödie fünfter Teil – Die Nachbarn machen mobil

Beunruhigt schauen die Nachbarstaaten auf das Treiben in Deutschland.

Die polnische Regierung lässt anfragen, wie die deutsche Regierung verhindern will, dass das Wasser auf den polnischen Teil der Insel Usedom schwappt. Lakonisch erklärt der Regierungssprecher, die Polen haben den deutschen Osten haben wollen, nun sollen sie selber sehen, wie sie damit fertig werden. Warschau droht daraufhin damit, im Falle der vollständigen Überschwemmung Pommerns und Ostpreußens, diese Gebiete an Deutschland zurückzugeben.

Die tschechische Regierung möchte im Streit zwischen Deutschland und Polen vermitteln. In Prag glaubt man fest daran, dass die Wassermassen nicht über das Erzgebirge und den Bayerischen Wald schwappen werden und fühlt sich sicher.

Die Österreicher erklären die deutsche Sintflut hämisch zur späten Rache für die Schmach durch die Saupreußen. In der Schweiz fühlt man sich sicher. Die Berge sind hoch, die Tresore wasserdicht, was soll passieren. Man gibt sich aber großzügig und schickt die leeren Aluminiumkoffer nach Deutschland zurück.

Die Franzosen sehen das deutsche Wasser als große Bedrohung an. Aufklärungssatelliten zeigen Bilder, wie an der deutsch-französischen Grenze Gräben ausgehoben und Wälle aufgeschüttet werden.

Belgien, Luxemburg und die Niederlande haben sich zu einer Allianz zusammengetan und treiben heimlich einen Tunnel in Richtung Ruhrgebiet.

Aus Dänemark hat man schon lange nichts mehr gehört.

Der russische Präsident Putin droht damit, die Öl- und Gaslieferungen einzustellen. Man befürchtet in Moskau, dass durch die Röhren das Wasser nach Russland laufen könnte. Triumphierend erklärt Präsident Putin, die ruhmreiche Rote Armee habe im Mai 1945 die Baupläne für die Arche Noah erbeutet und nach Moskau gebracht. Man sei bereit, die Pläne herauszugeben aber nur unter der Bedingung, dass Deutschland die Röhren verschließt.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel sieht seine Chance gekommen. Mit stolz geschwellter Brust erklärt er, deutsche Ingenieure, deutsche Handwerker und die deutsche Industrie seien ohne Probleme in der Lage, eine neue, größere und unsinkbare Arche zu bauen und man sei auf die alten Blaupausen aus Moskau nicht angewiesen. Kanzlerin Merkel pfeift ihn zurück und verspricht Putin in einem Telefonat die Leitungen irgendwie zuzustopfen.

Lesen Sie die weiteren Teile der „Tragödie“:
Der Tragödie erster Teil – Kanzlerin und Minister zuerst,

Der Tragödie zweiter Teil – Die Regierung handelt,

Der Tragödie dritter Teil – Es lebe der Föderalismus,

Der Tragödie vierter Teil – Das mediale Großereignis,

Das Finale – Im Schlauchboot in Seenot,

Autor: Mirko Seidel am 17. Jun 2014 09:15, Rubrik: Spaß & Satire, Texte & Gedanken, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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