Sprache & Kommunikation

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Löschungen / Tilgungen

Kommunikation ist nicht eindeutig, sondern von Wahrnehmung und Interpretation bestimmt. Nicht nur, was wir wahrnehmen, sondern auch, wie wir es interpretieren, bestimmt unser Handeln.

Gelungene Kommunikation = das Resultat zu erhalten, das man erhalten wollte.

Zum Konflikt kommt es, wenn zwei unterschiedliche Resultate erwartet werden.

Hilfreich sind:

  • Offene Kommunikation und Feedback (Rückmeldung),
  • Klare und verständliche Darstellung der eigenen Ziele,
  • Zuhören können und verstehen der anderen Seite,
  • Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel und dessen Formulierung,
  • Respekt und Toleranz des anderen,
  • Verantwortung für das eigene Handeln,
  • Unterscheidung zwischen der Inhalts- und der Beziehungsebene (Menschen und deren Verhalten voneinander trennen),

Menschen versuchen, durch die Art ihrer Kommunikation – bewusst oder unbewusst – andere Menschen zu manipulieren.

Das Milton-Modell der Sprache beruht auf dem linguistischen Modelling der Arbeit Milton. H. Ericksons. Das Milton-Modell beschreibt, was Erickson an Sprachmustern zur Verfügung stand und in welchem Kontext er diese Sprachmuster anwendete.
In der Arbeit von Milton H. Erickson ist es insbesondere seine kunstvolle Verwendung von Worten und Sprachmustern, die in das Modell der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) Eingang gefunden haben. Die Sprachmuster Milton Ericksons wurden analysiert und die Struktur seiner Trancesprache lehrbar gemacht. Das ursprünglich beschriebene Milton Modell besteht aus mehreren Teilen.

Gruppe 1: Löschungen / Tilgungen

Bei Löschungen / Tilgungen werden wesentliche inhaltliche Satzteile weggelassen. Der Zuhörer ergänzt diese fehlenden Teile aus seinen Erfahrungen heraus.

Unbestimmte Hauptwörter (Nominalisierungen) sind Hauptwörter, die nicht konkret beschrieben sind. Nominalisierungen können je nach Kontext, Erziehung und Sozialisationshintergrund von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich interpretiert werden. Freiheit bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Nominalisierungen kann man erkennen, wenn man das Hauptwort weder anfassen noch beschreiben kann.

Beispiele:

  • Neugier,
  • Lernen,
  • Wissen,
  • Leben,
  • Glück,
  • Erfahrungen,
  • Fähigkeiten,
  • Lösungen

Beispiel:
„Ich weiß, dass es in Deinem Leben bestimmte Schwierigkeiten gibt, für die Du gerne eine befriedigende Lösung finden würdest und ich bin mir nicht sicher, welche persönlichen Fähigkeiten Dir am meisten helfen würden, diese Schwierigkeiten zu lösen, aber ich weiß, dass Dein Unbewusstes besser als Du in der Lage ist, Deine emotionalen Erfahrungen nach genau diesen Fähigkeiten zu durchsuchen.“

Vage Wörter (unbestimmte Verben, Adjektive und Adverbien)
Kein Verb erfasst alle Einzelheiten der genannten Tätigkeit, aber ein Verb kann mehr oder weniger spezifisch sein. Bei unspezifischen Verben muss der Hörer, um den Satz zu verstehen, die Bedeutung selbst einsetzen.

Beispiele:

  • bewegen,
  • lösen,
  • verändern,
  • denken,
  • spüren,
  • wissen,
  • erleben,
  • verstehen,
  • erinnern,
  • wahrnehmen,
  • tun etc.

Beispiel:
„Und während Du dies tust, wirst Du wissen, wie leicht sich die Dinge lösen und Du verstehst auf wundersame Weise die Dinge aus einer neuen Sichtweise, die Du so vorher noch gar nicht wahrgenommen hast und spürst dabei, wie angenehm sich Bedeutungen verändern können.“

Unbestimmter Inhaltsbezug
Das Nomen, zu dem der Satz eine Aussage macht, ist nicht spezifiziert.

Beispiele:

  • „Man kann sich entspannen.“
  • „Das kann man leicht lernen.“
  • „Du kannst eine bestimmte Empfindung spüren.“

Aussagen wie diese veranlassen den Hörer, den Satz einfach auf sich selbst zu beziehen, um ihn zu verstehen.

Allgemeine Tilgung
Diese Kategorie beinhaltet Sätze, in denen ein substantivischer Ausdruck völlig fehlt.

Beispiel:
„Ich weiß, dass Du neugierig bist.“

Worauf? Das Objekt fehlt völlig. Der Hörer weiß nicht, auf was er neugierig sein soll. Und wieder kann er diese Leerstellen mit dem ausfüllen, was seinem Erleben nach relevant ist.

Vergleichstilgung
Bei Vergleichen muss der Hörer das Vergleichsobjekt selbst einsetzen, um dem Inhalt eine Bedeutung zu geben. Vergleichsworte sind:

  • besser,
  • weniger,
  • mehr,
  • leichter,
  • ruhiger.

Beispiel:
„Kannst Du denn wissen, wie viel mehr Deines neuen Lernens Du heute noch erfahren wirst…?“
„Mit unserem Produkt wird Ihr Leben leichter werden…“
„Unser Produkt ist das Beste auf dem Markt.“

Lesen Sie weitere Beiträge zum Milton-Modell der Sprache

Quelle: www.nlpportal.org

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