Sprache & Kommunikation

Hier prallen Welten aufeinander

Ich bin eher ein sensibler Mensch. Und dann gibt’s genau das Gegenteil. Menschen, die überhaupt nicht sensibel sind. Und wenn ich als Sensibler auf so einen Nicht-Sensiblen treffe, kann es schon mal zu ungünstigen Situationen kommen.

Es passiert mir hin und wieder, dass ich auf so ein Nicht-Sensibelchen treffe und der labert und labert und labert ohne Pause und ohne zu merken, dass mich das alles überhaupt nicht interessiert.

Natürlich sende ich Signale, im Stillen, doch der Labersack nimmt das alles nicht wahr. Und dann passiert der Fehler: weiterlesen »

Die Frage nach dem „Warum?“

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Menschen neigen dazu, falsche Fragen zu stellen. Und nicht selten sind sie wegen dieser Fragen unglücklich und unzufrieden. Gute Fragen sind solche, die direkt auf mehr Glück und mehr Zufriedenheit oder auf die Verbesserung des Lebens zielen.

Eine gute Frage: „Zu welchem Zeitpunkt war ich in der Vergangenheit glücklich und wie kann ich das wiederholen?“ Eine nicht so gute Frage: „Warum machst du das mit mir?“. Selbst wenn es eine Antwort auf diese Frage gäbe könnte man mit der Antwort nichts auf der Welt verbessern.

Eine gute Frage: „Wie kann ich die Qualität meines Lebens verbessern?“ Eine nicht so gute Frage: „Warum sind die Anderen erfolgreicher als ich?“

Gute Fragen richten sich direkt an unser Lebensglück, unsere Zufriedenheit und unser Vorankommen. Schlechte Fragen handeln oft von Dingen, die ich selbst nicht ändern kann.

Mit guten Fragen stellen wir uns selbst auf konstruktive und freundliche Art weiterlesen »

Diskutiere nicht mit …

Ich habe schon öfter geschrieben, dass Diskussionen nicht bringen. Es gibt Menschen, die zu mir sagen: „Ja aber man muss sich dich auch mal austauschen, die Meinung des anderen kennenlernen, auch mal streiten.“

Ja, Gedankenaustausch ist gut, Streit ist auch mal gut, Meinungen anderer kennenlernen, auch gut. Sinnlos werden solche Gespräche dann, wenn die Parteien gar nicht gewillt sind, sich zuzuhören, die Meinung des anderen anzuhören, darüber nachzudenken und von der Richtigkeit ihrer Meinung unverrückbar überzeugt sind.

Solche Menschen erkennst du daran, dass sie im Gespräch weiterlesen »

Meine Forderung: „Feedback“ aus der deutschen Sprache streichen

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Feedback ist in aller Munde. Doch was heißt das Wort auf Deutsch?

Es gibt kein deutsches Wort dafür. Feedback heißt auf Deutsch Feedback. Feed heißt Futter, back heißt zurück.

Also Futter zurück. Was soll das denn sein? Friss oder stirb, so könnte man Feedback übersetzen.

Streichen wir dieses Wort aus der deutschen Sprache. Feedback ist unsinnig und überflüssig.

Kommunikation – mehr Verstehen als Sagen

Mit der Kommunikation ist das so eine kniffelige Geschichte. Ich sage etwas. Mein Gegenüber versteht aber nicht etwa das, was ich gemeint habe. Wie auch, mein gegenüber weiß ja nicht, was ich gemeint habe und mein gegenüber interpretiert nun das Gesagte.

Ich sage: „Hier sieht es aber sehr sauber aus.“
Mein Gegenüber versteht vielleicht: „Der denkt wohl, ich wäre ein Pedant“
Oder „Das sagt er doch nur aus Höflichkeit, da drüben ist ja noch Staub auf dem Regal“.

Ich sage: „Das Gemälde gefällt mir sehr gut „. Mein Gegenüber hört vielleicht: „Der denkt wohl, er muss mich aufmuntern, sonst würde er mein schlechtes Bild nicht loben“.
Oder: „Was maßt er sich an, sich ein Urteil über meine Kunst zu erlauben, der hält sich wohl für etwas Besseres“.

Nun könnte man meinen, zwischenmenschliche Kommunikation wäre unmöglich. Es gibt unendlich viele Missverständnisse, weil Menschen etwas in die Worte des anderen hineininterpretieren, was gar nicht gemeint war. weiterlesen »

Akzeptieren, annehmen oder zulassen?

Die deutsche Sprache hat so ihre Tücken, vor allem auch dadurch, weil sie mit Fremdworten gespickt ist.

Ich schreibe öfters, man soll Dinge und Situationen annehmen, weil sie in dem Moment, wo sie passieren, nicht zu ändern sind. Ich sage auch manchmal, man soll Dinge, die einem nicht passen, nicht akzeptieren. Annehmen ja – akzeptieren nein? Sind annehmen und akzeptieren zwei verschiedenen Dinge.

Was macht man, wenn man in der deutschen Sprache nicht weiter weiß? Man schaut in den Duden. Und das habe ich getan:

Akzeptanz kommt vom lateinischen „accipere“ und das heißt so viel, wie „für gutheißen“, „annehmen“, „billigen“. Das zugehörige Verb akzeptieren wird verstanden als annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein. weiterlesen »

Diskussionen – Achtung! Laberalarm!

Wenn ich das Wort Diskussion höre, ergreife ich die Flucht. Diskussionen sind sinnlos, denn in 99% der Fälle gehen alle Beteiligten mit genau der gleichen Meinung wieder nach Hause, wie sie gekommen sind.

Ein Beispiel gefällig? Der Deutsche Bundestag:

Eigentlich sollte dort diskutiert werden, also Dinge untersucht, erörtert, abgewogen werden. Sollte. Was aber passiert im Bundestag tatsächlich?

Jeder Hinterbänkler darf mal nach vorne ans Rednerpult treten, irgendetwas ins Mikrofon labern und sich dabei auch noch so richtig wichtig fühlen.

Was macht der Rest des „Hohen Hauses“ unterdessen? weiterlesen »

Wo werde ich meine Ängste los?

Kurze Antwort: Genau dort, wo sie entstehen!

  • Du hast Angst, mit anderen Menschen zu sprechen – dann geh dorthin, wo viele Menschen sind.
  • Du hast Angst, deine Meinung zu sagen – dann geh dorthin, wo Meinungen ausgetauscht werden.
  • Du hast Angst vor einer Krankheit – dann geh zum Arzt.

Egal wo, rede einfach bisschen länger und mehr mit den Menschen, als du es normalerweise tust. Verlängere ein Gespräch am Schluss ein paar Sekunden. Übe Small-Talk. Sprich über dich, stelle Fragen, höre zu.

Hauptsache ist, du fängst überhaupt damit an, zu reden und sozialer zu werden.

Manche Menschen machen einen Fehler. Sie wollen den Jahrtausendschritt von „total schüchtern“ zu „super kommunikativ“ springen. weiterlesen »

Starke Haltung!

Vor einiger Zeit habe ich einen Vortrag an einer Hochschule gehalten. Anschließend kamen die Verantwortliche und einige Zuhörer auf mich zu und bedankten sich für den „sehr guten und starken Vortrag“.

Für eine solche positive Rückmeldung ist jeder Redner dankbar und ich habe überlegt: „Was habe ich – offensichtlich – richtig gemacht?

  1. Ich war gut vorbereitet.
  2. Ich war präsent.

Gute Vorbereitung ? – Klar, das braucht es für einen guten Vortrag. Doch was ist Präsenz?

Präsenz ist die Art und Weise, wie ich vor den Zuhörern aufgetreten bin: aufrechte Körperhaltung, offene Brust, Kinn nach oben und einfach frei und locker heraus reden.

Was kommt beim Zuhörer an? Der Inhalt, die Stimme und die Körpersprache. In welchen Anteilen kommen diese drei Dinge beim Zuhörer an? Die Wissenschaft sagt:55% Körperhaltung, 38% Stimme, 7% Inhalt. weiterlesen »

Was machen Sie eigentlich?

Das kennen Sie bestimmt. Man ist im Gespräch und irgendwann kommt die Frage: „Was machen Sie eigentlich?“

Und meistens dreht sich die Antwort um die Arbeit. Viele Menschen verbinden die Frage nach dem Was automatisch mit der Arbeit. ´War das wirklich die Frage?

Zugegeben, die Frage ist nicht sehr konkret formuliert. Doch genau so könnte auch die Antwort ausfallen. Unkonkret, auf das Leben allgemein bezogen, auf die Freizeit. Aber nein, die meisten Menschen beantworten dieses Frage mit ihrer Arbeit.

So unkonkret ist die Frage allerdings gar nicht. Man kann sie auch anders formulieren: „Wofür stehen Sie?“. weiterlesen »

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