(Lebens-)Energie

Energieräuber – Menschen, die uns Kraft kosten

Wir treffen im Alltag auf Menschen, die uns inspirieren, die uns gut tun und uns bereichern. Und wir treffen auf Menschen, die uns Kraft und uns unsere Lebens-Energie stehlen. Zeit, für eine klare Ansage.

Ob es die Freunde sind, die andauernd von ihrem tollen neuen Job erzählen und uns dabei nie nach unserer Arbeit fragen. Ob es die Eltern sind, die sich immer wieder ungefragt in unser Beziehungsleben einmischen. Eine Kollegin, die ständig über alles und jeden beklagt, meckert, ohne jedoch an einer Lösung zu arbeiten. Auch der Partner, der uns immer wieder das Gefühl gibt, etwas Falsches zu tun. Sie sind überall, diese Energieräuber.

Nach jeder Begegnung mit solchen Menschen fühlen wir uns unwohl, ausgelaugt und erschöpft oder sind gereizt und niedergeschlagen. Diese Stimmungswechsel sind Anzeichen dafür, dass in unserem Leben Energieräuber ihr Werk verrichten.

Besonders empathische Frauen und Männer, die sich gut in andere hineinversetzen können, werden oft Opfer von Energieräubern. Doch auch wer sich und den anderen schlecht Grenzen setzen kann, es immer allen recht machen möchte oder ein niedriges Selbstwertgefühl hat, ist gefährdet. Oft spüren wir, wenn das Gleichgewicht einer Beziehung zwischen Nehmen und Geben gestört ist, doch tun nur selten etwas dafür, das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Energieräuber sind sehr oft selbst verwundet. Das kann an überkritischen, perfektionistisch veranlagten Eltern liegen und deshalb mäkeln sie an anderen herum. Oder ihnen wurde im Leben alles abgenommen, und sie haben nie gelernt, Verantwortung für sich zu übernehmen. Sie richten sie sich dann in der Opferrolle ein und verlangen ständig nach Hilfe von anderen. Sie zapfen die Energie anderer ab und kompensieren damit ihre eigene Schwäche und Unsicherheit.

Diese Menschen machen das nicht mit Absicht. Doch ob bewusst oder unbewusst: Sie bringen uns damit aus dem seelischen Gleichgewicht. Deshalb ist es wichtig, sie zu erkennen.

Typologie der Energieräuber

Der Narzisst
Reden ist das Liebste des Narzissten. Das tut er bevorzugt über sich selbst. Oft ist er der Mittelpunkt. Narzissten können zunächst sehr anziehend wirken, da sie sehr kontaktfreudig und unterhaltsam sein können. Doch wer einem Narzissten einmal in die Falle gegangen ist, lernt schnell auch dessen unangenehme Seite kennen. Narzissten wünschen sich Aufmerksamkeit und Bewunderung. Meist drehen sich die Gespräche nur um sie, die Gefühle und Interessen anderer nehmen sie nicht wahr oder bagatellisieren sie. Wenn aber unsere eigenen Bedürfnisse nicht beachtet werden, machen sich schnell Frust und Enttäuschung breit. Wir spüren, dass wir zu kurz kommen und stets nur geben müssen.
Narzissten sind gefährlich, weil ihnen Empathie fehlt und sie nur eine begrenzte Fähigkeit haben, bedingungslos zu lieben.

Der Kontrollfreak
Ein typischer Satz des Kontrollfreaks ist: Weißt du, was du jetzt brauchst?“. Er ist ein dominanter Mensch, der meint, am besten über alles Bescheid zu wissen und das auch gern kund tut. Das können Empfehlungen für unser Liebesleben sein ebenso wie Rechthaberei im Alltag, gerne auch ungebetene Tipps, wie man am besten abnimmt. Kontrollsüchtige sind Perfektionisten, deren Maßstäben niemand gerecht werden kann.

Das Opfer
Der Job ist öde, der neue Partner ist schon wieder weg und das Auto ist auch noch kaputt. So jammert sich das typische Opfer durch sein Leben. Die Botschaft lautet: Alle sind gegen mich, du musst mich jetzt retten. Selbst Verantwortung zu übernehmen liegt diesen Energieräubern fern. Am Anfang einer kräftezehrenden Beziehung zu einem Opfer steht oft der Impuls, helfen zu wollen. Doch genau das kann belasten. Sich laufend anhören zu müssen, wie schlecht die Welt ist. Opfer suchen sich meist jemanden aus, der sehr sozial eingestellt ist. Sie brauchen jemanden, der sie immer wieder rettet, ohne dass sie wirklich gerettet werden wollen.

Der Gespaltene
Schwarz oder weiß, hassen oder lieben, gut oder böse und nichts dazwischen gibt es. So ist die gespaltene Persönlichkeit. Vor allem in Freundschaften strengt das an. Schnell wird man als neue beste Freundin vereinnahmt und fühlt sich auf einen Thron gehoben. Doch ebenso rasch stößt sie einen wieder herunter, wenn wir etwas mit einer anderen Freundin unternehmen. Wer es wagt, Gespaltene zu kritisieren, fällt in ihrer Gunst ins Bodenlose. Dann lässt sie einen das mit Wutausbrüchen oder Intrigen spüren. Als Folge halten wir mit unseren wahren Ansichten und Gefühlen hinter dem Berg, weil wir ihre Bestrafung fürchten und fühlen uns in dieser Freundschaft regelrecht gefangen. Denn wer ständig darum bemüht ist, den Frieden zu bewahren, weil er fürchtet, dass der andere ihn sonst hasst und sich rächt, wird sich schnell kraftlos fühlen.

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Quelle: www.vital.de

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Autor: Mirko Seidel am 21. Aug 2015 08:15, Rubrik: (Lebens-)Energie, Texte & Gedanken, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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