Politik & Gesellschaft

Die Zehn Gebote

Die Zehn Gebote sind eine Aufzählung von verbindlichen Anweisungen (Geboten) des Gottes Israels in der Bibel. Die als direkte Rede des Gottes an sein Volk verstandenen Regeln fassen seinen Willen für das Verhalten ihm und den Mitmenschen gegenüber zusammen.

Die Zehn Gebote haben im Judentum wie im Christentum eine zentrale Bedeutung für die theologische Ethik und haben die Kirchengeschichte und die Kulturgeschichte Europas und der christlichen Welt mitgeprägt.

Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen unterschiedliche Traditionen. Dort, wo das Bilderverbot – „Du sollst dir kein Bildnis machen“ – als zweites Gebot aufgeführt wird, wie in der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Tradition, ergibt sich eine andere Zählung. Neuntes und Zehntes Gebot werden dort als ein Gebot verstanden.

Unterschiede gibt es auch zwischen dem katholischen und dem evangelischen Katechismus.

 Katholischer KatechismusEvengelischer Kathechismus
1. GebotDu sollst an einen Gott glauben.Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2. GebotDu sollst den Namen Gottes nicht verunehren.Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
3. GebotDu sollst den Tag des Herrn heiligen.Du sollst den Feiertag heiligen.
4. GebotDu sollst Vater und Mutter ehren, damit du lange lebest und es dir wohlergehe auf Erden.Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
5. GebotDu sollst nicht töten.Du sollst nicht töten.
6. GebotDu sollst nicht Unkeuschheit treiben.Du sollst nicht ehebrechen.
7. GebotDu sollst nicht stehlen.Du sollst nicht stehlen.
8. GebotDu sollst kein falsches Zeugnis geben.Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
9. GebotDu sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
10. GebotDu sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Egal ob katholisch oder evangelisch, in beiden christlichen Kirchen sind die Gebote mit dem Verb „sollen“ formuliert. Du sollst nicht ….
Sollen beschreibt eine Erwartung die jemand an eine andere Person hat. Im Fall der Zehn Gebote wird also beschrieben, was erwartet wird, wenn ein Mensch Mitglied einer dieser Religionsgemeinschaften sein will. Es wird erwartet, nicht verlangt. Dieser Erwartungshaltung liegt womöglich der Glaube zugrunde, dass jeder Mensch, der sich einer Kirche anschließt, freiwillig den Regeln und Geboten folgt.

Tut er es nicht, so hat er kaum mit irdischen Sanktionen zu rechnen. Lediglich das Treten vor Gott nach dem Tod wird dann die Abrechnung des irdischen Lebens bringen, soweit man daran glaubt.

Die auf den ersten Blick geringen Unterschiede zwischen der katholischen und der evangelischen Variante der Zehn Gebote haben es bei genauerem Hinsehen in sich. Damit wird sich Blicklicht-Leben in einer Artikelserie beschäftigen.

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Quelle: www.ekd.de,
www.wikipedia.de

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