Persönlichkeitsentwicklung

Die Vorteile der Schriftlichkeit

Ich mache mir manchmal Listen, in die ich alles schreibe, was noch zu erledigen ist. To-do-Listen werden die auch gern genannt. So kann ich nichts vergessen und ich bringe Struktur in meine Aufgaben.

Eines ist bei diesen Listen sehr, sehr wichtig – man darf sich von ihnen nicht unter Druck setzen lassen. Die Listen dienen der Erinnerung. Die Liste ist da, uns zu dienen, sie ist nicht der Chef.

Die Listen verlangen nicht, dass man sie stoisch Tag für Tag abarbeitet.

Schreib auf, was du erledigen willst oder erledigen musst. Schreib auf, was dir wichtig ist, was dich glücklich macht. Und dann erledige so viel, wie du schaffst. Papier kann auch wieder zerknüllen.

Kalenderblatt 25. Woche 2018

Wenn man beginnt,
seinem Passfoto ähnlich zu sehen,
sollte man in den Urlaub fahren.

Ephraim Kishon (1924 bis 2005),
ungarisch-israelischer Satiriker

Räum mal wieder auf

So mancher von uns neigt zur Unordnung. Das Leben neigt zur Unordnung. Räum mal vier Wochen die Wohnung nicht auf, dann siehst du, was ich meine.

Hast Du einen Schrank, wo alles reinkommt, oder ein „Wiener Zimmer“? Das ist das Zimmer, wo man alles „reinwienert, was schnell weg muss. Und erst die Bügelwäsche.

Das Streben nach Unordnung gilt für nahezu jedes System. Und je größer das System, desto größer die Neigung zur Unordnung. In jeder Partnerschaft gibt es Unordnung – angesammeltes Unausgesprochenes.

Deswegen ist es wichtig, ab und zu mal aufzuräumen. In der Wohnung, auf Arbeit, in der Partnerschaft. Und im eigenen Inneren. Und natürlich auch im Äußeren. Was ist noch wichtig? Welche Verpflichtungen habe ich, wo engagiere ich mich und will ich das noch?

Was mache ich, weil es mir wichtig ist weiterlesen »

Kalenderblatt 24. Woche 2018

Der Umgang mit einem Egoisten
ist darum so verderblich,
weil die Notwehr uns allmählich zwingt,
in seinen Fehler zu verfallen.


Marie von Ebner-Eschenbach (1830 bis 1916),
mährisch-österreichische Schriftstellerin

Sicher?

Vor einiger Zeit plante ich eine Radtour. Mittags wollte ich mir in einem Supermarkt etwas zu essen holen. Ich war schon einmal in dem Ort und war mir absolut sicher, dass es dort einen Supermarkt gibt. Also losgefahren. Mittags angekommen – kein Supermarkt weit und breit.

Ich hätte schwören können, dass es in dem Ort einen gibt. Da stand auch eine Betonhalle, die aussah, wie ein Supermarkt, doch es war die örtliche Feuerwehr. Dumm gelaufen.

Oft sind wir uns so, so sicher. Und ist es ganz anders, als gedacht. Ich hatte den Gegenbeweis gefunden, dass es keinen Supermarkt gibt. Doch bei vielen Fehlannahmen finden wir keinen Gegenbeweis (weil wir oft auch keinen suchen). Und dann laufen wir unser ganzes Leben mit einer falschen Wahrheit herum.

Wir glauben fest an Dinge. Und sie sind doch ganz anders. Und nicht selten spielt uns unsere Wahrnehmung weiterlesen »

Minus mal Minus ergibt Plus?

Folgende Situation: Ein Mensch ist einsam. Er sucht sich einen anderen Menschen, der das gleiche Problem hat – er also auch einsam ist. Nach dem Gesetz Minus mal Minus ergibt plus müssten die beiden zusammen nicht mehr einsam sein.

Funktioniert das? In der Mathematik mag „Minus mal Minus ergibt Plus“ funktionieren. Im Fall der Einsamkeit kann es aber nach hinten losgehen, denn wenn beide wüssten, wie sie ihre Einsamkeit überwinden können, wären sie nicht einsam.

Mathematik ist manchmal doch keine Lebenshilfe. weiterlesen »

Du kannst alles schaffen, wenn du es nur willst

Gehirn einschalten schadet dabei aber nicht

Hab ich letztens im Internet gelesen, jeder Mensch kann alles schaffen, wenn er nur wirklich will und fest daran glaubt. Ich weiß nicht, welche Napfsülze das geschrieben hat – aber ein bisschen das Gehirn in Gang bringen und siehe da – stimmt nicht.

Folgende Dinge werde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals schaffen, auch wenn ich noch so fest daran glaube:

  • übers Wasser laufen,
  • aus eigener Kraft fliegen,
  • ein Atom mit dem Küchenmesser spalten,
  • den Tod überwinden und noch einiges anderes mehr.

Auch ich sage und schreibe, dass ein Mensch alles machen und alles erreichen kann – doch dabei gilt immer eine Sache: Gehirn anschalten, weiterlesen »

Bist du ein Kuckuck?

Der Kuckuck ist ein schlauer Vogel. Er legt seine Eier in die Nester anderer Vögel, lässt sie dort ausbrüten, hat frei du der Nachwuchs ist gesichert. Cleveres Konzept. Der Kuckuck macht das, weil die Natur es so eingerichtet hat.

Es gibt auch Kuckuck-Menschen, die legen ihre Eier (Projekte) in die Nester anderer Menschen, lassen sie dort ausbrüten und sonnen sich dann im Erfolg, den sie gar nicht herbeigeführt haben. Cleveres Konzept?

Für mich nicht. Für mich ein erbärmliches Konzept. weiterlesen »

Wo die Angst ist, da ist der Weg

Irgendwo hab ich den Satz mal gelesen und ihn damals für idiotisch gehalten. Angst haben und dann auch noch genau dort langgehen? Also, ins Feuer laufen, wenns brennt?

Es dauert manchmal, bis es bei mir klickt macht. Natürlich ist es ratsam, vorm dem Feuer wegzulaufen. Wenn ich aber nach einer traumatischen Erlebnis z.B. Angst habe, große Menschenansammlungen zu besuchen oder große, öffentliche Gebäude – dann liegt genau dort der Weg, die Angst zu besiegen oder zumindest abzumildern.

Wie macht man das? Viele sagen hier: Folge deinem Herzen. weiterlesen »

Selbsterfüllende Prophezeiung

Haben Sie sich schon einmal genau zugehört? Wie oft sagen Sie zu sich selbst: „Ich bin dazu nicht in der Lage“, Ich bin zu klein, zu dick, zu irgendetwas …“.

Sie sagen das oft zu sich? Nicht so gut. Das Verb sein ist das stärkste Verb überhaupt, wenn es um uns selber geht – denn es meint uns selbst. Und so werden Selbstzuschreibungen zu selbsterfüllenden Prophezeiungen.

Das Schöne an den selbsterfüllenden Prophezeiungen ist, das sie auch anders herum wirken. Ich bin stark, ich bin schön, ich bin erfolgreich – auch diese Selbstzuschreibungen werden zu selbsterfüllenden Prophezeiungen.

©2019 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
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