Sprache & Kommunikation

Thema des Monats Januar 2016: SPRACHE UND KOMMUNIKATION

Die Sprache gibt den Menschen die Möglichkeit, sich auszudrücken. Mit Kommunikation kann der Mensch seinem Ausdruck Inhalt und Form verleihen.

Die Sprache ist das wichtigste Verständigungsmittel zwischen Menschen. Ohne Sprache hätte es keine Zivilisation gegeben.

Die Fähigkeit des Menschen zur Lautbildung war vor ca. 100.000 Jahren abgeschlossen. Seit dem kommunizieren Menschen miteinander und das heute in etwa 6.500 Sprachen weltweit.

Sprache wandelt sich. Der Minnegesang des Hochmittelalters ist für uns heute kaum mehr zu verstehen. Kulturelle Einflüsse anderer Länder, Erfindungen und die Umgangssprache formen unseren Sprachschatz.

Sprache ist Mittel zum Zweck. Ein Wort ist nicht nur ein Wort, es ist ein Inhalt. Worte bewusst zu verwenden oder sie bewusst wegzulassen, verändert in den Inhalt von Sprache und damit das Ziel der Kommunikation. weiterlesen »

Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre …

Vor kurzem in einem Gespräch: „Wenn ich von meinen Eltern anders erzogen worden wäre, dann hätte ich es heute sicherlich viel leichter. Wenn meine Eltern mal für mich da gewesen und nicht immer nur mit sich selbst beschäftigt gewesen wären, dann hätte ich es sicher auch zu etwas gebracht. Und wenn sie mir nur mehr Selbstbewusstsein mitgegeben hätten.“

Gut, okay. Kann man so sehen. Muss man aber nicht. Ist auch nicht gut, es so zu sehen. Denn was sagt das schöne deutsche Sprichwort:

„Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen erwischt“.

weiterlesen »

Das unmöglichste Wort in der deutschen Sprache

Wissen Sie, welches das unmöglichste Wort in der deutschen Sprache ist? SOLLEN.
Du sollst mal dies, du sollst mal das, du sollst mal jenes …

„Mein Arzt hat gesagt ich sollte besser aufhören zu rauchen.“, „Ich sollte mal wieder Urlaub machen“, „Nächstes Jahr sollte ich wohl mal besser etwas kürzer treten.“ Bla, bla bla. Immer, wenn ich Menschen so reden höre weiß ich, sie werden nie da ankommen, wo sie hinwollen. Sollen drückt nichts anderes aus als die Erwartung eines anderen an mich. Die Erwartung des Arztes, des Chefs, des Partners, aber nie das, was mir wirklich wichtig ist.

Und zwischen all diesen „Ich sollte mal…“ passiert absolut gar nichts. weiterlesen »

Klare Ansagen

In Europa kommunizieren Paare im Durchschnitt gerade einmal 2 Minuten am Tag wesentlich miteinander. Zwei Minuten wesentlich bedeutet: über die eigenen Gefühle, was ihnen an der Beziehung/am Partner wichtig ist, was sie sich wünschen etc.

Die restlichen 1438 Minuten sind nur Automatismen, hohle Phrasen und unwesentliches Geplapper oder eben Schweigen. Wenn es hoch kommt, noch Streit. Wen wundert es, dass jede zweite Ehe geschieden wird.

Die Menschen reden zu wenig miteinander. Und das gilt nicht nur für Partnerschaften, auch in Freundschaften und in der Kommunikation am Arbeitsplatz trifft das zu. weiterlesen »

Ich traue mich

In einer Selbsthilfegruppe schrieb jemand auf ein Plakat den Satz „Ich traue mich“ und erntete Beifall. Ich dachte nach. Welchen Fall erfordert dieser Satz? Ich traue wen oder was – Akkusativ. Klar, aber stimmen Fall und gewollter Inhalt überein?

Nach einigem Nachdenken habe ich (hoffentlich) des Rätsels Lösung gefunden. Ich traue mich (also Akkusativ), bedeutet, ich traue mich. Trauen im Sinn von Verheiraten. Also: „Ich verheirate mich“. Sofern ich dies vorhabe – in Ordnung. Der Inhalt des Satzes in der Selbsthilfegruppe sollte jedoch ein anderer sein.

Ich habe Mut, ich wage etwas, ich laufe los, ich mache … Doch dieser Inhalt erfordert einen anderen Fall – den Dativ. Wem traue ich? MIR. Ich traue mir. Ich traue mir zu, kreativ zu sein, ich traue mir zu, alles zu schaffen, was ich schaffen will. Ich traue mir zu, mein Leben in die Hand zu nehmen. weiterlesen »

Ich gehe zum Bäcker – ein schwieriger Fall

Sonntagnachmittag beim Kaffeetrinken. Am Tisch zwei Deutschlehrer mit einem Problem. „Ich gehe zum Bäcker. Zum – Dativ. Wohin gehe ich? Wohin verlangt aber den Akkusativ. Und was nun? Ein Fehler in der deutschen Grammatik. Droht die nächste Rechtschreibreform?

Es hat mich zwei Tage des Nachdenkens gekostet, dann hatte ich des Rätsels Lösung. Der scheinbare Widerspruch zwischen Dativ und Akkusativ liegt in unserer Umgangssprache. Das Wort Bäcker weiterlesen »

„Wir schaffen das“

Von der Bedeutungslosigkeit eines bedeutenden Satzes

Der Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir schaffen das“ ist wohl einer der bedeutendsten Sätze des Jahres 2015. Er ist in aller Munde, fast schon ein geflügeltes Wort. Ein genialer Satz der Kanzlerin, oder doch nicht?

Es war im August 2015, als Angela Merkel auf einer Presskonferenz zur Flüchtlingsproblematik vor Journalisten ihren berühmten Satz sagte. Frau Merkel ging damals von vermutlich 800.000 Flüchtlingen im Jahr 2015 aus und beschrieb die Situation als „eine große nationale Aufgabe“. Selbstbewusst und bestimmt sagt sie: „Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“ weiterlesen »

Flüchtlinge – das Wort des Jahres 2015

1971 wurde erstmals in Westdeutschland ein Wort des Jahres gekürt, seit 1977 jährlich. Flüchtlinge ist das Wort des Jahres 2015. Gekürt von der Gesellschaft für deutsche Sprache.

2.500 Wörter lagen der Jury zur Wahl vor. Diese begründete ihre Wahl damit, dass Flüchtlinge nicht nur für das beherrschende Thema des Jahres steht, sondern ist auch sprachlich interessant sei. Gebildet wird es aus dem Verb flüchten und dem Ableitungssuffix -ling für eine Person, die durch eine Eigenschaft oder ein Merkmal charakterisiert ist.

Das beherrschende Thema im jahr 2015 – Griechenland und Terroranschläge in Frankreich sind also vergessen? weiterlesen »

„Zwei Caipis ohne, bitte“

Über die Verstümmelung der deutschen Sprache

Die Seuche des deutschen Aküfi grasiert und fordert immer mehr Opfer – Worte der deutschen Sprache. Kaum ein Brief, eine E-Mail, ein Fax ohne Abkürzungen. Vom SMS ganz zu schweigen, dort hat der Aküfi längst die Oberhand gewonnen.

Wird aus der Sprache der Dichter und Denker die Sprache der sinnlosen Buchstabenreihungen?

Vor kurzem saß ich in einer Bar. Eine junge Frau neben mir bestellte „zwei Caipis ohne, bitte“. Ich überlegte. Caipis? Ohne was? Ohne Rum, ohne Eis, ohne Glas?
Der Kellner stellte zwei Gläser Caipirinha ohne Eis auf den Tresen. Aha, dachte ich, ohne Eis also. Aber warum konnte die junge Frau neben mir das nicht auch so bestellen?
weiterlesen »

Softeis in the City

Die Globalisierung macht auch vor der Eisdiele nicht halt

Da ging ich so am Sonntagnachmittag durch die Stadt, als mich ein rot leuchtendes Werbeschild fast ansprang: „Softeis in the City“.
Nun, ich war nicht in einer Weltmetropole unterwegs, um mich herum standen nicht hunderte ausländische Touristen, die gerne mal deutsches Softeis probieren wollten. Nein, eine kleiner Laden, der auch noch geschlossen hatte, an einer lauten Kreuzung, weit und breit kein Mensch. Aber der Hinweis, es gibt „Softeis“ und das „in the City“. weiterlesen »

©2017 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum