Spaß & Satire

Es war einmal … ein Tag im Leben einer Königin (2)

Zur gleichen Zeit in der Palastküche

Das Frühstück für die Majestäten wird gerichtet. Als Reis-Philipp und Pickel-Guido aus dem Palast geworfen wurden, haben sie auch ihre Lakaien aus der Küche mitgenommen. Einem peinlichen Versehen des Oberhofhausmeisters Joachim dem Gauckler ist es geschuldet, dass nun zwei grüne Vagabunden in der königlichen Küche Dienst tun – Pummel-Claudia und Schnodder-Jürgen.
Beide sind aufmüpfig, renitent, widerborstig, kurz – sie sind Veganer. Und gleich haben die beiden auch den königlichen Speiseplan durcheinander gebracht. Mittwochs ist ab sofort Veggi-Day und heute ist Mittwoch.
„Das ist ein Stress hier“ schimpft Schnodder-Jürgen, „man bräuchte mehr Personal.“
„Ja, Du hast recht“ pflichtet ihm Pummel-Claudia bei. „Damals, bei König Gerhard wars doch viel gemütlicher, als wir noch oben am Kamin dem König die Füße leckten und auf dem königlichen Pferd Doris ausreiten durften“.
„Ach ja“ sagte Schnodder-Jürgen, „der König Gerd und die Doris. Und was sind wir jetzt? Nur arme Kochlöffelakrobaten und das alles nur, weil Königin Angela nicht mit uns und dem Palastclown Gregor einen flotten Dreier hinlegen wollte. Stattdessen macht sich dieser Fettsack Sigmar nun hier breit und mimt den König. Naja, der wird seine gerechte Strafe auch noch bekommen und dann haben wir wieder das Zepter in der Hand“. Schnodder-Jürgen lachte und spuckte in den Suppentopf.

Da klopfte es an die Tür. „Herein, wenns kein Atomkraftwerkbesitzer ist“ schrie Pummel-Claudia. Zaghaft öffnete sich die Tür und herein kam eine verhuschte kleine Frau. „Ich bin die Katastrophen-Kristina“ zwitscherte sie.
„Und was willst Du hier“ fragte Pummel-Claudia.
„Ich war bis vor kurzen das soziale Gewissen der Königin und bin in Ungnade gefallen“ hauchte Katastrophen-Kristina.
„Die Königin hat ein soziales Gewissen?“ fragte Schnodder-Jürgen ungläubig.
„Nein“ antwortete Katastrophen-Kristina, „und als sie das gemerkt hat, hat sie mich gefeuert.“
„Und nun willst Du bei uns in der Küche anfangen?“ fragte Pummel-Claudia.
„Ja bitte“ flehte Kristina, „ich kann doch nichts und weiß doch nichts. Wo soll ich nur hin?“
„Na vielleicht zuerst mal in den Keller, Konservendosen putzen“ lachte Schnodder-Jürgen und gab Katastrophen-Kristina einen Fußtritt, dass diese die Kellertreppe lautlos hinunter purzelte.
„Siehste“ wandte er sich Pummel-Claudia zu, „nicht mal beim Tieffallen macht die einen Mucks“. Beide konnten sich vor Lachen kaum auf den Beinen halten.

Fortsetzung folgt …

Wie der Tag der Königin begann:
Der Tag beginnt,

Und so gehts weiter:
Das Frühstück für Königin Angela und König Sigmar ist angerichtet,

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Autor: Mirko Seidel am 22. Sep 2014 18:07, Rubrik: Spaß & Satire, Texte & Gedanken, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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