Sprache & Kommunikation

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Semantische Fehlgeformtheiten

Verknüpfungen – (Kausalitäten)
Der Kommunikator benutzt Wörter, die eine Verbindung oder Ursache-Wirkung-Beziehung implizieren, und zwar zwischen etwas, was bereits der Fall ist (Beobachtung) und etwas anderem, das der Kommunikator beabsichtigt (Suggestion). Das legt dem Zuhörer nahe, so zu reagieren, als ob das Eine tatsächlich das Andere verursacht. Es gibt drei Arten von Verknüpfungen, die sich im Intensitätsgrad von 1 (schwach) bis 3 (sehr stark) steigern. Dabei wird meistens mit der schwächsten Art begonnen und dann stufenweise gesteigert.

Beispiel:

  • Intensitätsgrad 1: „Wenn Du Dich zurücklehnst, kannst Du entspannen.“
  • Intensitätstgrad 2: „Wenn Du Dich jetzt zurücklehnst, kannst Du gut entspannen.“
  • Intensitätstgrad 3: „Wenn Du Dich jetzt bequem in Deinen Sessel zurücklehnst, kannst Du spüren, wie Du dich in kurzer Zeit tief entspannst.“

Konjunktionen
Verknüpfungen mit „und“

  • „Du hörst den Klang meiner Stimme, und Du beginnst, dich zu entspannen.“
  • „Du atmest ein und aus, und Du bist neugierig, was Du wohl lernen wirst.“

Verknüpfungen mit „während “, „wenn“, „indem“

  • „Während Du so da sitzt und lächelst, kannst Du langsam in Trance fallen.“
  • „Indem Du Dich vor und zurück wiegst, kannst Du Dich mehr und mehr entspannen.“

Ursache/Wirkung
Ursache führt zu Wirkung: Ursache in der Gegenwart – Verknüpfungen mit „bewirken“, „verursachen“, „zwingen“, „erfordern“
„Dein Kopfnicken bewirkt (kann bewirken), dass Du Dich noch mehr entspannst.“
Wirkung beruht auf Ursache: Wirkung in der Gegenwart – Verknüpfungen mit „beweisen“, „zeigen“
„Dass Du hier bist zeigt, dass Du schon dabei bist Dein Problem zu lösen.“

Komplexe Äquivalenz
Verknüpfung mit „bedeutet“
„Dass Du lächelst bedeutet dass Du Humor hast!“

„je … desto …“
Verknüpfung mit „je … desto …“
„Je verkrampfter Du jetzt bist, desto entspannter kannst Du nachher sein.“

Gedanken lesen
Man kann seine Glaubwürdigkeit als Trance-Begleiter festigen, indem man sich so verhält, als ob man über das innere Erleben einer anderen Person Bescheid wüsste. Dies setzt voraus, dass man bei allgemein gehaltenen Formulierungen bleibt, um keinen Widerspruch zu erzeugen und die gute Verbindung nicht zu verlieren.

Beispiele:

  • „Du fragst Dich vielleicht, was ich als Nächstes sagen werde.“
  • „Du möchtest vielleicht mehr über die Trance erfahren.“
  • „Du fragst Dich vielleicht, wie tief Du gleich entspannen wirst.“

Typisch für die Trance-Sprache ist die Verwendung von „Weichmachern“, um die sprachlichen Angebote des Kommunikators vage zu halten. Damit wird gegebenenfalls Widerstand vom Klienten vermieden, da er die Wahl hat zu folgen oder auch nicht.
Wörter hierfür sind „vielleicht“, „möglicherweise“ und „könnte“.

Beispiel:
„Vielleicht ist es gerade jetzt eine gute Gelegenheit etwas Neues zu lernen, um möglicherweise Lösungen zu finden, die überraschend sind und dies könnte der Beginn einer sehr angenehmen Veränderung sein und es ist nicht wichtig, ob diese jetzt oder später stattfindet.“

Übrigens „Nicht-Botschaften“ kann unser Gehirn in der Regel nicht verarbeiten. Beispiel: Denken Sie nicht an einen rosaroten Elefanten!

Lesen Sie weitere Beiträge zum Milton-Modell der Sprache

Quelle: www.nlpportal.org

Stichworte:
, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Einen Kommentar schreiben

©2017 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum