Glaubenssätze

Ich bin nicht perfekt – ich bin o.k.

Nicht perfekt - und doch schön

Du schaust oftmals neidisch auf andere Menschen, weil diese mehr in ihrem Leben erreicht haben, als du? Oder du hast schon lange Zeit einen großen Wunsch und schaffst es einfach nicht, dir diesen zu erfüllen?

Du weißt sehr genau, wie dein perfektes Leben aussieht und bist doch meilenweit von deinem perfekten Leben entfernt? Und dann bekommst du auch noch jeden Tag von anderen Menschen in deinem Umfeld den Spiegel vorgehalten, wie unperfekt du doch bist?

Jeder Vergleich führt immer wieder zum selben Ergebnis – du bist unzufrieden angesichts deiner Un-Perfektion.

Unperfekt sein macht dich menschlich!

Das sagt sich leicht, noch dazu, wo ich selbst zur Perfektion neige. Daran lässt sich arbeiten.

Jeder Vergleichen macht unzufrieden

Irgendetwas gibt es immer, was der eine oder die andere (vermeintlich) besser kann. Was folgt, sind Unzufriedenheit, Neid, Versagensängste und das Selbstbewusstsein geht in den Keller.
Und dann kommt der Druck, es mindestens genauso gut tun zu wollen oder noch viel besser mit dem Ziel, geliebt und anerkannt zu werden.

Der Blick auf die eigene Unperfektheit ist der Blick auf die eigene Unzulänglichkeit. Dabei wird der Blick auf das eigene Vermögen (im nichtmateriellen Sinn) und auf das Erreichte vernebelt.

Der gesellschaftliche Druck

Die Medien verleiten uns tagtäglich zum Vergleich. Uns wird suggeriert, wie wir auszusehen haben, was wir anziehen sollen, was wir essen sollen, was Erfolg heißt usw.
Richtig oder falsch – hopp oder top. Machst du mit, bist du erfolgreich, machst du nicht mit, bist du ein Verlierer.
„Experten“ werden nicht müde mit ihren Empfehlungen was du dafür tun musst oder lassen sollst – natürlich gleich mit Anpreisung des eigenen Buches. Na gut, wenn es der Experte sagt, dann muss es stimmen!

Facebook und Co. sei Dank, kann sich heute jeder so darstellen, wie er wahrgenommen werden möchte. Und schon dreht sich das Vergleichs-Karussell wieder. Doch was steckt hinter diesen Meldungen in sozialen Netzwerken? Starke Menschen veröffentlichen nichts über ihr Privatleben, ihre Beziehung oder den letzten Kneipenbesuch.

Perfektionismus als Kugel am Bein

Das ständige Streben nach der eigenen Perfektion ist Stress. Für Perfektionisten ist nie etwas gut genug. Sie setzen sich ständig selbst unter Druck. Und dieser kann zu Burnout führen.
Die Ursachen für Perfektionismus sind vielfältig – das soziale Umfeld hat meist unbewusst, aber sehr aktiv dazu beigetragen.

Wenn Bezugspersonen ständig eine hohe Leistung von einem Kind verlangen oder dieses Kind nur dann Anerkennung und Zuneigung erfahren hat, wenn es den Leistungsanforderungen gerecht wurde, kann das der Weg in den zwanghaften Perfektionismus sein.

Wie komme ich aus der Perfektionismusfalle?

Du tendierst zum Perfekt-sein-Wollen?
Das belastet dich macht dich unzufrieden?

Dann lies diese drei Tipps für einen entspannten Umgang mit sich selbst und setzte sie um:

Das Vergleichen stoppen

  • Mach dir bewusst, wenn du wieder in den Vergleichs-Modus fällst und dann stoppe dich selbst. Sag laut zu dir selbst: „Stopp“ und mach dazu eine abwehrende Handbewegung.

Kehre deine Gedanken um

  • Fokussiere dich auf das, was du als Person hast und kannst.
  • Zähle mindestens drei Fähigkeiten und /oder Stärken auf, die dich besonders machen.
  • Mach dir bewusst, dass du für diese Dinge vielleicht sogar von anderen beneidet wirst.

Wörter streichen

  • Mach dir bewusst, welche Wörter oder Phrasen du in einer Vergleichssituation immer wieder verwendest, auch im Gespräch mit dir selbst.
    „Ich sollte …“, „Ich müsste …“, „Ich hätte …“, „Ich könnte …“verweisen auf mangelndes Selbstbewusstsein und brandmarken persönliche Versäumnisse.

Liebe dich selbst

  • Immer, wenn mal wieder etwas nicht gelingt fallen Perfektionisten in die Selbstmarterungsschleife. Akzeptiere dich so, wie du bist, mit all deinen Facetten und auch Unzulänglichkeiten.
  • Ersetzte deine, auch in der Kindheit gehörten, Glaubenssätze die dich runterziehen durch etwas Liebevolles, Aufbauendes und/oder Versöhnliches.
    • „Perfektion gibt es nicht, sie liegt immer im Auge des Betrachters.“
    • „Niemand ist perfekt, ich auch nicht – und das ist gut so!“
    • „In der Un-Perfektion liegt Entwicklungspotential“
    • „Ich bin, wie ich bin und es ist gut, dass es mich so gibt, wie ich bin.“
    • „Ich erlaube mir, unperfekt zu sein!“
    • „Ich bin das Beste, was ich aus mir machen konnte“

Ein Vergleich kann auch einen positiven Antrieb bedeuten. Es kommt auf die Persönlichkeit des Einzelnen an, ob ein Vergleich motivierend oder belastend wirkt. Es gibt keine Definition von perfekt. Jeder Mensch hat seine eigene Definition von perfekt – im Bezug auf sich selbst und im Bezug auf seine Umgebung.

So, wie du heute bist, bist du perfekt. Was du heute an dir als unperfekt ansiehst, kann morgen perfekt sein. Du kannst es ändern, wenn du es willst. Du kannst es lassen, wenn es dich nicht beeinträchtigt oder dir nicht so wichtig erscheint. Du kannst einfach so sein, wie du bist. Du bist ein Mensch, keine Maschine.

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Eine Reaktion zu “Ich bin nicht perfekt – ich bin o.k.”

  1. Gisela schreibt

    Ja, ich stehe dazu nicht perfekt zu sein. Ich bin so, wie ich in diesen Moment bin, in Ordnung. Es ist das Jetzt, welches dein mein unser Leben lebendig gestaltet. Das Gehirn brauch Neues, was auf festen Fundamenten steht. Das sind unsere Wurzeln, die Familie , das Umfeld. Kein Mensch kann dafür, in welchen Land er geboren ist. Doch jeder trägt die Verantwortung für das eigene Leben selbst. Ich hatte heute ein Gespräch mit einer Jungen Frau. Sie erzählte von ihren beiden Großeltern und sagte, dir Einen leben in der Vergangenheit und sie kann sehen, wie sie Verfall fortschreitet. Die Anderen, lernen Englisch und Unternehmen etwas. Dabei bleiben sie jung. Ich sehe es an mir. Für mich spielt das Alter zwischen jung und alt keine Rolle. Ich versuche jeden dort abzuholen, wo er gerade ist. Von den schwierigsten Menschen lerne ich am meisten und auch von den schwachen und langsamen Menschen unserer Gesellschaft. Wir reden, diskutieren, oft auf verschiedenen Ebenen. Die Kraft aus dem Herzen und aus der Mitte ist stark. Sie reinigt den Fluss meines Lebens, den ich sehr lange selbst verschmutzt habe. Mit meinen Worten, muss, kann nicht, geht nicht, schaffe ich nicht. Es sind drei Worte, ich liebe dich,,ich danke dir, ich respektiere dich. Und ein Lächeln für mich zuerst. Freude kommt aus meinen inneren. Auch wenn ich oft Menschen mit meiner posetieven Lebhaftigkeit erdrückend. Die kleiine Flamme in jeden braucht geistige Nahrung und will behütet sein. So wie das kleine Feuerkind, was Sebastian heute von der Wildnissschule in der Hand hatte.

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