Themen

Wer nicht handelt, wird behandelt

Ein wahres Wort, das der deutsche Politiker Rainer Barzel da ausgesprochen hat. Wer sich nicht entscheidet, der muss die Folgen der Entscheidung hinnehmen, die andere für ihn treffen. Denn: keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung.

Wie oft schimpfen Menschen auf die Umstände, den Chef, den Partner, die Kollegen, den Staat. Wie oft schimpfen sie darüber, wie unfair sie behandelt werden. Und die ganze Welt ist schlecht und unfair.

Nein, hier ist nur eine Person schlecht und unfair – die Person, die sich beschwert. Sie ist schlecht und unfair zu sich selbst. Denn jeder, der die Schuld für seine Lebenssituation bei anderen sucht, verharrt willentlich in dieser Situation. weiterlesen »

Wer nicht handelt, wird behandelt – Kommentar

Handel selbst und bestimme Dein Leben

„Wer nicht handelt, wird behandelt“ – diesen Satz habe ich zum ersten Mal im Arbeitsamt Leipzig gelesen. Ich fand den Satz gut, ohne zu wissen, von wem er stammt. Gesagt hat ihn der deutsche Politiker Rainer Barzel war Bundesminister, CDU-Vorsitzender und Präsident des Deutschen Bundestages. Das habe ich dann später recherchiert.

Doch zurück zum Arbeitsamt. Ich war verwundert, ausgerechnet in der Behörde, in denen Menschen ausschließlich behandelt werden, dieses Zitat zu lesen. Hat der Verwaltungsangestellte, der diesen Satz an seine Wand gepinnt hat, den Inhalt nicht verstanden? Hat er es bewusst getan, um seine Kunden darauf hinzuweisen, was sie erwartet, wenn sie sich nicht selbst um ihre Zukunft kümmern? Denn dann kümmert sich der Staat um ihre Zukunft, und das nach seinen Spielregeln. weiterlesen »

Mythen um das Selbstbewusstsein

Um das Selbstbewusstsein ranken sich zahlreiche Mythen und es wird Zeit, mit ihnen aufzuräumen oder zu bestätigen.

Mythos 1: Selbstbewusstsein ist angeboren

Ja, ist es, auch wenn einige meiner Kollegen gern etwas anderes behaupten. Ein Mensch kommt mit einem voll ausgeprägten Selbstbewusstsein auf die Welt – behaupte ich jetzt einmal. Doch dann passiert etwas, was ihm sein Selbstbewusstsein raubt – er kommt in den Genuss der Erziehung. Und dort wird ihm dann gesagt, wie er zu sein hat, was er darf und was nicht, was er kann und wofür er zu dumm ist, was er einmal werden soll, was er studieren soll, welches Auto er zufahren hat, wie sein Kontostand im Idealfall aussehen soll, welchen Partner sich zu suchen hat uns so weiter und so fort.

Bei all dem, was die Erziehung einem Menschen glaubt, vorschreiben zu müssen vergisst sie eines – die Entwicklung des Selbstbewusstseins. Denn das angeborene Selbstbewusstsein ist kein sich selbstentwickelndes Phänomen. Das wäre schön, denn dann gäbe es – außer Naturkatastrophen – keine Probleme mehr auf der Welt.

Selbstbewusstsein braucht Nahrung und Training. weiterlesen »

Selbstbewusstsein und Gefühle

Gefühle und Ängste passen nicht in unsere Zeit. Wer Gefühle zeigt, gilt als schwach, sensibel, nicht belastbar. Wer Angst hat, gilt als Verlierer. Immer vorwärts, immer stark sein und immer mutig – so lautet die Devise der Zeit. Und das wird dann als Selbstbewusstsein bezeichnet.
Dabei ist es alles andere, als selbstbewusst, seine Gefühle und Ängste zu verstecken. Gefühle und Ängste gehören zum eigenen Ich, ja sie sind der Kern des eigenen Ichs. Wer selbstbewusst durchs Leben geht – und ich meine damit: wer sich seiner selbst bewusst ist – für den ist es selbstverständlich, Gefühle und Ängste zu zeigen.

Gefühle zu zeigen heißt, sein innerstes Selbst nach außen zu kehren. Ängste zu zeigen heißt, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und sie damit aufzulösen oder mindestens besser beherrschen zu lernen. Ängste verlieren ihre Kraft, Gefühle bestärken uns auf unserem Weg. weiterlesen »

„Guten Tag, hier ist der automatische Anrufbeantworter …

… ihrer örtlichen Depressions-beratungsstelle. Leider rufen Sie außerhalb unserer Sprechzeiten an. Wir sind für sie immer mittwochs, außer an Feiertagen, in der Zeit von 16 bis 17 Uhr erreichbar. Bitte passen sie ihre Depression unseren Sprechzeiten an. Vielen Dank!“

Nein, diesen Satz gibt es (hoffentlich) auf keinem Anrufbeantworter einer Depressionsberatungsstelle. Doch als ich mich über bundesweite und örtliche Telefonangebote für Betroffene und Angehörige informiert habe, kam mir dieser Satz in den Sinn. Tageweise Sprechzeiten, auf wenige Stunden begrenzt, das ist die Regel.

Wer legt so etwas fest? Ein Betroffener, der sich noch im Arbeitsprozess befindet, wird kaum tagsüber dort anrufen. Depressive Phasen sind dann am schlimmsten, wenn Menschen allein mit sich und ihrem Problem sind. Das ist am Abend, am Wochenende, an Feiertagen. Und genau dann sind viele Beratungstelefone nicht besetzt. weiterlesen »

Thema des Monats Januar 2015: ZEIT

Uhr am Krochhochhaus in Leipzig

Die Zeit bestimmt den Rhythmus unseres Lebens. Wir haben sie, oder nicht. Wir nehmen sie uns, oder nicht.

Zeit treibt uns an. Mal vergeht sie schnell, mal langsam, manche haben zu wenig davon, andere zu viel. Sie heilt alle Wunden. Und doch ist sie nur eine physikalische Größenordnung.

Der Mensch hat die Zeit eingeteilt. Wir können sie messen.

Doch was ist Zeit wirklich? Wie bestimmt sie unser Leben? Können wir uns ihr entziehen?

Mit dem Thema Zeit wird sich Blicklicht-Leben im Januar 2015 näher beschäftigen. Zeit und Kausalität – ist Kausalität ein Produkt der Zeit, oder ist Zeit ein Produkt der Kausalität? Ist die Zeit ein Produkt von Raum und Bewegung, oder existiert Bewegung nur, weil es die Zeit gibt? Gibt es Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? Wenn es die Gegenwart gibt, wie lange dauert sie? Ist sie nicht bereits Vergangenheit, wenn wir sie wahrnehmen? Wie viele Zeiten gibt es – nur eine einzige, universell gültige, oder mehrere? Existiert das Phänomen Zeit überhaupt oder ist sie nur eine Erfindung der Menschen? weiterlesen »

Zeit kennt nur eine Richtung …

… vorwärts

Vor einigen Tagen schlendere ich mit meinem Hund durch den Park und komme an einem Spielplatz vorbei. Es war ein sonniger Tag, der Spielplatz gefüllt mit Eltern und Kindern. Und wie ich dem Treiben so zuschaue, denke ich bei mir: „Wie schnell die Zeit doch vergeht. Erst bist du ein kleiner Mensch, dann bist du in die Schule, wirst Teenager, studierst, wirst selbstständig und lange wird es nicht mehr dauern, da geh ich mit Krückstock oder Rollator spazieren.“

Das Ganze geht – gefühlt – ziemlich fix. Was war vor zehn oder zwanzig Jahren? Das ist doch so, als wäre es gestern gewesen.

Da kam mit der Gedanke, dass die Zeit, die ich hier und heute habe, nie wieder zurückkommt. Ist eine Stunde vorbei, dann ist sie vorbei. Unwiederbringlich.
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Info-Telefon Depression sehr gut angelaufen

Im September 2014 startete das bundesweite Info-Telefon Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Wie die Stiftung mitteilte, sei das telefonische Angebot in den ersten Monaten bereits sehr gut angenommen worden. Vielen Anrufern konnte weitergeholfen werden. Neben Betroffenen, die auf der Suche nach Informationen und Hilfsmöglichkeiten sind, werde das Info-Telefon vor allem von Angehörigen genutzt, die in Sorge um Partner, Kinder oder Eltern sind und Hilfsangebote zur eigenen Unterstützung suchen. weiterlesen »

Zeit ist Geld – eine Gleichung, die nicht aufgeht

Zeit ist Geld – dieser Satz begegnet uns fast täglich. Gehetzte Manager benutzen ihn gern, Firmenchefs, die von einem Termin zum nächsten hetzen oder ihre Angestellten zu noch mehr Leistung treiben wollen.

Zeit ist Geld, oder vollständig gesagt: Zeit ist gleich Geld. Stimmt das?

In der ersten Klasse lernen die Schüler, dass eine Gleichung umkehrbar ist. 1 + 1 = 2 und 2 = 1 + 1. Stimmt. Doch was ist mit der Gleichung Zeit = Geld. Ist sie auch umkehrbar? weiterlesen »

Gleich und Gleich gesellt sich gern

Fassadendetail in Leipzig

Gleich und Gleich gesellt sich gern. Ein erfolgreicher Unternehmer gesellt sich zu erfolgreichen Unternehmern. Ein Punk gesellt sich zu anderen Punks. Hundebesitzer gehen oft mit anderen Hundebesitzern spazieren.

Jeder Mensch umgibt sich genau mit den Menschen, die seinen Typus widerspiegeln. Das tun wir freiwillig oder unbewusst. Suchen wir uns die Menschen in unserem Umfeld aus, so haben wir es in der Hand, mit wem wir unsere Zeit verbringen. Nehmen wir unreflektiert die Menschen an, die auf uns zukommen kann es passieren, dass wir uns unwohl fühlen oder unsere Ziele nicht erreichen ohne zu wissen, warum. weiterlesen »

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