(Lebens-)Ziele

Die Lebensziele …

… und wie man sie am allerbesten verfehlt

Das Leben könnte so toll sein: ein attraktives Ziel setzen und voller Elan darauf hinsteuern. Wenn da nicht zwei Dinge wären, die uns von unseren Lebenszielen abhalten: Schuld und Pflicht.

Schuld und Pflicht sind äußerst beliebte Mittel die eingesetzt werden, um Menschen zu manipulieren, sie von ihren Zielen abzubringen und sie auszunutzen. Religionsgemeinschaften, staatliche Organisationen, Familien, Freunde, Kollegen und Chefs setzen Schuld und Pflicht nur allzu gern für ihre Zwecke ein.

Kindern wird die Schuld von ihren Eltern eingeredet. „Wir haben alles für Dich getan, jetzt musst Du uns im Alter auch versorgen.“
„Alle Deine Vorfahren waren Ärzte, jetzt musst Du auch Medizin studieren, dass bist Du der Familie schuldig“.

Noch perfider wird das Schuldprinzip in christlichen Religionsgemeinschaften praktiziert. Der Mensch kommt praktisch schon schuldig auf die Welt, noch bevor er den ersten Atemzug gemacht hat. Jeden Sonntag wird gebetet: „ … und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Schuld als Generalmakel des Menschen. Und noch besser: Jesus ist gestorben für unsere Sünden. Wir also sind schuld an Jesus´ Tod, nicht etwa Pontius Pilatus. Nein, wir. Wir alle, auch 2.000 Jahre nach dem Tod des jüdischen Wanderpredigers.

Du bist nicht schuld – Du hast keine Pflichten

Der französische Philosoph Jean Jaques Rousseau sagte einmal:

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass der Mensch machen kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

Der Mensch muss gar nichts. Außer sterben, das ist unumgänglich. Er muss nicht essen, er muss nicht trinken, er muss nicht atmen. Er muss nicht beten, er muss keinen schlecht bezahlten Job annehmen, er muss keine an Bedingungen geknüpften Sozialleistungen annehmen. Er muss seine Eltern nicht pflegen, er muss nicht studieren, er muss nicht viel Geld haben.

Er muss aber eines: Die Konsequenzen seines Handelns bedenken und mit ihnen leben. Aber das ist kein von außen aufoktroyiertes „Muss“. Es ist ein selbstgewähltes und selbstverantwortliches Handeln.
Schuldig und verpflichtet ist ein Mensch nur, wenn er die Schuld oder Pflicht selbst gewählt hat. Natürlich ist es gut, seine Eltern zu pflegen – wenn es eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte Entscheidung ist. Natürlich kann man Sozialleistungen beantragen, wenn ich die Pflichten und Folgen bedacht und mich bewusst dafür entschieden habe.

Selbstbestimmt, selbstbewusst und eigenverantwortlich zu leben und zu handeln setzt voraus, sich von „Erbschulden“ und „Erbpflichten“ zu befreien.

Schuld und Pflicht sind Worte, die selbstbewusste und selbstbestimmt handelnde Menschen ersetzen durch die Worte Verantwortung und Nächstenliebe.

Lesen Sie auch die Beiträge zu den Themen Selbstbewusstsein und Freiheit.

Stichworte:
, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Einen Kommentar schreiben

©2017 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum