Politik & Gesellschaft

Zeit für Müßiggang

Zeit für Ruhe

In der „Internationale“, dem wohl weltweit bekanntesten Arbeiterlied, heißt es: „Die Müßiggänger schiebt beiseite!“ Der Text stammt aus dem Jahr 1871, die Melodie aus dem Jahr 1888, also aus der Zeit der industriellen Revolution. Die Welt wurde schneller, lauter, rückte näher zusammen. Fortschritt hieß der anbetungswürdige Götze. Auf der anderen Seite stand die materielle, körperliche und seelische Ausbeutung von Millionen von Menschen als Preis. Die noch jungen sozialdemokratischen Parteien in Europa sahen sich als Sprachrohr der Arbeiterbewegung und als die Befreier der unterdrückten Schichten. Mit Müßiggänger waren all diejenigen gemeint, die sich der neuen Idee einer sozialen, proletarischen Welt in den Weg stellten. weiterlesen »

Selbst-Hilfe-Haus Leipzig

In Leipzig sind über 300 Selbsthilfegruppen aktiv. Viele stehen vor dem Problem, dass Ihnen eine zentrale Anlaufstelle oder Räumlichkeiten für ihre Treffen fehlen. Aus diesem Grund wurde die Idee des „Selbst- und Hilfe-Hauses Leipzig“ geboren. Ideen brauchen engagierte Mitstreiter.

Gesucht werden deshalb engagierte und interessierte Personen, die gerne in der Initiative „Selbst- und Hilfe-Haus Leipzig” mitwirken möchten, sowie Personen, die sich gerne auch für einen Fachbeirat: Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, Selbsthilfe in der Stadt Leipzig engagieren wollen!

Bitte Kontakt an Frau Döring: E-Mail: endometrioseshgleipzig@gmail.com
Internet
oder an Herrn Seidel, E-Mail: info@lichtblick-leben.de
Internet: http://www.blicklicht-leben.de

Alles hat seine Zeit

Der Prediger Salomo (AT, Pred. 3,14) sagte:

    Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
    geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
    pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;

    töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit;
    abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;

    weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
    klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;

    Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;
    herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;

    suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;
    behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; weiterlesen »

Die Philipp Melanchthons der Moderne

Das Denkmal für Philipp Melanchthon auf dem Marktplatz in WIttenberg

Unlängst habe ich das Melanchthonhaus in der Lutherstadt Wittenberg besucht. 1497 in Bretten in der Nähe von Karlsruhe geboren, wurde Melanchthon bereits im Alter von 21 Jahren Professor an der Universität in Wittenberg. Melanchthon war das, was wir heute einen Workaholic nennen.

Philipp Melanchthon lehrte griechische Grammatik, hielt Vorlesungen über antike Autoren, erklärte biblische Bücher. Er bildete sich und seine Studenten auf vielen Gebieten. Er hielt Vorlesungen an der theologischen Fakultät, bevorzugte jedoch die philosophische Bildung.

Als Philipp Melanchthon 1560 in Wittenberg starb, weiterlesen »

Das System Gesundheitssystem

Die Bundesrepublik Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Im Prinzip muss sich niemand ernsthaft Gedanken machen, wenn er erkrankt. Man geht zum Arzt, bekommt Medikamente oder Therapien, wird, wenn nötig, ins Krankenhaus eingeliefert, ist krankgeschrieben, erhält eine Lohnfortzahlung oder nach sechs Wochen Krankengeld. Gefährliche Krankheiten, die sich seuchenartig ausbreiten, gibt es hierzulande nicht mehr. So weit, so gut.

Das System dient den Menschen. Oder doch nicht? Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und nachzufragen. weiterlesen »

Architektur und Symbol – Arbeitsamt oder Gefängnis

Die Bundesagentur für Arbeit in Leipzig

Seit der Mensch intellektuell und technisch in der Lage ist, Steine übereinander zu schichten und daraus Häuser zu bauen, nutzt er diese Fähigkeit, um Zeichen zu setzen. Schon die frühen Hochkulturen hinterließen uns eindrucksvolle Zeugnisse ihrer Baukunst, angefangen von gigantischen Tempelanlagen, über Paläste bis zu Pyramiden.

Architektur ist Symbol. Sie symbolisiert das, was der Auftraggeber zum Ausdruck bringen möchte und was der Baumeister fähig ist, zu leisten.

Seit Jahrtausenden hinterlassen uns die Menschen die steinernen Zeugnisse ihres Darstellungsbedürfnisses. Bauen hat schon immer etwas mit Geld, Machtanspruch, Geltungsbedürfnis und Wirkung zu tun. weiterlesen »

Der türkische Schuhputzer

Neue Moschee von der Galatabrücke in Istanbul

Istanbul. Galata-Brücke. Ein warmer, sonniger Donnerstagvormittag. Auf dem Weg aus den Gassen der Istanbuler Altstadt über das Goldene Horn. Die vor allem Touristen ihre Dienstleistung anbietenden Schuhputzer trifft man in der Stadt häufig an. So auch am Hafen, wo die Touristenschiffe zur Rundfahrt über den Bosporus ablegen.

Eiligen Schrittes lief der Mann, er mag etwa 50 Jahre gewesen sein, weiterlesen »

Willkommen 2014

Das Jahr 2014 hat gerade begonnen. Die letzten Silvesterböller sind in den Himmel geschossen. So ein Jahreswechsel hat immer wieder etwas Magisches. Das alte Jahr mit all seinen Freuden und Leiden ist vorbei. Das neue Jahr – noch jungfräulich unverbraucht – weckt neue Hoffnungen und Erwartungen. Ein Neustart, nicht nur, was das Aufhängen der Kalender angeht.

Da sind dann die vielen guten Vorsätze: mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, mehr Zeit für die Familie haben, abnehmen ….die Rituale wiederholen sich von Jahr zu Jahr. Vieles ist nach wenigen Tagen von den guten Vorsätzen nicht übrig geblieben. Zu viele Wenns und Abers, zu viele Hindernisse und zu viel, was doch vermeintlich doch nicht geht und man könne ja auch später anfangen, seine guten Vorsätze umzusetzen. Aber auch das neue Jahr ist schneller um, als man denkt.
Ich habe mir für 2014 nichts vorgenommen. Wie schon in den letzten Jahren auch. Wozu auch? Wenn ich etwas ändern will, dann kann ich jeden Tag damit anfangen und brauche keinen vermeintlich magischen Jahreswechsel dafür. Veränderung beginnt im Kopf, nicht im Kalender.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gesundes und friedliches Jahr 2014.

Politisch korrekte Tomatensoße

Vor einigen Wochen habe ich im Supermarkt eine Flasche Zigeunersoße gekauft. Natürlich mehr über den Inhalt als über den Namen nachdenkend. Nun stand die Flasche auf dem Tisch und vom feurig-roten Etikett sprang mir der Name wieder ins Gesicht: Zigeunersoße. Zigeuner? Das ist doch eine Bezeichnung, die schon vor einigen Jahren von politisch korrekten Gutmenschen aus dem grün-roten Linksbereich von der deutschen Wortschatzbühne verdrängt werden sollte. weiterlesen »

Transparenz durch Glas?

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass heute die meisten öffentlichen Gebäude und Banken großzügige Glasfassaden haben? Ein moderner Baustoff, offen, transparent…

Glas ist transparent. Was hinter den Fassaden passiert auch? Politiker weiterlesen »

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