Politik & Gesellschaft

Das Erste Gebot

„Du sollst an einen Gott glauben“ (kath.),
„Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ (ev.)

Beim Ersten Gebot sind die beiden großen christlichen Kirchen nah beeinander. „Es gibt nur einen Gott“, lautet die klare Botschaft. „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“.

Wie weit lässt sich das Gebot auslegen? Schauen wir ins Fernsehen, so begegnen uns jeden Tag viele Götter. Da ist von Sportgöttern und Musikgöttern die Rede, Schauspieler werden als göttlich bezeichnet. Haben wir uns köstlich amüsiert, finden das viele Menschen „einfach göttlich“. So viele Götter, dabei soll es doch nur einen geben. Und dann ist da noch das Geld, einst als Mammon verschmäht ist es heute zum Fundament des unerschütterlichen Glaubens an immer währendes Wachstum, Konsum und Materialismus geworden. Wie soll Gott im Himmel (oder wo auch immer) da mit seinen weichen Botschaften von Liebe und Mitmenschlichkeit mithalten können? weiterlesen »

Die Zehn Gebote

Die Zehn Gebote sind eine Aufzählung von verbindlichen Anweisungen (Geboten) des Gottes Israels in der Bibel. Die als direkte Rede des Gottes an sein Volk verstandenen Regeln fassen seinen Willen für das Verhalten ihm und den Mitmenschen gegenüber zusammen.

Die Zehn Gebote haben im Judentum wie im Christentum eine zentrale Bedeutung für die theologische Ethik und haben die Kirchengeschichte und die Kulturgeschichte Europas und der christlichen Welt mitgeprägt.

Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen unterschiedliche Traditionen. Dort, wo das Bilderverbot – „Du sollst dir kein Bildnis machen“ – als zweites Gebot aufgeführt wird, wie in der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Tradition, ergibt sich eine andere Zählung. Neuntes und Zehntes Gebot werden dort als ein Gebot verstanden.

Unterschiede gibt es auch zwischen dem katholischen und dem evangelischen Katechismus. weiterlesen »

Gedanken zum Buß- und Bettag

Am 18. November 2015 begehen die Christen in Deutschland den Buß- und Bettag. Der Tag, der auf Notzeiten zurückgeht, wurde im Laufe der Zeit immer wieder aus aktuellem Anlass angesetzt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird ein allgemeiner Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag begangen. Bis 1994 war der Buß- und Bettag gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Zur Finanzierung der Pflegeversicherung wurde er ab 1995 abgeschafft. Nur im Freistaat Sachsen ist er bis heute gesetzlicher Feiertag.

Der Buß- und Bettag soll zur Reue für begangene Sünden aufrufen und eine Umkehr und Gesinnungsänderung zu Gott hin bewirken. Ist das in der heutigen Zeit noch aktuell? weiterlesen »

Das ist ja furchtbar

Heute Nachmittag saß ich in der Straßenbahn. Mir gegenüber ein älteres Ehepaar. Die Frau sagte laut: „Guck mal, die Scheiben, wie die aussehen, Das ist ja furchtbar.“

Ich schaute mich um. Die Folie auf den Scheiben war zerkratzt. Irgendjemand hatte undefinierbare Zeichen und Buchstaben eingeritzt. Unschön. Aber gleich furchtbar?

Furchtbar ist etwas, was Furcht oder Entsetzen hervorruft. Ein Unwetter kann furchtbar sein, Krieg ist furchtbar, Mord ist furchtbar und sicher manch anderes. Aber eine zerkratzte Scheibe in der Straßenbahn? weiterlesen »

Natürlich bringt der Hase die Eier

Der Osterhase bringt die Ostereier, der Weihnachtsmann die Geschenke, die Sonne lacht eben vor sich hin, Mama ist die Beste der Größte und ob die Welt eine Kugel, eine Scheibe oder sonstwas ist, ist egal.

Die Welt von Kindern ist so schön einfach. Bis sie in die Schule kommen. Dort werden sie dann aufgeklärt. Der Hase kann gar keine Eier legen, weil er ein Säugetier ist. Der Weihnachtsmann kann die Geschenke nicht bringen, weil das für geschätzte hunderte Millionen Kinder auf der Welt gar nicht geht. Die Sonne lacht, ja, tut sie, aber da sind ja noch das Ozonloch und die Klimaerwärmung. Und die Erde ist eine Kugel, oder nein, doch nicht, eher ein unförmiges Etwas, was mit großer Geschwindigkeit durch das Weltall rast und sich dabei um sich selbst und um die Sonne dreht. weiterlesen »

Das zeitlose Zeitalter

Zeit und Rhythmus

Der Mensch scheint seit alters her nicht ohne einen Zeitrhythmus leben zu können. Bei unseren Urahnen war das Erkennen des besten Zeitpunktes für Aussaat und Ernte überlebenswichtig.

Die Religion gab der Zeit eine weitere Bedeutung. Sie teilte das Jahr nach ihren hohen Festtagen in Zeiten der Freude, der Trauer, der Umkehr, der Liebe. Das evangelische Kirchenjahr kennt drei Zeiten: den Osterfestkreis, die Trinitatiszeit und den Weihnachtsfestkreis. Jede Zeit hat wiederum ihre Phasen des Innehaltens, der Hoffnung und des Feierns. Das Leben der Menschen war noch bis vor wenigen Jahrzehnten durch den kirchlichen Jahreskalender geprägt.

Doch der christliche Glaube und mit ihm der kirchliche Jahresrhythmus sind vielen Menschen verloren gegangen. Die christlichen Feiertage sind geblieben, doch ihre Bedeutung ist eine andere. weiterlesen »

Die Bedrohung der abendländischen Kultur

Heute war ich in der Stadt unterwegs und an fast jeder Ecke sprangen mir grell rot leuchtende Werbeplakate ins Gesicht. Darauf das Glas mit einer bekannten Nuss-Nougat-Creme und ein markiger Spruch dazu. Ziel der Werbung: Jeder kann nun sein personalisiertes Nuss-Nougat-Creme-Glas bestellen. Der Wahnsinn.

Die Idee ist nicht neu. Vor einiger Zeit hat der weltgrößte Hersteller von Cola eine ähnliche Aktion gestartet. Flaschen und Dosen mit der braunen Brause wurden mit Namen bedruckt. Und kurze Zeit später konnte man im Supermarkt erwachsene Menschen beim Durchwühlen von Getränkekisten beobachten, auf der Suche nach der Flasche mit ihrem Namen drauf. weiterlesen »

„Zwei Caipis ohne, bitte“

Über die Verstümmelung der deutschen Sprache

Die Seuche des deutschen Aküfi grasiert und fordert immer mehr Opfer – Worte der deutschen Sprache. Kaum ein Brief, eine E-Mail, ein Fax ohne Abkürzungen. Vom SMS ganz zu schweigen, dort hat der Aküfi längst die Oberhand gewonnen.

Wird aus der Sprache der Dichter und Denker die Sprache der sinnlosen Buchstabenreihungen?

Vor kurzem saß ich in einer Bar. Eine junge Frau neben mir bestellte „zwei Caipis ohne, bitte“. Ich überlegte. Caipis? Ohne was? Ohne Rum, ohne Eis, ohne Glas?
Der Kellner stellte zwei Gläser Caipirinha ohne Eis auf den Tresen. Aha, dachte ich, ohne Eis also. Aber warum konnte die junge Frau neben mir das nicht auch so bestellen?
weiterlesen »

Softeis in the City

Die Globalisierung macht auch vor der Eisdiele nicht halt

Da ging ich so am Sonntagnachmittag durch die Stadt, als mich ein rot leuchtendes Werbeschild fast ansprang: „Softeis in the City“.
Nun, ich war nicht in einer Weltmetropole unterwegs, um mich herum standen nicht hunderte ausländische Touristen, die gerne mal deutsches Softeis probieren wollten. Nein, eine kleiner Laden, der auch noch geschlossen hatte, an einer lauten Kreuzung, weit und breit kein Mensch. Aber der Hinweis, es gibt „Softeis“ und das „in the City“. weiterlesen »

Konfliktlösung im Alltag

Konflikte gehören zu unserem Alltag. Sie begegnen uns beinahe täglich – auf Arbeit, in der Familie, unter Freunden. Was oft im Kleinen beginnt, entwickelt sich im Lauf der Zeit zu einem immer größer werdenden Problem. Werden Probleme nicht erkannt, nicht angesprochen und gelöst, stauen sie sich zu einem Berg auf. Oft reicht dann ein minimaler Anlass, und der Ausbruch des Problems ist nicht mehr zu stoppen. Wie lassen sich Konflikte im Alltag schnell lösen?

Vor dem Konflikt kommt das Problem. Irgendetwas stimmt nicht, Meinungen und Ansichten gehen auseinander. Jemand fühlt sich verletzt oder zurückgesetzt. Steht am Beginn dieses Prozesses noch die eigentliche „Sache“ im Vordergrund, verliert diese mit zunehmendem Nicht-Ansprechen des Problems ihre Bedeutung. Emotionen, hinter denen tiefer begründete Werte liegen, treten mehr und mehr in den Vordergrund.

Die Konfliktforschung unterscheidet drei Phasen der Eskalation von Konflikten:
weiterlesen »

©2017 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum