Persönlichkeitsentwicklung

Wie mit positivem Feedback umgehen?

Skulptur am Magdeburger Dom

Was gibt es schöneres, als positive Reaktionen anderer Menschen zu bekommen. Herrlich, man hat alles richtig gemacht, hat Erfolg, wird bewundert oder gar begehrt. Doch Vorsicht – immer schön auf dem Teppich bleiben.

Ganz anders verhält es sich mit Abweisungen durch andere Personen. Sie gelten immer dem Verhalten und nie der Person an sich. Das gilt ebenso für Zustimmung. Verhalten in einem bestimmten Moment ist die Reflexion der Persönlichkeit. Persönlichkeit definiert sich über Verhalten. Lebt man konsequent nach dieser Theorie, darf man nichts mehr persönlich nehmen – auch Komplimente nicht, wenn sie dem Verhalten gelten und auch nicht, wenn Äußerlichkeiten gemeint sind, denn beides ist veränderbar.

Und so ist es auch korrekt. Nicht, gar nichts mehr persönlich nehmen. Jedes Feedback gilt immer nur dem programmierbaren Verhalten und niemals dem Kern der Persönlichkeit eines Menschen an sich.

Aber es ist doch so schön, gelobt zu werden. Ja, das ist es. Und man darf es auch genießen. Lassen wir uns jedoch davon beeinflussen besteht schnell die Gefahr, dass das Verhalten, das gelobt wurde, zur inhaltsleeren Masche wird, weil es ja einmal ganz gut funktioniert hat.

Deshalb: bei gutem wie auch bei schlechtem Feedback immer neutral bleiben. Weder das eine noch das andere beeinflusst den inneren Zustand. Der innere Zustand wird von jedem Menschen selbst vorgegeben und nicht von äußeren Umständen.

Wer nun glaubt, nur noch das positive Feedback zuzulassen und das negative geschickt ausblenden zu können, der irrt. Wenn sich auf das eine einlässt, öffnet gleichzeitig die Tore für das andere.

Wer seinen inneren Zustand auf positives Feedback von außen aufbaut, erzeugt gleichzeitig Angst vor negativem Feedback, das ihn wieder runterziehen könnte.

Ich kann meinen Zustand nur aus mir selbst heraus erzeugen. Das ist das Rezept für einen starken Kern, der unabhängig ist von äußeren Umständen und dem andere nichts mehr anhaben können.

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Autor: Mirko Seidel am 3. Feb 2017 09:52, Rubrik: Persönlichkeitsentwicklung, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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