Persönlichkeitsentwicklung

Raus aus dem Trichter … rein in die Sanduhr

Studium erfolgreich beendet. Hurra. Und nun auf ins Berufsleben. Karriere machen, Geld verdienen, erfolgreich sein. Das ist der Traum vieler junger Menschen, die ihr Studium abgeschlossen haben.

Manche von ihnen ereilt dann schnell die Realität. Schlecht bezahlte Jobs, dazwischen immer wieder arbeitslos, unbezahlte Praktika, hangeln von einem Werkvertrag zum nächsten.

Die Träume platzen, das Leben wird ein täglicher Kampf ums Überleben. Ernüchterung und Frustration machen sich breit.

Sind das die Zukunftsaussichten junger Akademiker?

Die Umstände auf dem Arbeitsmarkt mögen sein, wie sie wollen. Darum geht es nicht. Es geht darum, was ich aus einer prekären Situation mache.

Das Leben mancher junger Hochschulabsolventen gleicht einem Trichter.

Am Anfang scheint die Fülle der Möglichkeiten unbegrenzt. Im Laufe der Zeit schrumpfen die Möglichkeiten immer mehr zusammen, bis schließlich nur noch die krampfhafte Suche nach einer Arbeit im Fokus steht. Irgendeiner Arbeit – egal welche, egal ob diese Arbeit mit dem zu tun hat, was diese Menschen einmal studiert haben.

Die Engstelle ist erreicht, wie bei einem Trichter. An dieser Stelle angekommen, habe ich die Wahl: Leben im schmalen Trichterrohr oder Erweiterung des Trichterrohrs.

Leben im Trichterrohr bedeutet, keine oder kaum noch Möglichkeiten zu haben. In der Enge des Rohrs rutsche ich mit dem mit, was kommt. Doch was, wenn das Trichterrohr immer enger wird, bis zum Nullpunkt?

Stoppen! Das Rutschen durch das Rohr stoppen. Gedanklich. Und das Leben in eine Sanduhr verwandeln, sprich die Fülle der Möglichkeiten erweitern.

  1. Was will ich eigentlich?
  2. Wo will ich hin?
  3. Was will ich arbeiten?
  4. Wo will ich das?
  5. Wie komme ich dahin?
  6. Welches Umfeld brauche ich dafür?
  7. Was kann ich tun, was noch keiner getan hat?
  8. Welche anderen Wege kann ich beschreiten?

Diese und andere Fragen sind es, die die Enge des Trichterrohrs aufweiten und einen anderen Blick auf die aktuelle Lebenssituation ermöglichen.

Ich kann einen Trichter umdrehen, um den Blick auf mein Leben und das Leben selbst aufzuweiten. Doch dafür muss ich wieder durch das Rohr zurück.

Besser ist die Eieruhr. Die hat nur eine schmale Engstelle und dann wird sie wieder breiter. Durch die Engstelle muss ich durch, doch dann, mit den richtigen Fragen und dem richtigen Blick auf mein Leben erweitern sich die Möglichkeiten.

Machen Sie aus Ihrem Trichterleben eine Sanduhr.

Autor: Mirko Seidel am 7. Dez 2016 09:03, Rubrik: Persönlichkeitsentwicklung, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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