Freiheit

Meine Freiheit – ich mach, was ich will

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
(Jean-Jaques Rousseau)

Ein weiser Spruch, den Jean-Jaques Rousseau im 18. Jahrhundert ausgesprochen hat. Anders gesagt, der Mensch ist dann frei, wenn er die Wahl hat, sein Leben aus freien Stücken zu gestalten ohne Zwänge von außen.

„Ich mach was ich will, das ist meine Freiheit“ sagte einmal jemand zu mir. Und genau so verhielt er sich. Rücksichtlos, immer nur seine Interessen im Blick belog und betrog er die Menschen in seiner Umgebung.

Ist das Freiheit? Im Rousseauschen Sinne – nein. Ich mache, was ich will, ist falscher Egoismus. Was Rousseau wohl sagen wollte ist, dass jeder Mensch für sich selbst verantwortlich ist. Jeder Mensch ist dafür verantwortlich, für sich zu sorgen und sich seine Lebensgrundlage selbst zu erarbeiten. Arbeiten gehen, weil ich es will. Das Geld, das ich zum Leben brauche, selbst verdienen. Für meine Sicherheit selbst sorgen. Mich mit den Menschen zu umgeben, die mir gut tun. Konflikte selbst lösen.

Ich verstehe Rousseau so, dass sein Freiheitbegriff auch beinhaltet, dass ich mich selbst in meiner Freiheit einschränke, wenn ich es will und es für Menschen in meiner Umgebung gut ist. Sich selbst in im Ausleben der individuellen Freiheit einzuschränken und sich trotzdem frei zu fühlen, ist das höchste Gut, das ein Mensch in seinem Freiheitsstreben erreichen kann.

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Autor: Mirko Seidel am 9. Sep 2015 08:05, Rubrik: Freiheit, Texte & Gedanken, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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