Spaß & Satire

Zwei Wochen Böhmermann-Republik Deutschland

Seit zwei Wochen beherrscht gefühlt nur noch ein Thema die Medienwelt und öffentliche Meinung Nach – das Schmähgedicht von Jan Böhmermann. Ich fasse mal zusammen:

Das liest ein mittelmäßig begabter Komiker zu später Stunde in einem Nebenkanal eines öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehsenders ein Gedicht über einen ausländischen Staatspräsidenten vor und beschreibt den Zustand dessen Geschlechtsorgane und seine sexuellen Vorlieben. Im gleichen Atemzug sagt der Satiriker, dass das, was er da gerade vorliest, in Deutschland verboten ist und gibt damit zu, vorsätzlich eine Straftat zu begehen. Vor einhundert Jahren hätte das ausgereicht, einen Krieg vom Zaun zu brechen.

Der Beleidigte macht aus dem Gedicht einen Staatsakt und fordert von der deutschen Regierung die Strafverfolgung des Übeltäters weiterlesen »

Es war einmal … Ein Tag im Leben einer Königin (6)

Die geschaffte Königin

„Ich bin da“ schreit der böse Zauberer Barack aus dem Fenster seines Kampfjets.
„Das sehe ich“ schreit Königin Angela zurück.
„Ich weiß alles“ brüllt der Zauberer.
„Ich wüsste gern alles“ schreit die Königin zurück und ärgert sich sofort über sich selbst. Barack lacht. „Na, teuerste Königin meines Vasallenreiches, wie war Eure letzte Nacht? Und zugelegt habt Ihr auch wieder“

„Na und“ stammelt Königin Angela, „ich bin die Königin, ich muss schließlich etwas darstellen. Und außerdem hört der Lauscher an der Wand immer seine eigene Schand.“ Sie streckt dem Zauberer Barack die Zunge raus. „Wir gehen erst mal essen“.
„Toll“ antwortet Barack, „ich hab eine Schweinkeule für Euren Gemahl mitgebacht, der hat doch immer Hunger, besonders heute, am Veggie-Day.“ Der Zauberer grinst. „Wo ist Euer Gemahl eigentlich?“ weiterlesen »

Es war einmal … Ein Tag im Leben einer Königin (5)

Besuch kündigt sich an

„Tritratrallala, der Onkel Barack ist bald da“ kräht es durch den Palast. Königin Angela, die auf ihrem Thron eingenickt war, schreckt hoch.
„Wie? Was? Wer?“ plappert sie verschlafen. Die Tür springt auf und herein tippelt der Palastclown Gregor.
„Der böse Zauberer Barack hat die Grenzen des Landes überschritten“ schreit der Clown die Königin an.
„Und woher wissen wir das?“ fragt diese verdutzt. „Na das hat unser öffentlich kontrollierter Geheimdienst soeben gemeldet. Der Adler ist eingeflogen.“
„Welcher Adler?“ Königin Angela kapiert nichts. „Ich dachte, der Barack kommt mit dem Flugzeug.“
Clown Gregor biegt sich vor Lachen. „Ihr seid so göttlich naiv, teuerste Gebieterin. Der Zauberer Barack kommt mit einem ganzen Geschwader Kampfflugzeuge umringt von Drohnen und macht alles platt, was sich bewegt.“
„Was?“ schreit die Königin, „ist der doof?“
„Ja“, brüllt der Palastclown, „und es kommt noch besser.“
„Was denn noch“, der Königin wird Angst und Bange.
„Am Heck des Flugzeuges hängt eine riesige Schweinkeule für den neuen König, weil der doch so einen Hunger hat“ kräht der Clown. weiterlesen »

Es war einmal … ein Tag im Leben einer Königin (4)

Derweil begibt sich die Königin in ihren Thronsaal …

… und nimmt auf dem vergoldeten Sessel im Form eines Seeadlers Platz. Die Minister treten ein und nehmen vor ihrer Gebieterin in Reihe Aufstellung.
„Guten Morgen, Herrschaften“ eröffnet die Königin ihrer Kabinettsorder. „Ich habe heute nicht viel Zeit. Später kommen noch irgendwelche Wirtschaftsquerulanten und der böse Zauberer Barack hat sich angekündigt. Also machen wirs kurz.“ Sie legt eine kurze theatralische Pause ein.
„Hier also meine Order für den heutigen Tag: Macht einfach nichts, eure Königin hat die Lage im Griff.“ Die Königin wartet und schaut lauernd in die Gesichter ihrer Ministerriege. „Noch Fragen?“ herrscht sie die Anwesenden an. „Nein? Gut. Ihr könnt gehen.“ Die Minister entfernen sich schweigend.

Geschafft. Königin Angela lässt sich in ihren Thronsessel fallen. Sie ist zufrieden mit sich. „Läuft doch gut der Laden“ spricht sie mit sich selbst.
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Es war einmal … ein Tag im Leben einer Königin (3)

Das Frühstück für Königin Angela und König Sigmar ist angerichtet

Beide Majestäten erschienen im Salon. „Habe ich einen Mordshunger“ rief König Sigmar und setzte sich an den gedeckten Tisch. Er stutzte. „Was ist denn das? Da kommt doch noch was, oder?“
„Was soll denn noch kommen?“ Königin Angela schmunzelte. „Na was zu essen“ erwiderte der König. „Steht doch alles da“ rief die Königin erfreut aus.
„Was?“ Sigmar war entrüstet. „Das ist alles? Gemüse, Obst, Grünfutter? Ich will Fleisch, Käse, Eier, Wurst, Braten“. Der König war außer sich.
„Heute nicht“ entgegnete ihm seine Frau. „Heute ist Veggi-Day.“
„Heute ist was? Der König tobte. „Veggi-Day“ antwortete Königin Angela trocken. „Mittwochs ist Veggi-Day, da gibt’s nur Grünfutter und heute ist Mittwoch.“
Der König schnappte nach Luft. „Außerdem schadet es Dir nicht, wenn Du ein paar Pfund abnimmst“ sagte die Königin laut lachend. Der König sackte in seinem Stuhl zusammen. weiterlesen »

Es war einmal … ein Tag im Leben einer Königin (2)

Zur gleichen Zeit in der Palastküche

Das Frühstück für die Majestäten wird gerichtet. Als Reis-Philipp und Pickel-Guido aus dem Palast geworfen wurden, haben sie auch ihre Lakaien aus der Küche mitgenommen. Einem peinlichen Versehen des Oberhofhausmeisters Joachim dem Gauckler ist es geschuldet, dass nun zwei grüne Vagabunden in der königlichen Küche Dienst tun – Pummel-Claudia und Schnodder-Jürgen.
Beide sind aufmüpfig, renitent, widerborstig, kurz – sie sind Veganer. Und gleich haben die beiden auch den königlichen Speiseplan durcheinander gebracht. Mittwochs ist ab sofort Veggi-Day und heute ist Mittwoch.
„Das ist ein Stress hier“ schimpft Schnodder-Jürgen, „man bräuchte mehr Personal.“ weiterlesen »

Es war einmal … Ein Tag im Leben einer Königin (1)

Der Tag beginnt

Es war einmal, tief im Märchenwald, hinter sieben mal sieben Bergen und hinter sieben mal sieben Meeren ein Königreich. Dort regierte eine Königin namens Angela. Ihr prächtiger Palast stand in der Mitte des Reiches. Das Volk war zufrieden und die Königin hatte ein ruhiges Leben. Nur aller vier Jahre begehrte das Volk auf und verlangte von seiner Königin, dass sie sich einen neuen Mann an ihre Seite nahm. So war es auch im letzten Jahr.

Das Volk durfte mitbestimmen, wer der neue König sein sollte. Die Wahl fiel auf den armen Proleten Sigmar. Sigmar war nicht schön und auch nicht reich. Er war auch nicht schlank und sportlich, nein er war einfach nur fett. Aber das war dem Volk egal. Die Verhandlungen zum Ehevertrag zogen sich etwas hin, aber dann war alles geregelt und Sigmar zog mit seinem Gefolge – dem Knappen Frank-Walter, der Kammerzofe Andrea und einem Bild seines verstorbenen Großvaters Willy, der bei einem Brand ums Leben gekommen war – in den Palast ein. Die Hochzeit fand mit viel Pomp und Getöse statt.

Am einem Morgen, die Sonne warf ihre ersten warmen Strahlen durch die Panzerscheiben des königlichen Schlafzimmers, wachte Königin Angela auf. Als sie ans Fenster trat, graute dem Morgen. König Sigmar räkelte sich im königlichen Bett. „Na, meine Teuerste, war doch eine schöne Nacht“ sprach der König zu seiner Angetrauten. weiterlesen »

Der Meeresspiegel steigt, die Sintflut naht – die Rettung auch

Das Finale – Im Schlauchboot in Seenot

Die Wochen vergehen. Das Wasser hat Garmisch-Partenkirchen erreicht. Deutschland ist überschwemmt.

Auf der Zugspitze steht Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und schimpft mit Gott. Er droht dem Allmächtigen mit einem Parteiausschlussverfahren aus der CSU.

Die CIA wertet die Bilder der Aufklärungssatelliten der NASA aus und berichtet:
Über Baden-Württemberg habe man nur wenige Leichen treiben sehen. Dafür stünden in der nahen Schweiz tausende Menschen auf den Berggipfeln und schauen sehnsüchtig nach Norden. Ansonsten sei die See ruhig.

Anders in Bayern. Dort brodelt das Meer, weiterlesen »

Der Meeresspiegel steigt, die Sintflut naht – die Rettung auch

Der Tragödie fünfter Teil – Die Nachbarn machen mobil

Beunruhigt schauen die Nachbarstaaten auf das Treiben in Deutschland.

Die polnische Regierung lässt anfragen, wie die deutsche Regierung verhindern will, dass das Wasser auf den polnischen Teil der Insel Usedom schwappt. Lakonisch erklärt der Regierungssprecher, die Polen haben den deutschen Osten haben wollen, nun sollen sie selber sehen, wie sie damit fertig werden. Warschau droht daraufhin damit, im Falle der vollständigen Überschwemmung Pommerns und Ostpreußens, diese Gebiete an Deutschland zurückzugeben.

Die tschechische Regierung möchte im Streit zwischen Deutschland und Polen vermitteln. In Prag glaubt man fest daran, dass die Wassermassen nicht über das Erzgebirge und den Bayerischen Wald schwappen werden und fühlt sich sicher. weiterlesen »

Der Meeresspiegel steigt, die Sintflut naht – die Rettung auch

Der Tragödie vierter Teil – Das mediale Großereignis

Das Wasser steigt und hat Berlin erreicht. Die DLRG hat die Schlauchboote immer noch nicht geliefert, es gäbe Schwierigkeiten mit den Lieferanten in China.

Das Volk wird unruhig. Das Bundeskabinett beschließt, das Fernsehen zur Beruhigung der Massen einzusetzen. An die TV-Anstalten geht die Anweisung, Frohsinn zu verbreiten und den Menschen das kollektive Ersaufen als Mega-Event zu verkaufen.

Die ARD möchte auf ihre Sondersendungen nicht verzichten, stellt aber das Sendekonzept um. Stündlich wird nun nicht mehr berichtet, welche Städte und Landstriche abgesoffen sind, sondern wen es noch nicht erwischt hat.

Das ZDF will sich von der ARD abheben. Guido Knopp darf zunächst seine Dokumentation: „Hitlers unbezahlte Rechnungen“ senden, der nächste Coup: „Hitlers Generäle planen die Sintflut“ wird dem Geschichtsguru aber untersagt.

SAT 1 nimmt alle Titanic-Verfilmungen aus dem Programm. Man dreht schnell einen Katastrophenfilm, weiterlesen »

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