Persönlichkeitsentwicklung

Werde zum Egoisten – jetzt!

Egoismus ist weitgehend verpönt. Warum eigentlich? Weil er gleichgesetzt wird mit Eigensinn, ausgefahrenen Ellenbogen und einer „alles- gehört- mir-Mentalität“. Mit all dem hat Egoismus absolut nichts zu tun.

Egoismus ist – in seiner ursprünglichen Form – die eigene Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen. Eigenliebe, Eigennutz, Ichbezogenheit. Wahre Egoisten sind Menschen, die zu ihrem eigenen Zweck handeln, dies jedoch in einer symbiotischen Lebenshaltung zugleich auch zum Vorteil anderer. Diejenigen Egoisten, die den zweiten Teil vergessen, werden als Raffgier-Egoisten bezeichnet.

Doch um die geht es ja nicht. Und weil Egoismus in unserem Land auf die Gruppe der Raffgierigen, Selbstsüchtigen, Rücksichtlosen und Ellenbogenfetischisten beschränkt wird, wird Egoismus als ethisch verwerflich angesehen und stattdessen eine Aufopferungsmentalität als erstrebenswert proagiert. Und was machen viele Menschen? Sie schauen ständig auf andere und was sie für andere tun können und stellen sich und ihre Wünsche und Bedürfnisse hinten an.

Tu ja nix für dich, tu erst mal alles, was andere von dir erwarten und verlangen, Und nimm dich ja nicht zu wichtig. Du bist nichts. Und fordere und verlange nichts. Das steht dir nun wirklich nicht zu. Leiste erst mal etwas für die anderen.

Das ist katastrophaler, lebensfeindlicher Schwachsinn!

Begreife eines: Es muss dir selber gut gehen, bevor du anderen helfen kannst. Es wundert mich gar nicht, das Burnout und Depression zu Volkskrankheiten werden. Diese völlig idiotische Aufopferungs- und Selbstzurücknahmementalität kann im Ergebnis nur genau dahin führen.

Verbann den Gedanken aus deinem Kopf, dass Egoismus etwas Schlechtes ist. Egoismus ist etwas sehr gutes. Er ist das Beste, was du für dich und deine Gesundheit und dein Wohlbefinden tun kannst. Egoismus in seiner positiven Form ist (über)lebenswichtig.

Achte erst mal auf dich selber, bevor du wieder irgendwo hilfst. Fühlst du dich nicht gut, dann ändere das und kümmere dich um dich. Biete deine Hilfe an, aber schau dabei erst mal auf dich. Aller Anfang ist schwer. Nimm dir den Platz in deinem Leben, den du für dich brauchst. Gib den anderen Menschen den Platz, der in deinem Leben für sie frei ist. Einige werden irritiert sein. Egal, wer das nicht versteht, den brauchst du nicht in deinem Leben.

Praktiziere den echten, positiven Egoismus. Beobachte dich, du wirst dich schon nach wenigen Tagen viel besser fühlen.

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Autor: Mirko Seidel am 7. Feb 2018 20:08, Rubrik: Persönlichkeitsentwicklung, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,

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