Ernährung & Gesundheit

Wichtig in der Fastenzeit – den gesunden Menschenverstand gebrauchen

Quelle: www.pixabay.de

Karneval oder Fasching ist vorbei. Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Die Wochen bis Ostern waren für die Menschen in früheren Zeiten nach der Völlerei der Weihnachtszeit und den närrischen Tagen Wochen der Enthaltsamkeit, vor allem von Fleisch. Die Fastenzeit spielt im Leben vieler Menschen heute kaum noch eine Rolle. Doch die Zahl derer, die die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern nutzen wollen, um abzunehmen, steigt. Diesen Menschen sei gesagt: nutzen Sie Ihren gesunden Menschverstand.

Seit Anfang Januar wird die Diätindustrie nicht müde, uns die neuesten Diäten, Pillen und Pülverchen anzupreisen. Selbsternannte Fitnessgurus verkaufen uns ihr neuestes Fitnessprogramm, das uns zu einem gestählten, muskulösen Körper verhelfen soll und das mit nur wenigen Minuten Training am Tag. Schauspieler und Sänger rotieren durch das Fernseh-programm und erzählen von ihren ganz persönlichen Diät- und Fitnesserfahrungen, die sich natürlich auch gleich in einem Buch festgehalten haben.

Die bunte Blätterwelt der Boulevardillustrierten will nicht nachstehen und preist auf ihren Titelblättern die neueste, ultimative Diät an, die garantiert hilft. Komisch, die Diät vom letzten Jahr hat das gleiche versprochen. Eine Mogelpackung?

Was haben all diese Offerten gemeinsam? Sie wollen den Kunden und Zuschauern das Geld aus der Tasche ziehen. Oder wollen sie doch mehr? Wollen sie tatsächlich dazu beitragen, dass Deutschland schlanker und fitter wird? Wohl kaum, den die gesamte Diät- und Fitnessmaschinerie wird sich in einem Jahr wieder in Gang setzen und dann und dann soll die wohlgeschätzte übergewichtige Kundschaft wieder gern und tief ins Portemonnaie greifen.

Vergessen sie den ganzen Quatsch und gebrauchen Sie Ihren gesunden Menschenverstand. Abnehmen oder Zunehmen sind zunächst einfache Mathematik. Wenn ich zu viel wiege und dazu noch zu viel Nahrung zu mir nehme, werde ich immer dicker. Addition – 1+1=2. Wenn ich zu viel wiege und abnehmen möchte, muss ich subtrahieren: 2-1=1.

Das versteht ein Kind in der Grundschule. Will ich also abnehmen, muss entweder meine Kalorienzufuhr senken oder meinen Energieverbrauch erhöhen. Immer noch einfach Mathematik. Ich kann auch eine Verhältnisgleichung daraus machen. Mein Gewicht beträgt X Kilogramm, das sind 100%. Ich möchte es um X% senken und dafür sowohl weniger Kalorien zu mir nehmen und mich auch mehr bewegen. Und nun kommt es darauf an, das passende Verhältnis zwischen Kalorienreduzierung und Bewegungsprogramm zu finden. Das ist dann schon Mittelschulmathematik, aber immer noch lösbar.

Mathematik beiseite. Im Grunde wissen die meisten Menschen, welche Lebensmittel kalorienreich sind, und welche kalorienarm. Sie wissen, was gesund ist und was man mit Bedacht oder besser gar nicht zu sich nehmen sollte. Es kommt darauf an, dieses Wissen in die Tat umzusetzen. Ohne Diätprogramm, Pillen, Pülverchen, Abnehmclubs, Fitnessstudio oder Personal Trainer.

Wann braucht der Mensch Energie? Über den Tag. Also brauche ich morgens Kohlehydrate. Liege ich abends nur noch faul auf der Couch vor dem Fernseher wäre es gut, die Kalorienzufuhr am Abend stark abzusenken. Das sollte jedoch nicht dazu führen, abends gar nicht mehr zu essen. Denn irgendwann kommt er Hunger und mit ihm die Gefahr, nach 22 Uhr doch noch einmal zum Kühlschrank zu gehen oder die Chipstüte zu öffnen.

Bewegung ist gut und hilft bei Abnehmen. Doch welchen Sinn hat es, wenn ich mich durch ein Sportprogramm quäle, das mir keinen Spaß macht? Es hat keinen Sinn. Denn nur das, was ich mit Spaß mache, wird sich dauerhaft in meinem Leben etablieren und zu den gewünschten Erfolgen führen. Alles andere führt zu Frust und Stress.

Also, vergessen Sie bitte alles, was Ihnen die Fernsehgurus, Industrielobbyisten und Gazettenschmierulanten weiß machen wollen.

Der Weg zum Ziel

  • Setzen Sie sich ein Abnehmziel, das realistisch ist.
  • Welche Motivation haben Sie, das Ziel erreichen zu wollen?
  • Überlegen Sie sich eine Strategie, wie Sie dieses Ziel mit ihren Möglichkeiten erreichen können, ohne ihr ganzes Leben über den Haufen werfen zu müssen.
  • Legen Sie Kriterien fest, an denen sich Ihr Ziel überprüfen lässt.
  • Vergessen Sie Ihr Umfeld nicht, dass Sie womöglich als Unterstützung brauchen.
  • Und dann: Legen Sie los!
  • Rückschläge gehören zum Erfolg!
  • Belohnung gehört zum Erfolg!

Ich wünsche eine erfolgreiche Fastenzeit.

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