Persönlichkeitsentwicklung

Mitleid ist die dümmste Form der Empathie

Wie verhalte ich mich, wenn ein geliebter Mensch eine unheilbare Krankheit hat und unter Schmerzen leidet? Kann man darin etwas positives sehen?

Oder ist die ganze Situation einfach nur schlecht? Oder bringt man einfach nur Mitleid entgegen?

Schwierige Frage. Hier meine Sicht auf die Dinge:

  1. Dinge sind weder gut noch schlecht. Dinge sind einfach nur so, wie sie sind. Gut oder schlecht ist nur unsere Interpretation der Sache. Es steht in unserer Macht, die Interpretation zu wählen.
  2. Es ist ein fataler Irrglaube, man müsste sich selber schlecht fühlen, wenn es einem anderen Menschen schlecht geht. Dieses Denken wird vielen Menschen von Kindesbeinen an eingetrichtert. Ich kann gar nicht sicher wissen, ob sich der andere Mensch schlecht fühlt – das ist wieder mal nur meine Interpretation der Situation. Und wem bringt es etwas, wenn ich mich schlecht fühle? Wem bringt es etwas, wenn ich mit-leide? Niemandem. Mitleid ist die dümmste Form der Empathie. Sie bringt gar niemandem etwas. Was es in solchen Situationen braucht, ist Mitgefühl.

Viele Menschen sind so gestrickt, dass sie alles um sich herum bewerten – gut oder schlecht, richtig oder falsch, gut oder böse. Wer ein besseres Leben haben will, sollte den Versuch unternehmen, aus diesem gesellschaftlich vorgelebten Bewertungskarussell auszusteigen. Beobachten anstatt zu werten (oder zu verurteilen). Beobachten dessen, was ist. Dadurch wird das Leben einfacher.

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Autor: Mirko Seidel am 4. Dez 2016 09:49, Rubrik: Persönlichkeitsentwicklung, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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