Persönlichkeitsentwicklung

Moralische Überlegenheit

Moralische Überlegenheit bedeutet, dass ich mich selbst für einen besseren Menschen halte, weil ich an etwas glaube oder mich an bestimmte Regeln halte.

Manche Christen glauben, sie wären besser, als die Moslems. Manche Veganer glauben, sie wären besser, als die Fleischesser. Manche Esoteriker glauben, sie wären besser als die unterbelichteten Normalbürger da draußen. Mancher Arzt meint, er wäre besser als ein Globuli-Freak.

Wer von sich glaubt, er wäre klüger, besser, richtiger und mehr wert als ein anderer Mensch, nur weil der an etwas anderes glaubt beschwört Hass herauf. Daraus sind in der Geschichte der Menschheit schon viel Leid, Krieg und Energieverschwendung entstanden.

Die wenigsten Menschen sind frei von moralischer Überlegenheit. Jeder fühlt sich mal überlegen, glaubt zu wissen, wo der Hase langläuft. Verbunden ist das Gefühl mit einer gewissen Selbstzufriedenheit. Das sei auch erlaubt, hin und wieder. Wer aber gleich umschaltet und dem anderen Menschen seinen Glauben lässt, ist auf dem richtigen Weg.

Die Gegenmittel zu moralischer Überlegenheit heißen Demut und Bescheidenheit. Sich immer auch die eigene Unvollkommenheit und Fehlbarkeit klarzumachen.
Moralische Überlegenheit aufzugeben bedeutet nicht, trotzdem für seine Ideale zu kämpfen. Der Kampf richtet sich nicht mehr gegen moralisch minderwertige Menschen, sondern für eine Sache oder für eine Idee. Und diese Einstellung ist wesentlich lebensdienlicher und verursacht weniger Streit, Krieg und Leid.

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Autor: Mirko Seidel am 19. Nov 2017 09:57, Rubrik: Persönlichkeitsentwicklung, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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