Texte & Gedanken

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Vorannahmen (Präsuppositionen)

Vorannahmen sind wirkungsvolle Sprachmuster, mit denen man Dinge behaupten kann, die man nicht in Frage gestellt haben möchte. In der Regel bietet man hier mehrere Alternativen an, wobei jedoch die beabsichtigte Reaktion erhalten bleibt.

Verben der Wahrnehmung
Verben der Wahrnehmung sind z.B. wissen, erkennen, wahrnehmen, bemerken, merken, gewahr werden.

Beispiele
„Merken Sie, wie Sie die anderen stören?“
„Haben Sie gewusst, dass ich wegen Ihnen gestern Überstunden machen musste?“
„Vielleicht haben auch Sie bemerkt, dass sich in unserer Firma einiges geändert hat?“ weiterlesen »

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Einengung – Verallgemeinerung

Anonymisierung
Bei der Anonymisierung machen Personen anonymisierte Aussagen die Werturteile beinhalten. Dieses Vorgehen erlaubt es, Vorannahmen einzubringen, ohne sich dazu rechtfertigen zu müssen.

Beispiele:
„Es scheint so, als würden manche Angestellte nicht konzentriert arbeiten.“
„Das ist richtig.“
„Es ist nicht wichtig, wer es tut, Hauptsache, es wird getan.“

Universelle Quantifizierungen
Wörter wie alle, jeder, nie, keiner, niemand signalisieren Verallgemeinerungen, die eigentlich unzulässig sind.

Beispiele:
„Jeder macht das so.“
„Alle gehen dahin.“
„Das haben wir noch nie so gemacht.“ weiterlesen »

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Semantische Fehlgeformtheiten

Verknüpfungen – (Kausalitäten)
Kausalitäten sind Verbindungen oder Ursache-Wirkung-Beziehungen zwischen etwas, was bereits der Fall ist (Beobachtung) und etwas anderem, das der Kommunikator beabsichtigt (Suggestion). Das legt dem Zuhörer nahe, so zu reagieren, als ob das Eine tatsächlich das Andere verursacht. Es gibt drei Arten von Verknüpfungen, die sich im Intensitätsgrad von 1 (schwach) bis 3 (sehr stark) steigern. Dabei wird meistens mit der schwächsten Art begonnen und dann stufenweise gesteigert.

Konjunktionen: weiterlesen »

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Löschungen / Tilgungen

Bei Löschungen und Tilgungen werden wesentliche inhaltliche Satzteile durch den Sprecher weggelassen. Der Zuhörer ergänzt diese fehlenden Teile aus seinen Erfahrungen heraus.

Der Satz des Chefs: „Sie müssen besser arbeiten“ enthält eine solche Tilgung, lässt der Chef doch seine Vorstellung weg, was für ihn „besser arbeiten“ bedeutet. Besser arbeiten kann bedeuten:

  • schneller arbeiten,
  • konzentrierter arbeiten,
  • effizienter arbeiten,
  • im Team arbeiten, usw.

Der der Satz: „Auch Du wirst eines Tages glücklich sein“ enthält eine Tilgung. Glück definiert jeder Mensch anders. Jeder Mensch hat seine individuelle Vorstellung von einem glücklichen Leben. Für den einen bedeutet Glück ein volles Bankkonto, für den anderen eine erfüllte Beziehung, für den dritten ist es beides. Besser wäre der Satz: „Auch Du wirst eines Tages so glücklich leben, wie Du es Dir für Dein Leben wünschst.“

Sätze, wie: „Du musst Dich ändern“, „Du musst loslassen“, „Du wirst schon etwas spüren“ usw. enthalten ebenfalls Tilgungen, weil sich ändern, loslassen und spüren vage sind und ebenfalls von jedem Menschen anders interpretiert werden.

Zu den Tilgungen gehören auch Sätze mit unbestimmtem Inhaltsbezug, wie: „In der Sauna kann man sich entspannen“, „Das lernt jeder Mensch ganz schnell“ oder „Man spürt das ganz schnell“. Stellt sich beim Empfänger diese Empfindung nicht ein, kann er sich also z.B. in der Sauna nicht entspannen, kann das zu einem unguten Gefühl führen, weil es ja jeder kann, nur er nicht.

Von Verkäufern und in der Werbung wird gern die Vergleichstilgung benutzt. „Unser Produkt ist das beste auf dem Markt“. Es fehlt der Hinweis, welche anderen Produkte es auf dem Markt gibt, die ich vergleichen kann.

Richtig reagieren

Auf Löschungen und Tilgungen reagiert man am besten durch Nachfragen, um den gelöschten Satzteil in Erfahrung zu bringen.

Lesen Sie weitere Beiträge zum Thema: Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen.

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen

Milton H. Erickson verwendete hypnotische Sprachmuster, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu helfen – also in positiver Absicht. Sein Modell der Sprache kann jedoch auch angewendet werden, um genau das Gegenteil zu erreichen. Und genau das passiert täglich.

Wir alle verwenden hypnotische Sprachmuster, um andere Menschen und auch uns selbst zu manipulieren. Die meisten tun dies unbewusst und verwenden übernommene Sprachmuster. Andere Menschen setzen hypnotische Sprachmuster gezielt ein, um für sich Vorteile zu erreichen. Besonders in Konfliktsituationen versuchen die Streitparteien allzu oft, sich gegenseitig zu manipulieren, um die Schuldfrage zu klären.

In der Kommunikation kommt es darauf an, Manipulationsversuche zu erkennen und richtig zu reagieren. weiterlesen »

Zwei Wochen Böhmermann-Republik Deutschland

Seit zwei Wochen beherrscht gefühlt nur noch ein Thema die Medienwelt und öffentliche Meinung Nach – das Schmähgedicht von Jan Böhmermann. Ich fasse mal zusammen:

Das liest ein mittelmäßig begabter Komiker zu später Stunde in einem Nebenkanal eines öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehsenders ein Gedicht über einen ausländischen Staatspräsidenten vor und beschreibt den Zustand dessen Geschlechtsorgane und seine sexuellen Vorlieben. Im gleichen Atemzug sagt der Satiriker, dass das, was er da gerade vorliest, in Deutschland verboten ist und gibt damit zu, vorsätzlich eine Straftat zu begehen. Vor einhundert Jahren hätte das ausgereicht, einen Krieg vom Zaun zu brechen.

Der Beleidigte macht aus dem Gedicht einen Staatsakt und fordert von der deutschen Regierung die Strafverfolgung des Übeltäters weiterlesen »

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Metaphorische Sprachmuster

Zitate & Stellvertreter
Zitate kann man nutzen, um Aussagen oder Anweisungen zu machen, ohne für den Inhalt verantwortlich zu sein oder um Aussagen durch heranziehen von Autoritäten zu verstärken.

Beispiel:
Jemand wollte einmal von Erickson wissen, was Hypnose eigentlich sei. Er sagte: „Dieses wirst Du nur in einer Trance herausfinden.“
Stellvertreter macht Aussagen im Rahmen, ohne für den Inhalt verantwortlich zu sein.

Beispiel:

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Indirekte Auslöser von Reaktionen

Die folgenden Sprachmuster sind hilfreich, wenn man eine bestimmte Reaktion indirekt, also ohne sie offen zu verlangen, hervorrufen will.

Versteckte Fragen
Hier sind Fragen in eine komplexere Satzstruktur eingebunden.

Beispiel
„Es würde mich interessieren, was Sie sich von der Hypnose versprechen.“
Die eingebaute Frage „Was versprechen Sie sich von der Hypnose?“ ist mit dem Interesse des Sprechers verknüpft. Der Angesprochene wird sich deshalb hier in der Regel nicht weigern diese eingebaute Frage zu beantworten.

Versteckte Befehle
Hier sind Anweisungen in ein längeres Satzgefüge eingebaut. weiterlesen »

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Vorannahmen (Präsuppositionen)

Vorannahmen sind wirkungsvolle Sprachmuster, mit denen man Dinge behaupten kann, die man nicht in Frage gestellt haben möchte. In der Regel bietet man hier mehrere Alternativen an, wobei jedoch die beabsichtigte Reaktion erhalten bleibt.

Verben der Wahrnehmung
Hierzu gehören Verben wie

  • wissen,
  • erkennen,
  • wahrnehmen,
  • bemerken,
  • merken,
  • gewahr werden.

Beispiele:

  • „Merkst Du, wie Dein Unterbewusstsein schon zu lernen beginnt?“
  • „Hast Du gewusst, wie oft Du schon in Trance gegangen bist?“
  • „Vielleicht hast Du gerade bemerkt, wie sich der kleine Finger der rechten Hand bewegt hat.“

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Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Einengung – Verallgemeinerung

Anonymisierung
Bei der Anonymisierung werden die Personen, die Aussagen über Werturteile machen, anonymisiert. Dieses Vorgehen erlaubt es, Vorannahmen einzubringen, ohne sich dazu rechtfertigen zu müssen.

Beispiele:

  • „Es tut gut, sich am Ende eines langen Tages zu entspannen.“
  • „Das ist richtig.“
  • „Es ist nicht wichtig, ob Sie die Augen gleich oder später schließen.“

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