Themen

„Wir schaffen das“

Von der Bedeutungslosigkeit eines bedeutenden Satzes

Der Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir schaffen das“ ist wohl einer der bedeutendsten Sätze des Jahres 2015. Er ist in aller Munde, fast schon ein geflügeltes Wort. Ein genialer Satz der Kanzlerin, oder doch nicht?

Es war im August 2015, als Angela Merkel auf einer Presskonferenz zur Flüchtlingsproblematik vor Journalisten ihren berühmten Satz sagte. Frau Merkel ging damals von vermutlich 800.000 Flüchtlingen im Jahr 2015 aus und beschrieb die Situation als „eine große nationale Aufgabe“. Selbstbewusst und bestimmt sagt sie: „Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“ weiterlesen »

Arbeit – Rente – Tod

Kürzlich habe ich mich mit einer Frau unterhalten. Ihr Mann war gestorben, ganz plötzlich und nur wenige Monate, nachdem er das Rentenalter erreicht hatte. „Wir hatten doch noch so viel vor, wollten reisen, die Zeit genießen. Und nun ist er tot. Er war so deprimiert, nachdem er seine Arbeit aufgegeben hatte. Und krank war er auch nie“

Ich horchte auf. Die Arbeit aufgegeben, in Rente gegangen und plötzlich gestorben. Wie kommt das. Vielleicht daher, dass viele Menschen auf einen Schlag ihren kompletten Lebenssinn verlieren, wenn sie in Rente geschickt werden. Die Arbeit war ihr Sinn. Das Einzige, was sie erfüllt und am Leben gehalten hat. Und wenn der Lebenssinn plötzlich nicht mehr da ist, geht es rapide bergab. weiterlesen »

Flüchtlinge – das Wort des Jahres 2015

1971 wurde erstmals in Westdeutschland ein Wort des Jahres gekürt, seit 1977 jährlich. Flüchtlinge ist das Wort des Jahres 2015. Gekürt von der Gesellschaft für deutsche Sprache.

2.500 Wörter lagen der Jury zur Wahl vor. Diese begründete ihre Wahl damit, dass Flüchtlinge nicht nur für das beherrschende Thema des Jahres steht, sondern ist auch sprachlich interessant sei. Gebildet wird es aus dem Verb flüchten und dem Ableitungssuffix -ling für eine Person, die durch eine Eigenschaft oder ein Merkmal charakterisiert ist.

Das beherrschende Thema im jahr 2015 – Griechenland und Terroranschläge in Frankreich sind also vergessen? weiterlesen »

Akzeptieren und dann los

Osho sagte einmal:

„Das Leben hört nicht auf Deine Logik, es geht ganz gelassen und ungestört seinen Gang. Höre auf das Leben, denn das Leben hört nicht auf Dich. Es kümmert sich kein bisschen um Deine Logik.“

Recht hat er. Stelle Dich nicht gegen die Realität. Geh nicht gegen das, was ist. Denn die Realität ist, wie die Realität ist. Ob dir das gefällt oder nicht, spielt keine Rolle.

Die Welt ist, wie die Welt ist. Und jedes „sich-dagegen-sträuben“ und „nicht-akzeptieren-wollen“ kostet nur eins – massiv Energie.
Nun könnte man die Frage stellen: „Wenn ich eine Situation so akzeptiere wie sie ist, dann verändert sich doch nichts?
Und genau dort liegt der Denkfehler. Akzeptanz ist der Ausgangspunkt für jede Veränderung. Man kann eine Situation nicht verändern, wenn man sie nicht zuerst auf einem grundlegenden Level akzeptiert. weiterlesen »

Es ist vorbei, das Neue beginnt

2015 ist vorbei, willkommen 2016. Ein sehr guter Zeitpunkt, um Inne zu halten und das alte Jahr Revue passieren zu lassen.

Was haben Sie sich Anfang 2015 vorgenommen? Und was davon ist wahr geworden? Haben Sie genau das Leben gelebt, das Sie leben wollten? Oder ist es doch ganz anders gekommen, als geplant und gedacht?

Waren auch im Jahr 2015 wieder einige Sachen dabei, die so nicht unbedingt hätten sein müssen? Na, wie auch immer. Es ist vorbei. Die eigentlich viel wichtigeren Fragen sind:

  • Was will ich 2016 erreichen?
  • Wer will ich am Ende des Jahres 2016 sein?
  • Und wie will ich am Ende des Jahres 2016 auf das Jahr zurückblicken?

Denken Sie mal drüber nach. Und noch viel besser: Schreiben Sie all Ihre Gedanken und Ziele auf. Schriftform verpflichtet! Und wer seine Ziele schriftlich festhält und sich immer wieder in Erinnerung holt, erreicht sie mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit. Wichtig dabei ist, dass die Ziele von Herzen kommen. Denn sonst ist spätestens am 15. Januar wieder alles vergessen.

Thema des Monats Dezember 2015: WERTE

Werte bezeichnen im Sprachgebrauch Eigenschaften und Qualitäten, die als erstrebenswert oder moralisch gut betrachtet werden. Objekten, Ideen und Idealen, Sachverhalten oder Handlungsmustern werden Charaktereigenschaften beigelegt.

Das aus unterschiedlichen Wertvorstellungen bzw. Werten einer Gesellschaft geformte Gesamtgebilde aus den Werten, mit den meisten Übereinstimmungen und meisten Befürwortern wird als Wertesystem oder Wertordnung bezeichnet. Eine Wertehierarchie entsteht unterschiedlich gewichtete Werte miteinander verknüpft werden. Wird eine Werteordnung mit einem alleinigen Anspruch auf Wahrheit belegt, ist sie das Kennzeichen einer Ideologie.

Es gibt auf der Erde so viele Wertesysteme, wie es Menschen gibt. Jeder Mensch hat sein persönliches Wertesystem. Menschen mit ähnlichen Wertevorstellungen finden sich zusammen und gründen Parteien, Vereinigungen oder Religionsgemeinschaften. In einer solchen Gemeinschaft gibt es ein übergeordnetes Wertesystem, weiterlesen »

Preis und Wert

Ich habe in den letzten Wochen Menschen in Geschäften beobachtet. Und dabei ist mir eines aufgefallen. Die meisten schauen zuerst auf das Preisschild oder fragen nach dem preis. Ist ihnen die Ware zu teuer (oder sie erscheint ihnen so), schauen oder fragen sie nach etwas billigerem. Nur sehr wenige Menschen, die ich beobachtet habe, fragten zuerst nach den Eigenschaften der Ware oder fragten nach der Frage nach dem Preis nach. Warum ist das so? Ist der Preis wichtiger als der Wert einer Ware?

Preis und Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung sind zwei verschiedene Dinge. Der Preis gibt an, was der Hersteller oder Anbieter für sein Produkt oder seine Dienstleistung haben möchte. Der Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung jedoch ist eine Größe, die nicht so einfach zu bestimmen ist. Es gibt keinen Gradmesser, der den Wert angibt. Der Wert ist individuelle und richtet sich danach, was ich als Kunde von dem Produkt erwarte, wie ich das Produkt verwenden will und vor allem, was ich bereit bin, dafür auszugeben. weiterlesen »

Keine Ahnung, aber immer eine Meinung

Es gehört zu den Zeichen unserer Zeit, dass viele Menschen zu jedem Thema etwas zu sagen haben – oder meinen, etwas sagen zu müssen. Oder anders gesagt – jeder gibt heute zu jedem Thema seinen Senf dazu.

Dabei haben die wenigsten Menschen wirklich Ahnung von dem, was sie gerade kommentieren. Es wird nachgeplappert, was in den Nachrichten gesendet wird, was in Zeitungen steht, was vermeintliche Experten im Fernsehen von sich geben. Am kommentierungsfreudigsten sind die Menschen, die jede Woche fünf überregionale Tageszeitungen lesen, drei Politmagazine und jeden Abend um 20.00 Uhr vor dem Fernseher die Tagesschau verfolgen. Die sind informiert, aufgeklärt und können zu jedem Thema etwas sagen.

Ja, sie können zu jedem Thema etwas sagen, aber sie haben keine eigene Meinung. Sie nehmen kritiklos hin, was die Medien ihnen vorlegen. Sie machen sich nicht die Mühe zu hinterfragen, andere Quellen zu suchen, ihren Stand- und Sichtpunkt zu verändern. Das wäre ja auch viel zu aufwändig, weiterlesen »

Authentizität …

… oder den Ärger auch mal raus lassen

Nach einem Kurs, den ich an der Volkshochschule gehalten habe, stellte eine Teilnehmerin die Frage: „Sollte man seinem Ärger nicht raus lassen? Oder besser den Frust runterschlucken, wenn man wütend ist?“

Meine Antwort: „Rauslassen, was raus will! Authentizität ist wichtig, gegenüber mir selbst und meinen Gefühlen. Wenn du wütend bist, sei wütend. Wenn du verärgert bist, sei verärgert. Und dann zeig es auch!“

Sich über eine Sache zu beklagen und seine Wut offen zu zeigen sind zwei unterschiedliche Dinge. Meckern und Klagen weiterlesen »

Die Zehn Gebote – alte Kamellen oder immer noch aktuell?

Die Zehn Gebote empfing Moses laut Bibel auf dem Berg Sinai direkt von Gott. Das ist Jahrtausende her. In dieser Zeit wurden die Gebote von unterschiedlichen Strömungen in der christlichen Kirche verändert.

Was sagen uns die Zehn Gebote heute? Ist ein Leben nach den Zehn Geboten möglich und sinnvoll? Könnten die zehn Gebote – würden sie von allen Menschen streng befolgt – das Strafgesetzbuch ersetzen?

Die zehn Gebote sind nicht allgemein verbindlich und deswegen juristisch nicht durchsetzbar.

Das Erste, Zweite und Dritte Gebot, die sich mit Gott befassen, könnten nicht allgemeinverbindlich gemacht werden. Damit würde man einen Gottesstaat schaffen und in das individuelle Recht auf freien Glauben eingreifen. Diese Gebote können nur für Mitglieder von Religionsgemeinschaften als verbindlich anerkannt werden. weiterlesen »

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