Sprache & Kommunikation

Laber Rhabarber

Kennen Sie Menschen, die ständig reden? Permanentes quasseln, ohne Pause, Punkt und Komma, ohne Inhalt. Selbst die Frage nach der Zeit können sie nur in einem mindestens dreißigminütigen Monolog beantworten. Ein Redeschwall voluminös wie die Niagarafälle.

Ich kenne solche Menschen und solche Situationen nur zu gut. Und es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie ein Mensch nur so ununterbrochen reden kann ohne überhaupt nur den kleinsten Moment auf seinen Gegenüber einzugehen, geschweige denn, dessen Reaktionen abzuwarten?

Ich mache das ganz automatisch, so hin und wieder mal schauen, ob der andere noch folgt oder ob er überhaupt noch zuhört.

Nicht so diese Labertypen. Und die Frage, die sich mir immer öfter stellt ist: Wie geht man als Vollgequasselter am besten mit solchen Menschen um?

Ich selber habe viele Jahre einfach geduldig zugehört. Nach einer gewissen Zeit, die sich angefühlt hat, wie eine halbe Ewigkeit, habe ich dem Quassler unterschwellige Signale klar zu machen versucht, dass ich keine Lust auf das Gerede habe. Problem: Das hat kein einziges Mal funktioniert!

Die Labersäcke haben meine Signale nie wahrgenommen. Oder vielleicht waren meine Signale auch zu schwach. Wie auch immer.

Jedenfalls ging mir das ganze Gesülze, das ja meistens auch noch inhaltsleer ist oder aus ewigem Lamentieren besteht, irgendwann auf die Nerven. Es reicht. Ich brauche eine Lösung. Und diese Lösung heißt – klare Ansage. Mitten ins Gesicht. Gleich von Anfang an und nicht erst nach einer halben Stunde Redeschwall.

Ich habe keine Lust auf unendlichen Redeschwall, ohne Inhalt, ohne Aussage, ohne konkrete Frage oder klare Aussage.

Keine nervigen Gespräche mehr.
Kein Runterschlucken von Dingen mehr.
Keine verschwendete Zeit mehr.

Das braucht Courage und etwas Zeit, aber es fühlt sich herrlich an, so eine Welt ohne Labersäcke.

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Autor: Mirko Seidel am 19. Jun 2016 13:05, Rubrik: Sprache & Kommunikation, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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