Ernährung & Gesundheit

Endometriose – Ganzheitliche Betrachtung Endometriose-Betroffener und alternative und ergänzende Therapieansätze

Vortrag auf der „2. EndoMarch“-Tagung in Leipzig, 28. März 2015

Endometriose ist eine Krankheit, die in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist. Betroffene reden ungern über ihre Erkrankung, aus Scham oder aus Angst, auf Ablehnung und Unverständnis zu stoßen. Die Behandlung liegt zumeist in Händen der Schulmedizin, die mit Medikamenten und/oder Operationen versucht, die Krankheit zu heilen oder zumindest zu lindern. Folgen sind neben den schon starken Symptomen der Krankheit die weiteren Nebenwirkungen der Medikamente und Operationen.

Es lohnt sich, die Krankheit Endometriose aus dem Fokus zu nehmen und stattdessen den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, ihn durch komplementäre Heilverfahren in die Behandlung bei Endometriose mit einzubeziehen, Lebens- und Essgewohnheiten zu verändern und am Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu arbeiten.

Darüber hinaus sollten die Selbstheilungskräfte der betroffenen Frauen angeregt werden, durch psychosomatische Verfahren wie körperorientierte Visualisierungen, die Eigenkompetenz und die Selbstverantwortlichkeit können gestärkt werden und die betroffenen Frauen in den Behandlungsplan einbezogen werden.

Die Phytotherapie mit ihren gut untersuchten Heilmitteln stellt ein optimal geeignetes Instrumentarium sowohl zur kausalen als auch zur symptomatischen Behandlung dar. Auch die Homöopathie, die Traditionelle Chinesische Medizin oder andere Naturheilverfahren scheinen geeignet, regulativ ins Endometriosegeschehen einzugreifen und Beschwerden zu lindern.

Weitere Maßnahmen können sein:

  • Umstellung der Ernährung und Nahrungsergänzung,
  • Bewegung und Förderung der Durchblutung,
  • Hilfe durch Selbsthilfe,

Leben und Alltag

Endometriose ist eine Erkrankung, die viele wichtige Lebensbereiche betreffen kann – vom Selbstwertgefühl als Frau bis hin zu Partnerschaft, Familien- und Lebensplanung. Einen Weg zu finden, um trotz der Beschwerden eine möglichst gute Lebensqualität zu erhalten, verlangt viele Entscheidungen. Dabei helfen gute Informationen über die Art der Therapie wie über Möglichkeiten, das eigene Leben so zu organisieren, dass die Beschwerden den Alltag möglichst wenig belasten.

Wichtig ist eine gute Betreuung und Begleitung, z.B. durch Ärztin oder einen Arzt mit umfassenden Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung von Endometriose. Ärztliche Begleiter sollten sich auch mit den körperlichen wie psychischen Belastungen und sozialen Auswirkungen der Erkrankung auskennen. Die Realität zeigt, dass dies sehr oft nicht der Fall ist.

Es kann hilfreich sein, eine zweite Meinung heranzuziehen, wenn schwierige Entscheidungen anstehen, wie zum Beispiel für oder gegen eine Operation. Hilfe und Informationen sollten sich Betroffene aber auch außerhalb der Schulmedizin zu suchen.

Um mit Endometriose und ihren möglichen Folgen umgehen zu können, ist eine gute Unterstützung durch Familie, Partner oder Freunde wertvoll. Dies setzt voraus, dass auch Angehörige über die Erkrankung informiert sind und Verständnis für die Belastungen aufbringen, die sie mit sich bringt. Für manche Frauen bedeutet auch der Austausch mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe eine wichtige Unterstützung. Andere möchten ihre Probleme lieber für sich lösen.

Es gibt kein Patenrezept. Entscheidend ist, dass jede Frau ihren eigenen Weg findet, mit der chronischen Erkrankung umzugehen und so gut wie möglich damit zu leben.

Endometriose ist eine Erkrankung, die oft mit starken Schmerzen verbunden ist und deren Behandlung lange dauern kann. Welche Therapie die beste ist und ob die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig ist, besprechen Patientinnen zumeist mit dem behandelnden Frauenarzt und folgen in der Regel dessen Vorgaben,
Besser wäre es, sich verschiedene Meinungen einzuholen, die die Krankheit Endometriose aus unterschiedlichen Ansätzen betrachten. Zur Linderung der Schmerzen gibt es einige Möglichkeiten, ohne Medikamente Besserung herbeizuführen. Dazu gehört beispielsweise sportliche Betätigung. In vielen Fällen werden die Schmerzen durch Sport geringer. Bewegung regt den Stoffwechsel an, hilft dem Körper bei Entgiftungsprozessen, fördert Verdauung, schüttet Endorphine aus, welche auch Schmerzen lindern und für das Wohlbefinden gut sind. Bei extremer oder sehr langer sportlicher Betätigung, gehen durch Schwitzen Mineralstoffe verloren. Diese sollten dann vermehrt zugeführt werden. Nach dem Sport ist es wichtig zu duschen und sich mit milden Waschmittel abzuseifen,
Viel Sauerstoff hilft den Zellenaktivitäten, deshalb ist Bewegung im Freien Sport in geschlossenen Räumen vorzuziehen.

Ebenso können Entspannungsübungen und Akupunktur geeignet sein, die Schmerzen zu lindern. Diese Methoden helfen zwar nicht dabei, die Krankheit zu heilen, können aber die Zeit während der Therapie etwas angenehmer gestalten.

Zukunftsweisende Forschungsansätze bei Endometriose bringen die Naturheilkunde mit ihren verschiedenen Möglichkeiten der Beeinflussung des Immunsystems als Therapieansatz ins Spiel.
Daneben scheinen weitere Ansätze interessant: Beispielsweise Psycho-Neuro-Immunologie zur autosuggestiven Beeinflussung des Immunsystems,
Die Umweltmedizin, die sich ebenfalls mit der Erkrankung beschäftigt hat, bringt die Häufigkeit ihres Auftretens mit der zunehmenden Schadstoffbelastung, speziell mit östrogenwirksamen Umweltgiften (in Pestiziden, Weichmachern etc.), in Verbindung.

Entgiftung

Schwermetallen kommt eine große negative Bedeutung bei Endometriose bei. Sie greifen negativ in das Hormongleichgewicht ein, beeinflussen viele Stoffwechselvorgänge negativ.
Die Schwermetallentgiftung ist ein schwieriges Thema, was leider noch nicht befriedigend gelöst ist. Zunächst sollte man testen ob man überhaupt eine Schwermetallbelastung hat. Vorher kann man verschiedene Schwermetalle kinesiologisch testen, ob sie überhaupt für einen problematisch sind.
Klassische Methoden aus der Schulmedizin, ziehen auch wertvolle Stoffe wie Eisen, Kuper, Zink und Selen mit aus dem Körper, dies kann zu großen gesundheitlichen Problemen führen, wenn man diese nicht wieder zuführt.
Löst man zu viele Schwermetalle gleichzeitig, kann das auch die Endometriose zeitweilig negativ beeinflussen.
Ausleitung von Schwermetallen ist sehr teuer zumal es sich empfiehlt jedes Mal einen Test zu machen, um gegebenenfalls wenigstens die notwendigen Mineralien wieder zuzuführen. Die Ausleitung kann so gut und gerne mehrere tausend Euro kosten. Die Krankenkassen zahlen nicht.

Wichtig ist, die Schwermetallausleitung durch einen guten Spezialisten mit viel Erfahrung machen zu lassen. Außerdem ist zu bedenken, dass sich die Endometriose in der Zeit verschlechtern kann. Die sanften alternativen Methoden bergen die Gefahr, dass Giftstoffe zwar gelöst aber nicht ausgeleitet werden, was auch fatal wäre.
Als Mittel zur Schwermetallausleitung wird immer wieder Bärlauch genannt. Die Anwendung von Bärlauch dauert lange und bringt keine vollständige Sicherheit. Wichtig ist vor und während der Schwermetallausleitung die Leber und die Niere zu reinigen und zu unterstützen, hierfür gibt es zahlreiche, meist aber unangenehme Methoden.

Eine basenreiche Ernährung mindert toxische Reaktion von Schwermetallen. Die Schwermetalausleitung ist auch mit Homöopathie möglich.
Einfache Methoden der Entgiftung sind:

  • Ölziehen: Olivenöl morgens im Mund bewegen, hilft auch gegen Zahnstein, allerdings sollten danach auch die Zahnzwischenräume mit Zahnseide gereinigt werden und die Zähne gründlich geputzt.
  • Die Zunge mit einem Zungenspachtel von möglichem Belag befreien.
  • Wechselduschen,
  • Trockenbürsten- oder Noppenbürstenmassage, regt den Lymphfluss an,
  • Bewusstes Atmen immer mal wieder Tagsüber 10 x am offenen Fenster oder draußen. Überhaupt hilft bewusstes tiefes Atmen so oft es geht. Je mehr Sauerstoff der Körper bekommt desto mehr bleibt für die Zellaktivitäten, die die Entgiftung unterstützen.
  • Trinken, Wasser ohne Kohlensäure, besser gereinigtes Wasser,

Vor dem Hintergrund der unbefriedigenden Ergebnisse klassischen schulmedizinischen Vorgehens liegt es nahe, ganzheitliche Behandlungswege zu suchen.

Die naturheilkundliche Therapie

Eine gute Methode, Symptome der Endometriose zumindest zu lindern, sind Naturheilmittel, besonders Phytopharmaka. Ein Phytopharmakon (griechisch phyton für Pflanze und pharmakon für Arzneimittel) ist ein Fertigarzneimittel, dessen wirksame Bestandteile ausschließlich pflanzlicher Herkunft sind. Ein Phytopharmakon besteht aus einem oder mehreren pflanzlichen Wirkstoffen, wobei die pflanzlichen Wirkstoffe zumeist selbst Vielstoffgemische verschiedener Pflanzeninhaltsstoffe sind.
Die Anwendung bei prämenstruellen und menopausalen Beschwerden ist derzeit verbreitet. Für die Frau selbst und die Angehörigen ist es schwer ertragbar, dass häufig weder mit konservativer noch mit operativer Therapie eine langfristige tatsächliche Beschwerdefreiheit der Patientin erreicht werden kann. Nach fünf Jahren muss nachweislich mit Rückfallquote von etwa 50 Prozent gerechnet werden.

Die hormonelle Therapie stößt mit ihren Nebenwirkungen an die Toleranzgrenze der Patientinnen und ist außerdem nur über einen begrenzten Zeitraum anwendbar. Auch das Einsetzen der Menopause garantiert nicht, dass die Erkrankung zum Stillstand kommt, da bei einem Teil der Patientinnen die Endometriose hormonunabhängig wächst.
Die vermeintliche Indikation wiederholter Operationen wegen mehrfacher Krankheitsschübe sollte ebenfalls nachdenklich machen und eine Suche nach ganzheitlichen Lösungen erwägen lassen.

Eine allgemein regulierende phytotherapeutische Behandlung beruht auf:

  • Wachstumshemmung und Beeinflussung des Immunsystems durch Mistel als Teedroge oder als Injektionstherapie,
  • Hormonregulation mit progesteronwirksamen Pflanzen wie Mönchspfeffer, Frauenmantel, Schafgarbe, Steinsamen, Yamswurzel,
  • Unterstützung der Leberfunktion im Sinne einer Entgiftung, aber auch zum Abbau des hohen zirkulierenden Östrogens mittels Mariendistelsamen,
  • Ausleitung über Darm, Haut, Niere und Leber mit Brennnessel, Löwenzahn, Bärlauch, Goldrute, Süsswasseralgen-Präparaten (u. a.),
  • Darmsanierung/Verdauungsregulation mit Bitterstoffdrogen wie Artischockenblätter, Enzian, Tausendgüldenkraut, Wegwarte und/oder mikrobiologischen Präparaten,
  • Schleimhautberuhigung mit Ringelblume, Leinsamen, Eibisch, Taubnessel, Isländisch Moos,

Die symptomatische Behandlung mit Heilpflanzen umfasst:

  • Schmerzbekämpfung mit Gänsefingerkraut, Pestwurz, Weidenrinde, Schöllkraut, Mädesüss, Mutterkraut, Khella, Hamamelis,
  • Blutstillung bei Hypermenorrhö mit Blutwurz, Hirtentäschel, Schafgarbe,
  • Unterstützung der Blutbildung mit Brennnessel, Vogelknöterich, Löwenzahn, Wildgemüsen,
  • seelische Unterstützung mit Johanniskraut, Melisse, Passionsblume, Baldrian,

Wie sind Phytopharmaka anzuwenden?

Vor Selbstversuchen wird gewarnt. Einige Pflanzen sind giftig oder haben Nebenwirkungen bei falscher Anwendung oder zu hoher Dosierung. Die Phytotherapeutische Behandlung setzt entsprechende Ausbildung voraussetzt. Phytotherapeut ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, es gibt aber hierfür Ausbildungen. Informationen gibt die Gesellschaft für Phytotherapie e.V.
Tees oder Tinkturen müssen je nach dem Beschwerdebild und der Persönlichkeit der Patientin individuell zusammengestellt werden.

Ernährung und Nahrungsergänzung

Diätetisch kann eine Endometriosebehandlung unterstützt werden durch die drastische Einschränkung tierischer Eiweiße zu Gunsten einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung und der kurmäßigen Vermeidung aller Genussgifte.
Ernährungshinweise sollten jedoch generell nicht nur Verbote beinhalten, sondern auch Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungen nennen, die explizit gesundheitsfördernd wirken. Hierzu gehören alle Kohlarten, wie auch die meisten Hülsenfrüchte – einschließlich der Sojabohne – welche hormonmodulierende Substanzen enthalten.

Alles Grüngemüse wirkt blutbildend. Kressen, Keime und Meerrettich unterstützen das Immunsystem. Ballaststoffe regulieren die Darmfunktion, was für die gereizte Umgebung wichtig sein kann.
In diesem Zusammenhang erfüllt der Leinsamen eine mehrfache Funktion: Die enthaltenen Schleimstoffe wirken beruhigend auf das Endometriosegewebe ein, Lignane wirken hormonmodulierend, Ballaststoffe in Kombination mit Schleimen fördern den beschwerdefreien Stuhlgang.
Die US-amerikanische Endometriose-Gesellschaft empfiehlt generell die hoch dosierte Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Mineralien. Nahrungsergänzungsmittel sollten nur eingenommen werden, wenn eine akute Unterversorgung vorliegt. Ansonsten sollte der Vitamin- und Nährstoffbedarf über eine gesunde, ausgewogene Ernährung gewährleistet werden.

10 Regeln für Gesunde Ernährung

Abwechslungsreich (Vielfältig und Ausgewogen)
Eine einseitige Ernährung ist nicht hilfreich, Mangelerscheinungen können die Folge sein. Deshalb gilt: Je abwechslungsreicher die Ernährung, desto besser. Nutzen Sie die ganze Palette der natürlichen und naturnahen Lebensmittel – bevorzugt regional und saisonal.

Regelmäßig essen
Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind für den Körper besser zu verdauen als wenige große Mahlzeiten. Magen und Darm werden entlastet und der Insulinspiegel kann sich immer wieder regulieren. Dauerhaftes Essen den ganzen Tag sollte jedoch vermieden werden.

Natürlich essen
Ganz wichtig ist es, Lebensmittel in ihrer natürlichen Form zu verarbeiten, da (industriell) verarbeitete Produkte weniger Nährstoffe enthalten. Zudem kann man so von zugesetzten, nicht erforderlichen Nahrungsergänzungsmitteln Abstand nehmen. Der menschliche Körper ist Natur und sollte auch nur natürlich versorgt werden.

Selber machen
Wenn es möglich ist, sollten die Mahlzeiten selbst zubereitet werden. Es ist auch wichtig, sich dafür auch die notwendige Zeit zu nehmen. Das regt den Appetit an und fördert die bewusste Ernährung. Beim Essen darf es gemütlich sein, auf Ablenkungen wie beispielsweise einen laufenden Fernseher oder die Zeitung am Morgen sollte verzichtet werden.

Maßvoll und überlegt
Essen Sie alles – aber alles in Maßen und überlegt.
Fette sind lebensnotwendig, jedoch sollten wertvolle Fette mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren maßvoll verwendet werden. Kohlehydrate liefern Energie, führen aber auch zu Übergewicht. Fleisch, Wurst und Fisch liefern wichtige Nährstoffe, sie haben aber auch viel tierisches Eiweiß, was zu Krankheiten führen kann. Gemüse ist weitgehend unbedenklich,
Obst kann bei Personen mit Magen-Darm-Problemen zu Beschwerden führen.
Kompletter Verzicht auf den Genuss „ungesunder“ Lebensmittel wie Süßigkeiten ist nicht sinnvoll. Jedoch sollten sie in Maßen konsumiert werden. Alkohol sollte nur sehr selten und in geringen Mengen auf dem Plan stehen.

Schonende Zubereitung
Eine schonende und zudem schmackhafte Zubereitung erreicht man, indem man die Speisen bei möglichst niedrigen Temperaturen zubereitet. Die Zubereitung sollte möglichst kurz sein sowie mit wenig Wasser und mit wenig Fett erfolgen. Dadurch werden die Nährstoffe geschont und die Bildung schädlicher Stoffe verhindert. Der natürliche Geschmack der verwendeten Lebensmittel bleibt erhalten. Anstatt Zucker und Salz sollten liebe frische Kräuter und natürliche Süßstoffe verwendet werden.

In der Ruhe liegt der Genuss
Bewusstes Essen hilft, richtig zu essen. Essen heißt: sich Zeit nehmen. Essen ist nicht nur Genuss, sondern sollte auch Spaß machen. Ausreichend Zeit für die Nahrungsaufnahme fördert das Sättigungsempfinden und man muss tendenziell weniger essen.

Ausreichend kalorienarm trinken
Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist besonders wichtig für den Stoffwechsel und das allgemeine Wohlbefinden. Täglich sollte man 1,5 bis 2 Liter trinken – am besten Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees, Gemüsesäfte oder verdünnte Säfte wie Fruchtsaftschorlen. Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr fördert Schlappheit, Müdigkeit und führt zu sinkender Leistungsfähigkeit sowie Kopfschmerzen.

Schrittweise Ernährungsumstellung
Seine Ernährungsgewohnheiten radikal zu ändern führt in der Regel nicht zu langfristigem und nachhaltigem Erfolg. Ernährungsweisen sollten daher langsam und schrittweise erfolgen, gegebenenfalls unter fachkundiger Begleitung eines Ernährungsberaters.

Bei Endometriose Verzicht auf:

  • Kaffee, schwarzer Tee,
  • Alkohol, Nikotin,
  • Zucker, Künstliche Zusatzstoffe/ Geschmacksverstärker,

Förderung der Beckendurchblutung

Frauen sind statistisch gesehen für Themen wie allgemeine Lebensführung und Sorgfalt mit dem eigenen Körper aufgeschlossener als Männer. Ihnen kann bezüglich Eigenaktivität in Ergänzung zur medikamentösen Therapie mehr zugetraut werden.
Die TCM lehrt im Zusammenhang mit Endometriose einen Energiemangel oder auch einen Energiestau im kleinen Becken. Dem entsprechen psychosomatischen Forschungsergebnisse, die von ablehnender oder mindestens ambivalenter Einstellung zur eigenen Weiblichkeit bei vielen Endometriosepatientinnen berichten. Eine sanfte Methode, die eine Hinwendung zum Frausein bewirken kann, ist die regelmäßige Praxis des Luna Yoga, frauenspezifisch modifizierten Form des klassischen Hatha-Yoga.
Entspannung und eine mäßig verstärkte Beckendurchblutung, gepaart mit Aufmerksamkeit und liebevoller Hinwendung zu den Beckenorganen, lindern Endometriosebeschwerden.

Körperorientierte Visualisierung: Möglichkeit zur Persönlichkeitsstärkung

Untersuchungsergebnisse, nach denen Endometriose-Patientinnen häufig ein negatives Verhältnis zur eigenen Weiblichkeit haben, ein allgemein gesteigertes aggressives Potenzial und eine Neigung zu Depressionen aufweisen, geben Anlass, auch Grundsätze der Psychosomatik in eine ganzheitliche Behandlung mit einfließen zu lassen. Dass Endometriose eine Erkrankung von „Karrierefrauen“ ist, lässt sich allerdings in der Praxis nicht bestätigen und erscheint pauschaliert.
Anstatt Endometriosebetroffene zu kategorisieren und ihnen pauschal bestimmte Konflikte zuzuschreiben, kann man aufgeschlossenen Patientinnen mit körperorientierten Visualisierungen helfen.

Hier geht es darum, den Hintergrund der Erkrankung zu beleuchten, die Körpersprache zu verstehen – in Entspannung hörbar, fühlbar gemacht – und selbstbestimmte Heilungsschritte zu entwickeln. Auf diesem Weg werden individuelle Lebensthemen enthüllt, dazu gehören auch „Körpertrauer“, schmerzhafte Erinnerungen, aber auch nicht gelebte Wünsche und Gelüste zeigen sich in Form von inneren Bildern.
In Entspannung gewinnt die Betroffene Frau Zugang zu einem inneren, tiefen Wissen, mit dem sie gesundheitsförderliche Schritte im Alltag, mit der hohen Motivation und dem hohen Leidensdruck von Endometriosebetroffenen, einleiten wird.
Coaching kann helfen, die Krankheit anzunehmen, das eigene Selbstwertgefühl zu steigern und damit das Selbstbewusstsein und aus den eigenen Stärken und Ressourcen eine Perspektive für ein sinnerfülltes Leben auch mit Endometriose zu finden

Weitere geeignete Methoden sind:

  • Maßnahmen zur Stressreduzierung,
  • Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Progressive Muskelentspannng,
  • Selbstachtungstraining,

Fazit

Endometriose ist im Moment nicht heilbar, Betroffene müssen über viele Jahre mit der Krankheit leben. Sie müssen sich aber nicht mit den Symptomen der Krankheit und den Nebenwirkungen der herkömmlichen Behandlungsmethoden abfinden. Die Zahl der Angebote ist groß und breit aufgestellt.

Es gibt nicht das eine passende Angebot. Jede Frau ist anders, jede Frau erlebt ihre Erkrankung anders und geht anders mit ihr um. Und nicht jedes Angebot ist passend für jede Betroffene. Jede betroffene Frau muss ihren eigenen Weg finden. Informieren Sie sich so breit wie möglich, das kostet nichts. Holen Sie sich Rat und Hilfe, das kostet in der Regel auch nichts. Wählen Sie das aus, was Ihnen am meisten zusagt und fragen Sie als erstes nicht, was es kostet, sondern fragen Sie, was es Ihnen bringt.

Vielen Dank.

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