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„Na du verdienst dein Geld ja leicht“

Diesen Satz hat kürzlich jemand zu mir gesagt. Der Hintergrund: Ich habe der Person erzählt, was ich mache und womit ich mein Geld verdiene. Dieser Mensch schuftet tagein, tagaus auf Baustellen, muss schwer schleppen, ist Lärm und Dreck ausgesetzt.

„Ich muss noch richtig arbeiten für mein Geld“, sagte er zu mir, „so leicht wie Du möchte ich mein Geld auch mal verdienen.“

Ich antwortete: „Und warum machst du es nicht?“. Er schaute mich an. „Wie soll das denn gehen. Ich arbeite auf dem Bau, da ist es nicht so leicht.“ Ich fragte weiter: „Zwingt dich jemand, auf dem Bau zu arbeiten und hart für dein Geld zu schuften?“ Antwort: „Nein.“ „Warum tust du es dann?“ fragte ich. Keine Reaktion.

Geld muss hart verdient werden – diesen Glaubenssatz hämmern unzählige Eltern ihren Kindern ins Gehirn ein. weiterlesen »

Dein Umfeld bestimmt dein Handeln

Letztens sagte jemand zu mir: Du kannst noch so viele Techniken erlernen, und Übungen zur persönlichen Entwicklung machen. Du kannst aber alles vergessen, wenn dein Umfeld nicht stimmt.“

Ja, dachte ich bei mir, recht hat er. Alle Bemühungen zur Veränderung bringen dich nicht weit, wenn dein Umfeld nicht stimmt.

Dein Umfeld ist wie ein Gravitationsfeld. Es zieht dich immer wieder dahin zurück, wo du schon warst, mit allen alten Verhaltensmustern und Glaubenssätzen. Ein Alkoholiker weiterlesen »

Kalt duschen und Selbstbewusstsein

Quelle: www.pixabay.de

Letztens war bei mir für einige Tage das warme Wasser weg. Und da es ja nun unvermeidlich ist, ab und zu mal zu duschen, musste es also sein.

Boah, war das kalt. Kalt duschen macht den Kopf frei und so kam mir folgender Gedanke: Im Leben ist es ebenso. Wenn Du etwas anpacken willst, dann mach es so. Stell dich unter die kalte Lebensdusche. Das kostet Überwindung und man muss erst mal tief durchatmen. Aber dann ist es einfach erfrischend und schön.

Die Erkenntnis des Tages

Vor kurzem habe ich mich mit jemandem unterhalten. Er fragte mich, wie es denn so sei als Selbstständiger, das wäre doch schwierig, weil man doch nicht wüsste, ob immer genug Aufträge da sind … Und dann kamen sintflutartig Argumente, warum es denn besser sei, nicht selbstständig zu sein.

Ich habe mir den Redeschwall angehört und gesagt: „Ich kann jeden Tag entscheiden, was und wie viel ich arbeiten will. Ich kann mir meinen Tag frei einteilen. Wenn die Sonne scheint, kann ich rausgehen und wenn es regnet kann ich arbeiten. Jeder Euro, den ich verdiene, bleibt bei mir.“
Er überlegte eine Weile und sagte: „Hm, klingt eigentlich ganz gut, aber es ist nicht jeder zum Unternehmer geboren.“ weiterlesen »

Sage Nein und steh zu dir

Früher habe ich einen großen Fehler gemacht: Ich hab mich viel zu oft von anderen Menschen beeinflussen lassen, anstatt auf mich zu vertrauen und meine Meinung zu sagen.

Die Anderen waren immer irgendwie besser, hatten die besseren Argumente. Oder sie waren viel stärker von ihrer Sicht auf die Dinge überzeugt und am Ende habe ich immer nur still und leise eingelenkt.

Meistens hatte ich hinterher ein mieses Gefühl. Innerlich wusste ich, dass ich eigentlich ganz anderer Meinung war, nur nach außen konnte ich es nicht vertreten.

Und mir gingen Sätze durch den Kopf, wie: weiterlesen »

Die Karawane zieht weiter …

… die Schlauen bleiben stehen

Schon wieder ein neues Buch auf dem Markt. Dort ein neuer Vortrag und ein neuer Workshop. Und letzte Woche standen in der Zeitung wieder ganz neue Erkenntnisse.

Es gibt Menschen, die nehmen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellt. Jeder Workshop, jeder Vortrag besucht, jedes Buch gelesen, jedem Guru Glauben geschenkt. Die müssen es ja wissen, sind ja die Experten. Und irgendwann wird schon das Richtige für mich dabei sein.

Irgendwann? Das Angebot an Lebens-Veränderungs- und Lebens-Verbesserungs-Hilfen ist schier endlos. Klar, damit lässt sich auch viel Geld verdienen. Und so manch ein lebensgeplagter Mitbürger saugt alles in sich auf – und wundert sich, warum sich in seinem Leben nichts verändert. weiterlesen »

„Offener Dialog – Der andere Blick. Alternativen in und zur Psychiatrie“

Donnerstag, 22.06.2017, Durchblick e.V., Mainzer Str. 7 in Leipzig, Beginn 18:00 Uhr
Der „Offene Dialog“ ist ein neues Konzept zum Umgang mit akuten psychosozialen Krisen. Angestrebt wird dabei ein dialogischer Austausch zwischen allen, die die Krise miterleben. Der Durchblick e.V. Leipzig zeigt einen Film zum Offenen Dialog und hat den Verein Offener Dialog e.V. eingeladen, der in Leipzig schon praktische Erfahrungen mit dieser Methode sammelt.

Was tun, wenn der „Saft“ weg ist?

Quelle: www.pixabay.de

Saft meint hier: die Lebensenergie. Es gibt so Tage, da hänge ich voll durch. Warum, weiß ich nicht. Es ist nichts weiter passiert. Aber es fehlt an allem, vor allem an Energie.

Mitten am Tag bin ich müde geworden, kein Antrieb mehr. Und wie nun weiter?

Solche Tage gibt es eben. Das Beste, was man dann tun kann ist – mit dem Fluss des Lebens mitzugehen und den Durchhänger zuzulassen.

Umso mehr ich mich dich gegen das Tief gesträubt hätte, desto langanhaltender und nerviger wäre es geworden. Deshalb: nicht gegen den Durchhänger kämpfen, besser mit ihm mitgehen. So kommt man viel schneller wieder heraus. Es wird schon einen Grund für den Stromausfall geben – ich muss ihn nicht wissen. Ich kann ihn annehmen und als notwendig sehen.

C´est la vie – morgen wird’s besser.

Wer andere schuldig macht …

… ist eine arme Sau

Da bekomm ich doch eine E-Mail in der sich eine Dame aufregt, wie ich denn schreiben könne, jeder Mensch sei für sich selbst verantwortlich und jeder müsse sich selbst um sein Leben kümmern. Das wäre ja totaler Blödsinn, egoistisch. Ich solle doch mal drüber nachdenken welche Verantwortung ich mit meinen Texten hätte.

Ich habe diese Mail nicht beantwortet – ist mir zu blöd. Wer meine Seite nicht lesen will – bitte, ich zwinge ja keinen.

Die Antwort folgt hier – öffentlich:

  1. Ich trage keine Verantwortung. Für niemanden, außer für mich selber (und für meinen Hund).
  2. Ich bin nicht verantwortlich dafür, was andere Menschen meine Texte interpretieren und was sie mit ihnen anfangen.

Wer begreift, dass nur er oder sie für sich und sein Leben verantwortlich ist, der weiterlesen »

Akzeptieren, annehmen oder zulassen?

Die deutsche Sprache hat so ihre Tücken, vor allem auch dadurch, weil sie mit Fremdworten gespickt ist.

Ich schreibe öfters, man soll Dinge und Situationen annehmen, weil sie in dem Moment, wo sie passieren, nicht zu ändern sind. Ich sage auch manchmal, man soll Dinge, die einem nicht passen, nicht akzeptieren. Annehmen ja – akzeptieren nein? Sind annehmen und akzeptieren zwei verschiedenen Dinge.

Was macht man, wenn man in der deutschen Sprache nicht weiter weiß? Man schaut in den Duden. Und das habe ich getan:

Akzeptanz kommt vom lateinischen „accipere“ und das heißt so viel, wie „für gutheißen“, „annehmen“, „billigen“. Das zugehörige Verb akzeptieren wird verstanden als annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein. weiterlesen »

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