Ernährung & Gesundheit

Die Formen des modernen Fastens

Die Formen des Fastens sind vielfältig. Längst ist der eigentliche Sinn, der Verzicht auf Nahrung und Genussmittel, ausgeweitet. Und genauso vielfältig, wie die Inhalte des Fastens im 21. Jahrhundert sein können, so vielfältig sind auch die Angebote. Fasten ist aus dem stillen Winkel der Religiosität und des individuellen Rituals längst zu einem profitablen Geschäft geworden.

Das muss nicht immer schlecht sein, jedoch lohnt es sich einmal darüber nachzudenken, was will ich fasten und warum? Wie gehe ich damit um, wenn die Fastenzeit vorüber ist? Welcher Verzicht tut mir gut? Welcher Verzicht tut mir weh? Letzteres im positiven Sinne, denn der Sinn des Fastens – der Verzicht – soll mich daran erinnern, Dinge, die alltäglich erscheinen und mein Leben schöner und angenehmer machen, neu schätzen zu lernen.

Eine der bekanntesten Formen des Fastens ist das Heilfasten. Es soll zu einem höheren Wohlbefinden oder verbesserter Gesundheit führen. Besonders für Schmerzpatienten, z.B. mit Rheuma, sind die positiven gesundheitlichen Eigenschaften des Heilfastens wissenschaftlich belegt. Das Heilfasten geht zurück auf den Pfarrer Sebastian Kneipp, wobei nicht auszuschließen ist, dass auch schon viel früher derartige Fastenkuren verordnet wurden. Heilfasten wird heute ärztlich begleitet. Das kann vor allem bei Risikopatienten durchaus sinnvoll sein, um mögliche Risiken zu minimieren.

Fastenwandern ist wohl die älteste Formen des Fastens. Der Auszug der Israeliten aus Ägypten und ihr Marsch durch die Wüste, sind die älteste überlieferte Fastenwanderung der Menschheit. Auch Jesus zog 40 Tage durch die Wüste und dürfte nicht viel dabei gehabt haben. Beide Ereignisse waren wohl mehr der Situation geschuldet, als ein freiwilliges Fastenwandern.

1946 unternahm Mahatma Gandhi einen drei Tage langen Fußmarsch, dabei hatte er nur Wasser mit Zitrone und Honig.
Der Schwede Dr. Lennart Edrén unternahm 1953 einen Selbstversuch, um seine Idee von der Ungefährlichkeit des Fastenwanderns zu beweisen. Er legte täglich über 50 Kilometer zurück und verzichtete auf Nahrung. Ein Jahr später unternahm er den ersten 500 km langen Fastenmarsch von Göteborg nach Stockholm. Die Idee des Fastenmarsches verbreitete sich schnell und wurde politisch. Der deutsche Theologe Christoph Michl nutzte „Hungermärsche“, um sich bei den Friedens- und Umweltbewegungen im In- und Ausland Gehör zu verschaffen. Bis heute ziehen an Ostern tausende Menschen durch die Lande, um für Frieden zu demonstrieren. Der Fastengedanke dürfte dabei allerdings etwas auf der Strecke geblieben sein.

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Quellen: www.wikipedia .de

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