Themen

Zeit haben oder sich Zeit nehmen

Kirchturmuhr in Unterfarnstädt bei Halle/Saale

„Ich habe keine Zeit“ – wie oft haben Sie diesen Satz schon gesagt? Jemand möchte, dass Sie etwas für ihn erledigen oder möchte sich mit Ihnen verabreden. „Ich habe keine Zeit“ – so lautet oft die Antwort. Und Sie haben recht. Sie haben keine Zeit. Denn Zeit kann man nicht besitzen.

Zeit ist kein materielles Gut, das ein Mensch besitzen kann. Zeit gibt es nicht zu kaufen, sie wird nicht an der Börse gehandelt. Sie ist einfach da oder besser, der Mensch hat sie definiert um sein Leben besser organisieren zu können. Zeit vergeht immer gleich schnell. Früher ging alles langsamer und die heutige Zeit ist so schnelllebig. Gerade war noch Sommer schon ist wieder Weihnachten. Wo ist sie nur hin, die liebe Zeit?
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Burnout-Langzeitstudie startet an der TU Dresden

Burnout ist zum allgegenwärtigen Alltagsphänomen geworden. Die Zahl der direkt Betroffenen steigt ständig und mit ihr die Zahl der indirekt Betroffenen – Familien, Freunde, Kollegen. 40 Jahre, nachdem der Begriff Burnout erstmals verwendet wurde und 20 Jahre, nachdem das Burnout-Syndrom in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist, startet jetzt an der Technischen Universität in Dresden eine Langzeitstudie zum Thema Burnout.

Obwohl kaum noch eine Woche vergeht, in der das Thema Burnout nicht in den Medien auftaucht, wissen Betroffene und Forscher noch erschreckend wenig über Ursprung und Entstehung von Burnout. Welcher Personenkreis ist besonders gefährdet? Gibt es Menschen, die vor Burnout geschützt sind? Gibt es psychische und biologische Frühwarnsignale? weiterlesen »

Das zeitlose Zeitalter

Zeit und Rhythmus

Der Mensch scheint seit alters her nicht ohne einen Zeitrhythmus leben zu können. Bei unseren Urahnen war das Erkennen des besten Zeitpunktes für Aussaat und Ernte überlebenswichtig.

Die Religion gab der Zeit eine weitere Bedeutung. Sie teilte das Jahr nach ihren hohen Festtagen in Zeiten der Freude, der Trauer, der Umkehr, der Liebe. Das evangelische Kirchenjahr kennt drei Zeiten: den Osterfestkreis, die Trinitatiszeit und den Weihnachtsfestkreis. Jede Zeit hat wiederum ihre Phasen des Innehaltens, der Hoffnung und des Feierns. Das Leben der Menschen war noch bis vor wenigen Jahrzehnten durch den kirchlichen Jahreskalender geprägt.

Doch der christliche Glaube und mit ihm der kirchliche Jahresrhythmus sind vielen Menschen verloren gegangen. Die christlichen Feiertage sind geblieben, doch ihre Bedeutung ist eine andere. weiterlesen »

Veränderung braucht ihre Zeit

Ein Zwischen-Rückblick auf viele Jahre persönliche Entwicklung

Die Dinge brauchen ihre Zeit. Diese Erkenntnis ist nicht neu, jedoch wird sie allzu oft vergessen. Wir wollen alles immer schnell erledigen – an der Kasse im Supermarkt, im Restaurant, in der Firma. Und erst recht wollen wir eine schnelle Veränderung, wenn es um uns selbst geht. Doch das ist nicht so einfach.

Sagen Sie das Alphabet auf. Das gelingt nur, wenn Sie bei A anfangen und es bis Z aufsagen.

Persönliche Veränderung braucht drei Dinge:

  1. Die Erkenntnis, dass ich mich verändern will.
  2. Das Wissen, wie ich mich verändern kann.
  3. Die Tat, die Veränderung umzusetzen.

Kleine Schritte sind der Weg, jeden Tag, immer und immer wieder. Und irgendwann stellt man fest, dass man anders gehandelt hat, als bisher. Plötzlich hat man seine Meinung gesagt, hat sich durchgesetzt oder einmal „Nein“ gesagt. Plötzlich denkt man zuerst auch einmal an sich, stellt seine Bedürfnisse und Wünsche in den Vordergrund.

Veränderung zu mehr „Selbst-Sein“ bedeutet mehr Selbstachtung, Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein.

Dabei ist Veränderung oft gar keine Veränderung. Vielmehr ist es oft das intensivere Zuwenden zu sich selbst. Sich selbst wichtig nehmen, sich selbst beachten bedeutet schlussendlich zufriedener und ausgeglichener zu leben.

Lesen Sie auch weitere Beiträge zu den Themen Zeit und Veränderung.

Die Zeit und wie sie gemessen wird

Eine kurze Reise durch die Kulturgeschichte der Zeitmessung

zeit-uhrwerk-raederwerk.kirche.unterfarnstaedtDie Zeit ist eine physikalische Größe. Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen und hat damit im Gegensatz zu anderen physikalischen Größen eine eindeutige, unumkehrbare Richtung.

Aus der philosophischen Perspektive beschreibt die Zeit das Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend hin zur Zukunft hin.

Die Relativitätstheorie von Albert Einstein beschreibt Raum und Zeit als untrennbar zusammengehöriges, gekrümmtes Gebilde. Je mehr Masse ein Objekt besitzt, desto mehr krümmt es den umgebenden Raum und verlangsamt gleichzeitig den Zeitfluss. Dies gilt auch für bewegte Objekte: schneller bewegte Objekte unterliegen einem langsameren Zeitfluss als weniger schnell bewegte, jeweils aus Sicht eines externen Beobachters.

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Vom Fließen und Stehen – der Fluss des Lebens

Das Leben ist ein großer Fluss. Mal fließt er langsam und still, mal schnell und geräuschvoll. Das Wasser brandet an die Ufer, spült sie aus.

Mal hat der Fluss Hochwasser, trägt seine Ufer ab, bildet ein neues Ufer und verändert seinen Lauf. Dann ist er wieder sanft, fast stillstehend. Steine liegen auch manchmal im Fluss des Lebens, groß und schwer, unverrückbar scheinend. Das Wasser bricht sich an ihnen, schlägt Wellen, um nach dem Hindernis wieder ruhig zu fließen.

Der Fluss des Lebens macht es dem Wasser gleich. Fließt er gemütlich und ruhig, fühlen wir uns wohl, sind entspannt und zufrieden. Fließt es schneller, wächst die Anspannung und stellen sich dem Fluss des Lebens Steine in den Weg, so drohen wir an ihnen zu zerschellen. Doch auch der härteste und größte Stein löst sich im Wasser auf. Langsam, fast unmerklich. Doch wenn das Wasser im Fluss des Lebens beharrlich immer wieder gegen den Stein spült, wird er sich auflösen. Er ist nicht weg, er ist in unzählige kleine Teile zerfallen, die den Grund des Flusses bilden, immer noch da sind, aber nicht mehr behindern. weiterlesen »

„Zwei Caipis ohne, bitte“

Über die Verstümmelung der deutschen Sprache

Die Seuche des deutschen Aküfi grasiert und fordert immer mehr Opfer – Worte der deutschen Sprache. Kaum ein Brief, eine E-Mail, ein Fax ohne Abkürzungen. Vom SMS ganz zu schweigen, dort hat der Aküfi längst die Oberhand gewonnen.

Wird aus der Sprache der Dichter und Denker die Sprache der sinnlosen Buchstabenreihungen?

Vor kurzem saß ich in einer Bar. Eine junge Frau neben mir bestellte „zwei Caipis ohne, bitte“. Ich überlegte. Caipis? Ohne was? Ohne Rum, ohne Eis, ohne Glas?
Der Kellner stellte zwei Gläser Caipirinha ohne Eis auf den Tresen. Aha, dachte ich, ohne Eis also. Aber warum konnte die junge Frau neben mir das nicht auch so bestellen?
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Psychosoziales Coaching im Jobcenter Leipzig – ein Kommentar

Mirko Seidel, Burnout-Therapeut und Coach in Leipzig

Es ist eine gute Sache, sich um die Widereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu kümmern. Und es ist eine gute Sache, Menschen mit psychischen Störungen zu helfen. Beides wurde mit dem Pilotprojekt des Jobcenters Leipzig getan. Und doch hatte ich dem lesen der Pressemitteilung des Stiftung Deutsche Depressionshilfe einen schalen Nachgeschmack.

Da ist zunächst der Name des Projektes: „Psychosoziales Coaching“. Im Rahmen des Projektes werden Angestellte im Jobcenter von Mitarbeitern des Psychosozialen Coachings geschult, Hinweise auf psychische Erkrankungen zu erkennen. Das ist gut. Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig. Im Erstgespräch mit einem Psychologen werden eine ausführliche Anamnese sowie ein klinisches Diagnostikgespräch durchgeführt. Im Anschluss erhält der Betroffene Informationen zu seiner Erkrankung, eine Beratung zu Behandlungsmöglichkeiten, Kurzinterventionen und die Möglichkeit an Gruppenprogrammen teilzunehmen.

Aha, der Betroffene wird also zum Psychologen geschickt, erhält eine klinische Behandlung. Auch wenn davon nichts in der Pressmitteilung steht, eine Verabreichung von Medikamenten dürfte Bestandteil dieses Programms sein. Das alles ist klassische Schulmedizin und hat mit Coaching nichts zu tun.
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Psychosoziales Coaching in Jobcenter Leipzig mit „großen“ Erfolgen

In einer Pressmitteilung hat die Stiftung Deutsche Depressionshilfe über das Projekt „Psychosoziales Coaching von Langzeitarbeitslosen“ berichtet.
Im Jobcenter Leipzig wurde hat dieses Pilotprojekt gestartet. Untersuchungen zeigten, dass 66% der älteren Langzeitarbeitslosen unter psychischen Erkrankungen leiden, die bisher nicht erkannt oder nicht optimal behandelt wurden. Psychische Erkrankungen sind oft eine Ursache der Arbeitslosigkeit und verhindern die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt.

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Lass die Leute reden

Katholische Hofkirche Dresden

Ein Schwatz unter Kollegen, ein kleiner Scherz und kurzes Geläster über eine Person, die gerade nicht anwesend ist. Abends in der Kneipe mit Freunden, Smalltalk und Gerede über diejenigen, die nicht gekommen sind. Alltag. Viele Menschen ergötzen sich darin, über andere herzuziehen, sie schlecht zu machen, über sie zu reden.

Gehören Sie dazu? Nein? Gut. Und wenn doch, dann stellen Sie sich doch einmal die Frage, wie sich fühlen, wenn sie wüssten, dass jemand hinter Ihrem Rücken schlecht über sie redet.

Nicht gut? Dachte ich mir. Warum reden Sie dann über andere Personen hinter ihrem Rücken? weiterlesen »

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