Depressionen

Lethargie nutzen für neue Energie

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, was man machen kann, wenn man keine Energie hat. Jeder Mensch kennt das wohl: man kann sich zu nichts aufraffen und hat auch auf nichts Lust. Man verschanzt sich nach einer Niederlage und weiß nicht, was man jetzt tun soll. Allein der Gedanke, irgendeine Entscheidung treffen zu müssen, lähmt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich sehr genau, wie sich das anfühlt, antriebslos und unmotiviert zu sein. Ich habe in dieser Zeit eines gemacht – ich habe diese Phase der Lethargie und Motivationslosigkeit angenommen und mich ihr hingegeben.

Ich war so schwach, wie ich nur konnte. Ich habe so wenig gemacht, wie es nur ging und manchmal noch weniger. Ja, ich war energielos und unmotiviert und habe das genossen.
Und nach einigen Wochen kam der Punkt, wo ich auf dieses Nichtstun keine Lust mehr hatte. Ich wollte nicht mehr nichts tun. Ich wollte nicht weiterlesen »

Depression bei Kindern und Jugendlichen

Die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Anzeichen depressiver Erkrankungen steigt. Die Ursachen können vielfältig sein. Bereits Kleinkinder zeigen unter bestimmten Bedingungen deutliche Symptome, die allerdings nicht immer erkannt werden.

Erstes Lebensjahr

Der Verlust der Bezugsperson oder ein genereller Mangel an Geborgenheit und Zuwendung kann zu depressiven Symptomen führen.

  • Apathie,
  • Entwicklungsverzögerungen,

Kleinkinder, erstes bis drittes Lebensjahr

Kleinkinder reagieren sehr stark auf den Verlust einer Bezugsperson oder auf das Fehlen von Zuwendung, Geborgenheit und Nähe mit depressiven Symptomen.

  • Entwicklungsverzögerungen (sie lernen spät laufen oder sprechen, werden später sauber und trocken, sie zeigen weniger feinmotorische Geschicklichkeit, unsicheres laufen, schlechte Kletterfähigkeit),
  • Sprachvermögen entwickelt sich langsamer,
  • Schlaf- und Essstörungen,
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Saisonale Depression

Dresden in Nebel

Es ist kalt, nass, grau. Erst nieselt es, dann graupelt es, dann schneit es. Der Himmel kennt nur eine Farbe: grau. Manche Menschen lässt so ein Wetter depressiv werden.

Grauer Himmel, Tage, Wochen, das kann aufs Gemüt schlagen. Bei manchen Menschen führt dies zu einer saisonalen Depression, die in der Fachsprache Seasonal Affective Disorder (SAD) genannt wird.

Die typischen Symptome einer saisonalen Depression sind: weiterlesen »

Altersdepression – Was unterscheidet sie von der Demenz?

AGRA-Park Markkleeberg

Das Alter ist (oder sollte) kein Stadium des Stillstands sein. Täglich erfordert es viele Neuanpassungen, wie andere Lebensphasen auch. Nicht selten werden diese aber als Abschied und Verlust empfunden, nicht als Anpassungs- und Lösungsprozess.

Ältere Menschen stehen vor der Herausforderung, sich aus jahre- und jahrzehntelang festgelegten sozialen Rollen, aus gewohnten Aufgaben, von geliebten Menschen, von Wünschen und Zielen zu lösen. Das Akzeptieren der eigenen Zugehörigkeit zur Gruppe „älterer Menschen“ und der Endlichkeit des eigenen Lebens fällt vielen schwer.

Die Reaktionen ältere Menschen auf die Umstellungen im Leben – Verbitterung, Schwermut, Verstimmungen – werden oft irrtümlich als verständliche oder unweigerliche Folge des Alters betrachtet. Seelische Störungen werden bei älteren Menschen oft als altersbedingt hingenommen, obwohl sie bei jüngeren Menschen als behandlungs-bedürftig gelten.

Nicht selten wird eine Altersdepression mit Anzeichen von Demenz verwechselt weiterlesen »

Depression und Alter

Schlosspark Machern bei Leipzig

Depression gehört neben dementiellen Erkrankungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Das Suizidrisiko steigt mit zunehmendem Alter, insbesondere bei Männern, an. Grundsätzlich unterscheidet sich die Altersdepression nicht von einer Depression bei jüngeren Menschen. Und doch gibt es einige Besonderheiten, die zu einer Altersdepression führen können und dass diese oft nicht oder spät erkannt wird.

Schwere Depressionen sind im Alter nicht unbedingt häufiger anzutreffen. Laut der aktuellen Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland des Robert-Koch-Instituts (DEGS) erkranken 8,1% aller Personen im Alter von 18 – 79 Jahren im Laufe eines Jahres an einer Depression. Betrachtet man nur die über 70 Jährigen, so sind es 6,1%. Leichtere Depressionen oder Depressionen, bei denen nicht alle Symptome vorliegen sind zwei bis drei Mal häufiger bei älteren Menschen zu finden. Diese Störungen gehen mit einer deutlichen Beeinträchtigung der Gesundheit und Lebensqualität einher.

Die Frage, inwieweit körperliche Erkrankungen, die im Alter häufiger auftreten, zu Depressionen führen, ist nicht so einfach zu beantworten. Typische Symptome einer Depression, wie zum Beispiel Schlaf- oder Antriebsstörungen, können auch im Zusammenhang mit einer körperlichen Krankheit auftreten, ohne dass eine eigenständige depressive Erkrankung vorliegt. weiterlesen »

Altersdepression – von 100 auf 0

Geschafft! Die Rente ist erreicht. Endlich! Kein Stress mehr, kein schlecht gelaunter Chef, keine nervigen Kollegen. Ruhe! Endlich Ruhe! Und Zeit … viel Zeit. Zeit für die Kinder, die Enkel, für Reisen, Sport, Hobbys und endlich mal Zeit für sich selbst.

Herrlich, so ein Rentnerdasein. Oder doch nicht? Millionen von Arbeitnehmern sehnen sich nach dem Tag, an dem sie ihr Renteneintrittsalter erreicht haben. Dann wollen sie all das nachholen, Was sie Jahrzehntelang nicht geschafft haben. Und dann ist er da, der so lang ersehnte Tag. Der Tag, an dem es für viele von 100 auf 0 geht – mit fatalen Folgen.

20% der älteren Menschen leiden an einer Altersdepression, in Pflegeheimen steigt dieser Anteil auf 30 bis 40%. Warum fallen viele ältere Menschen bei Erreichen der Rente in ein Loch aus Niedergeschlagenheit, Unlust, Sinnlosigkeit und Trauer?

Abgesehen von organischen Ursachen, die eine Depression auslösen können, ist es vor allem der plötzliche Wandel des gewohnten Lebensrhytmusses, der viele ältere Menschen in eine Depression gleiten lässt.
Es ist unausweichlich – weiterlesen »

Altersdepression – was ist das?

Die Medizin spricht bei depressiven Patienten ab 65 Jahren von einer Altersdepression bzw. einer Depression im Alter. Als Depression wird im Allgemeinen eine psychische, affektive (die Gefühlswelt) betreffende Störung bezeichnet. Die Stimmung eines Menschen wird negativ verändert und ist von Freudlosigkeit, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit dominiert.

Im Gegensatz zu jüngeren Betroffenen sind im Alter die Hauptsymptome einer Depression anfangs oft von körperlichen Beschwerden, die teilweise auch psychosomatisch sind, überlagert. Ältere Betroffene klagen oft über unspezifische Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindelanfälle oder Magen-Darm-Beschwerden. Die eigentlich typische Stimmungsveränderung erfolgt meist schleichend im Hintergrund und wird den Auswirkungen der körperlichen Symptome zugeschrieben.

Das Risiko, eine Depression zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Alter. Während in der gesamten Bevölkerung durchschnittlich 5% an einer Depression erkrankt sind, leiden etwa 20% an einer Altersdepression. Bei Bewohnern von Senioren- oder Pflegeheimen steigt der Anteil auf 30 bis 40%. Bei Menschen, die bereits in jüngeren Jahren betroffen waren, weiterlesen »

Checkliste Depression – Brauche ich Hilfe?

Eine niedergedrückte Stimmung, fehlende Motivation, schlechter Schlaf – das kennt wohl jeder. Wenn diese und ähnliche Symptome nur selten auftreten, droht keine Gefahr. Doch was ist, wenn es öfters zu solchen Anzeichen kommt? Wo endet eine depressive Verstimmung, wo beginnt eine echte Depression?
Eine eindeutige Grenze zwischen einer depressiven Verstimmung und einer Depression kann nicht gezogen werden. Stellen Sie bei sich seelische Tiefphasen mit körperlichen Symptomen jedoch immer häufiger und über immer längere Zeiträume fest, ist es ratsam, sich Hilfe zu holen.

Die nachfolgende und nicht vollständige Liste soll helfen, behandlungsbedürftige psychische Störungen frühzeitig zu erkennen.

Gemüt

  • Ist Ihre Stimmung sehr oft oder ständig gedrückt?
  • Haben Sie das Interesse an Dingen verloren, die Ihnen früher Spaß machten?
  • Finden Sie Ihr Leben sinnlos?
  • Fühlen Sie sich oft unfähig, hilflos oder wertlos?

Trauma

  • Haben Sie ein traumatisches Erlebnis gehabt und leiden nun an Angstzuständen, Unruhe, Alpträumen und/oder blitzartigen belastenden Erinnerungen?

Sucht

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Wie erkenne ich eine Depression?

Krankheitsbild und Formen der Depression

Depressive Erkrankungen verlaufen meist in Phasen, die über mehrere Monate, aber auch über Jahre anhalten können.

Die Symptome sind vielfältig und betreffen das Seele – Geist-Körper-System des Menschen. Man unterscheidet unterschiedliche Formen einer Depression:

Unipolare Depression

Viele Menschen, die an einer Depression erkranken, erleben in ihrem Leben mehr als nur eine depressive Episode. Solche depressiven Episoden dauern unter Umständen Wochen, manchmal aber auch Monate. Die Länge einer solchen Episode kann auch davon abhängen, ob der Betroffene konsequent therapiert wird, oder nicht. Treten nur depressive Episoden auf, so spricht man von einer unipolaren Depression.

Bipolare affektive Störung

Manche Patienten erleiden nicht nur depressive, sondern auch manische Episoden. Manische Episoden sind gekennzeichnet durch einen unbändigen Tatendrang, gehobene Stimmung, fehlendes Schlafbedürfnis, Größenideen, häufig auch durch Kaufrausch. Man spricht dann von einer bipolaren affektiven Störung (früher auch als Manische Depression oder manisch depressive Erkrankung bezeichnet).

Dysthymie

Erleben Betroffene eine leicht ausgeprägte, dafür aber chronisch verlaufende Form der Depression, so nennt man diese Dysthymie. Eine Dysthymie beginnt meist im frühen Erwachsenenalter. weiterlesen »

Depressiv – sprich darüber

Betroffene beraten Betroffene, deren Angehörige und Freunde

blumen-veraenderung-entfaltungEin Angebot der Leipziger Selbsthilfe

Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat können sich von Depressionen Betroffene, Angehörige und Freunde in Leipzig kostenlos beraten lassen.
In der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr stehen Berater und Beraterinnen, die selbst von Depressionen betroffen waren (und sind), Hilfesuchenden zur Verfügung.

Die Beratung findet im Gesundheitsamt Leipzig statt, Friedrich-Ebert-Straße 19 a, Zimmer 5.

Um vorherige Anmeldung wird gebeten: Telefon 0341 – 123 6755, Frau Klass

Auch mich finden Sie an diesen Beratungsterminen. Möchten Sie von mir beraten werden? Dann teilen Sie das bei Ihrem Anruf bitte mit oder wenden Sie sich direkt an mich (Telefon 0341 – 4686 6873, E-Mail: info@blicklicht-leben.de)

Lesen Sie den Leitartikel und weitere Beiträge und Zitate zum Thema DEPRESSIONEN.

©2017 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
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