Texte & Gedanken

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Metaphorische Sprachmuster

Zitate & Stellvertreter
Zitate kann man nutzen, um Aussagen oder Anweisungen zu machen, ohne für den Inhalt verantwortlich zu sein oder um Aussagen durch heranziehen von Autoritäten zu verstärken.

Beispiel:
Jemand wollte einmal von Erickson wissen, was Hypnose eigentlich sei. Er sagte: „Dieses wirst Du nur in einer Trance herausfinden.“
Stellvertreter macht Aussagen im Rahmen, ohne für den Inhalt verantwortlich zu sein.

Beispiel:

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Indirekte Auslöser von Reaktionen

Die folgenden Sprachmuster sind hilfreich, wenn man eine bestimmte Reaktion indirekt, also ohne sie offen zu verlangen, hervorrufen will.

Versteckte Fragen
Hier sind Fragen in eine komplexere Satzstruktur eingebunden.

Beispiel
„Es würde mich interessieren, was Sie sich von der Hypnose versprechen.“
Die eingebaute Frage „Was versprechen Sie sich von der Hypnose?“ ist mit dem Interesse des Sprechers verknüpft. Der Angesprochene wird sich deshalb hier in der Regel nicht weigern diese eingebaute Frage zu beantworten.

Versteckte Befehle
Hier sind Anweisungen in ein längeres Satzgefüge eingebaut. weiterlesen »

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Vorannahmen (Präsuppositionen)

Vorannahmen sind wirkungsvolle Sprachmuster, mit denen man Dinge behaupten kann, die man nicht in Frage gestellt haben möchte. In der Regel bietet man hier mehrere Alternativen an, wobei jedoch die beabsichtigte Reaktion erhalten bleibt.

Verben der Wahrnehmung
Hierzu gehören Verben wie

  • wissen,
  • erkennen,
  • wahrnehmen,
  • bemerken,
  • merken,
  • gewahr werden.

Beispiele:

  • „Merkst Du, wie Dein Unterbewusstsein schon zu lernen beginnt?“
  • „Hast Du gewusst, wie oft Du schon in Trance gegangen bist?“
  • „Vielleicht hast Du gerade bemerkt, wie sich der kleine Finger der rechten Hand bewegt hat.“

weiterlesen »

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Einengung – Verallgemeinerung

Anonymisierung
Bei der Anonymisierung werden die Personen, die Aussagen über Werturteile machen, anonymisiert. Dieses Vorgehen erlaubt es, Vorannahmen einzubringen, ohne sich dazu rechtfertigen zu müssen.

Beispiele:

  • „Es tut gut, sich am Ende eines langen Tages zu entspannen.“
  • „Das ist richtig.“
  • „Es ist nicht wichtig, ob Sie die Augen gleich oder später schließen.“

weiterlesen »

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Semantische Fehlgeformtheiten

Verknüpfungen – (Kausalitäten)
Der Kommunikator benutzt Wörter, die eine Verbindung oder Ursache-Wirkung-Beziehung implizieren, und zwar zwischen etwas, was bereits der Fall ist (Beobachtung) und etwas anderem, das der Kommunikator beabsichtigt (Suggestion). Das legt dem Zuhörer nahe, so zu reagieren, als ob das Eine tatsächlich das Andere verursacht. Es gibt drei Arten von Verknüpfungen, die sich im Intensitätsgrad von 1 (schwach) bis 3 (sehr stark) steigern. Dabei wird meistens mit der schwächsten Art begonnen und dann stufenweise gesteigert.

Beispiel:

  • Intensitätsgrad 1: „Wenn Du Dich zurücklehnst, kannst Du entspannen.“
  • Intensitätstgrad 2: „Wenn Du Dich jetzt zurücklehnst, kannst Du gut entspannen.“
  • Intensitätstgrad 3: „Wenn Du Dich jetzt bequem in Deinen Sessel zurücklehnst, kannst Du spüren, wie Du dich in kurzer Zeit tief entspannst.“

weiterlesen »

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Löschungen / Tilgungen

Kommunikation ist nicht eindeutig, sondern von Wahrnehmung und Interpretation bestimmt. Nicht nur, was wir wahrnehmen, sondern auch, wie wir es interpretieren, bestimmt unser Handeln.

Gelungene Kommunikation = das Resultat zu erhalten, das man erhalten wollte.

Zum Konflikt kommt es, wenn zwei unterschiedliche Resultate erwartet werden.

Hilfreich sind:

  • Offene Kommunikation und Feedback (Rückmeldung),
  • Klare und verständliche Darstellung der eigenen Ziele,
  • Zuhören können und verstehen der anderen Seite,
  • Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel und dessen Formulierung,
  • Respekt und Toleranz des anderen,
  • Verantwortung für das eigene Handeln,
  • Unterscheidung zwischen der Inhalts- und der Beziehungsebene (Menschen und deren Verhalten voneinander trennen),

weiterlesen »

Das Milton-Modell der Sprache

Das Milton-Modell der Sprache ist ein Bestandteil des Modells der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) und beruht auf der Arbeit von Milton H. Erickson. Richard Bandler und John Grinder beobachteten Erickson während seiner Arbeit und beschrieben dessen Art, Sprache zu verwenden. Die Teile, die sie in das Modell von NLP übernahmen, nannten sie das Milton-Modell. Das Milton-Modell beschreibt, was Erickson an Sprachmustern zur Verfügung stand und in welchem Kontext er diese Sprachmuster anwendete.

Milton Hyland Erickson wurde am 5. Dezember 1901 in Aurum (Nevada) geboren und starb 1980 in Phoenix (Arizona). Er war ein Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut, der die moderne Hypnose und Hypnotherapie maßgeblich prägte und ihren Einsatz in der Psychotherapie förderte.

Erickson litt an Legasthenie. Sein Spitzname war Dictionary, was in seinem Unverständnis im Umgang mit dem Wörterbuch begründet war. Erickson soll das Wörterbuch immer von Anfang zu lesen begonnen haben, weiterlesen »

Thema des Monats März 2016: SELBSTBEWUSSTSEIN

Dauerthema Selbstbewusstsein. Entweder man hat es, oder man hat es nicht. Wirklich? Selbstbewusstsein ist angeboren und kann verloren gehen, wenn die Umstände im Leben eines aufwachsenden Menschen für die Entwicklung des Selbstbewusstseins nicht förderlich sind.

Wer sein angeborenes Selbstbewusstsein nicht ausreichend entwickeln kann, muss als Erwachsener nicht zwangsläufig ohne Selbstbewusstsein weiter leben. Manche schaffen es, sich selbst aus der der Enge des Fremdbewusstseins zu befreien.

Manche brauchen erst ein traumatisches Erlebnis, wie eine Depression, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass es an der Zeit ist, selbstbewusster zu werden. Manche Menschen schaffen es trotz eines traumatischen Erlebnisses nicht, ihr Selbst bewusst zu entwickeln.

Selbst-bewusst-sein heißt,

  • Bewusst zu leben,
  • sich selbst anzunehmen,
  • eigenverantwortlich zu leben,
  • sich selbstsicher zu behaupten,
  • zielgerichtet zu leben,
  • persönliche Integrität zu entwickeln.

weiterlesen »

Kann man zu viel Selbstbewusstsein haben?

Kann man zu viel Selbstbewusstsein haben? Eigentlich nein. Oder doch? Was ist mit den Menschen, die sich vor lauter Selbstbewusstsein immer in den Mittelpunkt stellen, die sich immer aufblasen, sich wichtig machen?

Die Frage ist, ob ein solches Verhalten wirklich etwas mit Selbstbewusstsein zu tun hat? Oder ist ein solches Verhalten nicht eher Ausdruck großer innerer Angst, nicht wahrgenommen zu werden? Was ist mit dem Narzissten, der nur noch auf sich selber schaut und dem alles andere egal ist? Auch das ist kein echtes Selbstbewusstsein. Denn diese Menschen schaden am Ende sich selber.

Echtes Selbstbewusstsein heißt, weiterlesen »

Schuld sind immer die Anderen

Aus der Statistik:“Immer mehr Erwerbstätige können laut Statistischem Bundesamt kaum mehr von ihrem Einkommen leben. Ende 2013 bezogen rund 3,1 Millionen von ihnen ein Einkommen, das unterhalb der Schwelle liegt, bei der offiziell die Armutsgefährdung beginnt.“

„Ein Skandal“, möchte man laut ausrufen, „Wie kann so etwas sein? Und das in Deutschland!“ Und dann kommt die Frage nach der Schuld. „Die unfähigen Manager sind schuld. Oder die gierigen Banken. Oder die unfähigen Politiker. Oder gleich alle zusammen!“

So kann man denken. Ich denke anders: Jeder bekommt das, was er sich selbst ausgesucht hat. Was viele Menschen aus ihrer Sichtweise heraus oft vergessen, ist die Person, die sich den ganzen Schlamassel eingebrockt hat: sie selber. weiterlesen »

©2017 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum