Sprache & Kommunikation

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Vorannahmen (Präsuppositionen)

Vorannahmen sind wirkungsvolle Sprachmuster, mit denen man Dinge behaupten kann, die man nicht in Frage gestellt haben möchte. In der Regel bietet man hier mehrere Alternativen an, wobei jedoch die beabsichtigte Reaktion erhalten bleibt.

Verben der Wahrnehmung
Hierzu gehören Verben wie

  • wissen,
  • erkennen,
  • wahrnehmen,
  • bemerken,
  • merken,
  • gewahr werden.

Beispiele:

  • „Merkst Du, wie Dein Unterbewusstsein schon zu lernen beginnt?“
  • „Hast Du gewusst, wie oft Du schon in Trance gegangen bist?“
  • „Vielleicht hast Du gerade bemerkt, wie sich der kleine Finger der rechten Hand bewegt hat.“

Temporale Nebensätze
Diese Nebensätze beginnen mit Wörtern wie:

  • bevor,
  • nachdem,
  • während,
  • seit,
  • wenn …

Beispiele:

  • „Möchtest Du Dich setzen, bevor Du dich einfach entspannst…“
  • „Kannst Du meine Stimme immer noch hören, während Dein Atmen sich ganz langsam verändert…“
  • „Manches Mal fragen sich Menschen, wie entspannt er sein kann, nachdem er die Augen geschlossen hat…“

Ordnungszahlen
Begriffe, die auf eine Reihenfolge hinweisen, wie

  • noch ein,
  • zuerst,
  • zweitens,
  • drittens,
  • nächstes,
  • danach.

Beispiele:

  • „Vielleicht bist Du gespannt, welcher Teil Deines Körpers sich zuerst entspannt.“
  • „Vielleicht bist Du neugierig darauf, was danach passieren wird.“
  • „Wenn Du auf die Straße gehst, musst Du zuerst Schuhe anziehen.“

Adjektive und Adverbien
Durch Adjektive und Adverbien wird eine noch nicht eingetretene Situation als bereist existent angenommen, durch Wörter, wie:

  • leicht,
  • einfach,
  • schnell,
  • tief.

Beispiele

  • „Wie einfach kannst du beginnen dich zu entspannen?“ Hier wird angenommen, dass der Klient sich entspannen kann. Die einzige Frage besteht, wie einfach er es kann.
  • „Sind sie tief in Trance?“ Hier wird angenommen, dass der Klient in Trance ist. Die einzige Frage besteht, wie tief er ist.

Oder (Scheinalternative)
Mit dem Wort „oder“ ist die Vorannahme verbunden, dass eine von mehreren Alternativen verwirklicht wird.

Beispiele:

  • „Möchtest Du Dir die Zähne vor oder nach dem Baden putzen?“
  • „Ich weiß nicht, ob sich Deine linke oder rechte Hand zuerst mit unbewussten Bewegungen heben wird.“
  • „Gehst Du in eine leichte oder in eine tiefe Trance?“

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Quelle: www.nlpportal.org

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