Glaubenssätze

„Früher war alles besser“

Vor einigen Tagen kam im Fernsehen ein Beitrag darüber, wie die großen Versandhändler im Internet die kleinen Läden kaputt machen. Unterton: „Früher war alles besser.“

Ja, ich kann das verstehen. Ich habe auch nostalgische Gefühle für viele Dinge aus meiner Kindheit. Aber Dinge ändern sich, verschwinden aus dem Leben und dafür tauchen andere Dinge auf. Sie sind nicht unbedingt besser und auch nicht unbedingt schlechter – sie sind nur anders. In der Wirtschaft heißt das „Schöpferische Zerstörung“. Etwas Altes wird kaputt gemacht, damit etwas Neues entstehen kann.

Umstände ändern sich. Die Zeit läuft weiter. Nicht schneller, nicht langsamer, immer im gleichen Rhythmus. Die Zeit, die sich ändernden Lebenssituationen und Bedürfnisse machen manche Dinge überflüssig oder drängen sie in die Bedeutungslosigkeit.

Das passiert im Kleinen und auch im Großen. Das ist der Lauf der Welt. C´est la vie. Natürlich bin ich manchmal traurig, wenn etwas Liebgewonnenes verschwindet. Das ist aber völlig normal.

Schwierig wird es dann, wenn ich nicht gleichzeitig die Liebe für die neuen Dinge entwickele oder die Notwendigkeit des Wandels nicht erkenne. Ich muss nicht alles Neue gleich lieben. Aber akzeptieren, dass sich Dinge verändern. Und jede, auch noch so unangenehme Neuerung, hat oft auch etwas Gutes.

Wichtig ist, offen für die neuen, schönen und guten Dinge zu bleiben. Damit wird die Lücke des Verlustes in der Seele geschlossen, die die kreative Zerstörung gerissen hat.

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Autor: Mirko Seidel am 6. Dez 2017 09:13, Rubrik: Glaubenssätze, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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