(Lebens-)Energie

Die fünf Negativ-Charaktere …

… und wie man sie erkennt

Kritik ist gut, wenn sie ehrlich gemeint ist und konstruktiv vorgebracht wird. Kritik hilft, das Ego zu überprüfen und zu korrigieren. Kritik und Kritik sind zwei verschiedene Dinge. Es gibt leider nicht nur die ehrlichen und konstruktiven Kritiker. Es gibt auch die anderen. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, Kritik, die ich gehört habe, zu analysieren und dabei sind mir fünf Typen von Negativ-Charakteren aufgefallen (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Jede Art von Kritiker und darunter wieder jede einzelne Kritiker hat eine andere Motivation. Da wären also:

Die Labertaschen

Motivation: Die Labertasche will einfach nur mal gerne was sagen. Vermutlich haben diese Menschen ansonsten in ihrem Leben nichts zu sagen, weder zuhause noch auf Arbeit. Also will die Labertasche doch wenigstens im Internet ihre Meinung kund tun oder bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit labern, egal was, Hauptsache labern. Das meiste Gelaber ist ziemlich inhaltsleer, lahm und ohne jegliche konstruktive Kritik. Labertaschen werden auch gern mal Quarktaschen genannt.

Was mach ich mit der Labertasche? Das Labertaschen-Gelaber kann man (meistens) ohne weiteres sofort löschen. Es lohnt oft nicht, damit seine Zeit zu verschwenden.

Die Gegenbeispielkanone

Die Gegenbeispielkanoniere sind fast witzig. Egal, was man sagt – sie finden zu jedem Beispiel ein „Aber“ und ein Gegenbeispiel.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ich sage: Jeder Mensch hat das Recht, sich Zeit für sich zu nehmen und zu anderen Menschen auch einmal Nein zu sagen.

Die Gegenbeispiel-Kanone: Ja aber das bedeutet doch, dass ich als Egoist durchs Leben gehe und wenn das nun jeder machen würde …

Was mache ich mit der Gegenbeispielkanone? Das hängt vom Intelligenzgrad des Gegenbeispiels ab – bei geringer Intelligenz – sofort löschen, bei höherer Intelligenz – kurz nachdenken, dem Kanonier die gelbe Karte zeigen und konstruktiv weiter diskutieren.

Der Weltuntergangs-Schwarzseher

Die Weltuntergangs-Schwarzseher übertreiben alles ins Maßlose. Sie machen aus jeder Mücke zwei Elefanten.

Wieder ein Praxisbeispiel: Ich sage: Jeder Mensch hat in allen Phasen seines Lebens immer drei Optionen: Ich ändere mich – ich ändere das System – ich verlasse das System.

Der Weltuntergangs-Schwarzseher: Ja aber wenn ich kündige dann habe ich keinen Job und in meinem Alter finde ich auch nichts mehr und dann sitze ich auf Hartz IV.

Was mache ich mit Weltuntergangs-Schwarzseher? Das Gesagte sofort löschen. Man kann den Versuch unternehmen, den Weltuntergangs-Guru darauf hinzuweisen, dass es neben der Apokalypse noch tausende andere Möglichkeiten gibt, fruchtet das nicht, dann diesen Menschen aus dem Leben verbannen – es bringt nichts.

Der Detail-Picker und Kontext-Verweigerer

Es gibt Menschen, die lesen oder hören nur Details, ohne ihren Kontext zu beachten.

In einem Vortrag sagte ich, dass in den 1930er Jahren durch diverse staatliche Maßnahmen ein starker wirtschaftlicher Aufschwung zu verzeichnen war und tausende Menschen Arbeit gefunden haben, z.B. beim Autobahnbau.

Ein Detailpicker meinte dann, ich würde Adolf Hitler und seine Kriegsvorbereitungen gut finden.

Wenn man dürfte, müsste man sofort zuschlagen (nicht ernst gemeint). Diese Menschen hören nicht zu oder lesen nur das, was in ihr kleinkariertes Weltbild passt. Sie verstehen werde die Aussage noch sehen sie den Kontext.

Was macht man mit den Detail-Pickern und Kontext-Verweigerern? Einmal darf jeder, schließlich hat jeder mal einen schlechten Tag. Beim zweiten Mal ist der Übeltäter zu verbannen.

Der fundamentalistische Fanatiker

Der fundamentalistische Fanatiker hält an seinem Glauben und seinem Glaubenssystem fest wie ein Hund am Knochen.

Macht man den Fanatiker nur ein bisschen darauf aufmerksam, dass es in der Welt vielleicht auch noch andere Denkweisen und Möglichkeiten gibt als seine eigene, fährt er sofort alle Geschütze auf und feuert gegen alles und jeden, der sein Glaubenssystem zu bedrohen scheint.

Was macht mit fundamentalistischen Fanatikern? Es ist ihnen einfach nicht zu helfen. Diese Menschen stecken so tief in ihrem eigenen Glaubens-Sumpf, dass nichts und niemand auf der Welt sie da heraus holen könnte. Löschen und weiterleben.

Ich habe mir angewöhnt, Menschen mit einer negativen Grundeinstellung zum Leben aus meinem Leben zu verbannen. Jeder bekommt aber bei mir eine Chance. Ich weise diese Menschen nicht sofort ab, ich versuche ein Gespräch aufzubauen. Doch wenn ich nach wenigen Sätzen merke, dass es (mir) nichts bringt – c´est la vie – und tschüss.

Ich hab keine Lust, meine Zeit zu verschwenden. Und das gleiche empfehle ich auch jedem anderen, positiv eingestellten Menschen. Kurzen Prozess, nicht lange herumargumentieren, aus dem Leben schmeißen und weiter positiv eingestellt sein.

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