Ernährung & Gesundheit

Wie gesund leben wir?

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Es geht uns gut. Die Lebenserwartung steigt. Für viele, vor Jahren noch kaum heilbare Krankheiten gibt es inzwischen gute Therapiemöglichkeiten. Das deutsche Gesundheitssystem hat im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Alles gut? Nein. Chronische Krankheiten und Übergewicht nehmen zu. Gesundheitsbehörden warnen vor neuen Infektionskrankheiten. Die Antibiotikaresistenz nimmt zu. Das gute Gesundheitssystem führt punktuell zu einer Überversorgung – zu viele Operationen, zu viele Medikamente.

Eine nationale Gesundheitsstudie untersucht zurzeit, wie Lebensstil, Ernährung, Bewegung, Stress und Gesundheitsvorsorge auf unsere Lebensqualität wirken.

Die Securvita-Krankenkasse ist in der aktuellen Ausgabe ihres Mitgliedermagazins der Frage nachgegangen: „Wie gesund leben wir?“

21,6% der Deutschen bezeichnen ihren Gesundheitszustand als sehr gut, 48,8% als gut, 23% als mittelmäßig, 6,6% als schlecht oder sehr schlecht. Männer antworten auf diese Frage positiver, als Frauen. Die nach eigenem Empfinden gesündesten Deutschen sind die 18 bis 29-jährigen. 36,5% bescheinigen sich einen sehr guten Gesundheitszustand, nur 9,9% fühlen sich gesundheitlich mittelmäßig.

Bei den über 65-jährigen kehrt sich dies um. Nur noch 10,2% fühlen sich sehr gut, 39,1% fühlen sich mittelmäßig und mehr als 10% fühlen sich schlecht oder sehr schlecht.

Im neuesten Gesundheitsreport erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, dass es in der Gesundheit, dem Gesundheitsverhalten und der Gesundheitsversorgung zwischen Ost- und Westdeutschland kaum noch Unterschiede gibt. Auch die Lebenserwartung steigt. Sie liegt derzeit bei 83 Jahren bei Frauen und bei 78 Jahren bei Männern.

So erfreulich die zunehmende Lebenserwartung ist, so alarmierend ist das Thema Übergewicht. Der Anteil von Menschen mit extremem Übergewicht bis hin zur Fettleibigkeit hat in den letzten Jahren um 50% zugenommen. Damit steht Deutschland nicht allein da auf der Welt. Das Phänomen Adipositas ist ein weltweites in den Industrie- und Schwellenländern.

Und mit dem Übergewicht kommen weitere Probleme, wie Bluthochdruck, Diabetes oder Bewegungseinschränkungen.

Adipositas stellt das deutsche Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen. Die Kosten für Folgeerkrankungen steigen. Hinzu kommt eine immer größer werdende Bewegungsarmut. Selbst die empfohlenen 2,5 Stunden Aktivitäten pro Woche werden von vielen deutschen nicht erreicht. Positiv ist, dass die sportlichen Aktivitäten bei älteren Menschen in den letzten Jahren zugenommen haben.

Das Angebot der Krankenkassen zur Früherkennung wird am häufigsten von Schwangeren und für Kleininder angenommen. Zahnärztliche Kontrollen nutzen nur etwa 75% der Deutschen. Der zweijährliche Gesundheitscheck wird nur zu 50% genutzt. Dagegen hat sich die Teilnehmerzahl bei Präventionskursen, wie Rückenschule, Pilates oder Yoga deutlich erhöht. Das neue Präventionsgesetz sieht vor, dass sich die Krankenkassen mehr in der Gesundheitsförderung engagieren.

Eine Fakt wird in Gesundheitsreport ebenfalls aufgedeckt, der aufhorchen lässt: Wer reich ist, lebt länger. Viele chronische Krankheiten sind in Bevölkerungsschichten mit niedrigem Einkommen häufiger anzutreffen, als in Bevölkerungsschichten mit höherem Einkommen. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Diabetes und Depression treffen ärmere Menschen öfter, als reichere Menschen. Das hat Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Arme Frauen leben acht Jahre kürzer, als reiche Frauen. Arme Männer sterben elf Jahre früher, als reiche Männer – im Durchschnitt.

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Quelle: Securvita-Krankenkasse, Mitgliederjournal Securvital, Ausgabe 2/2016

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