Persönlichkeitsentwicklung

Schuld und Pflicht

Letztens habe ich diesen Satz gelesen: „Die effektivsten Werkzeuge, um dich zu kontrollieren und dich von deinen Lebenszielen abzuhalten, sind Schuld und Pflicht.“

Yo, so isses. Diese Werkzeuge werden häufig eingesetzt von Religionsgemeinschaften, Familienmitgliedern, Freunden und Mitarbeitern, Parteien und Organisationen, um Menschen zu manipulieren, sie von ihren eigenen Zielen abzubringen und sie stattdessen für aufgezwungene Ziele auszunutzen.

Und darum folgender Tipp: Tue niemals etwas, nur weil du denkst, du müsstest es tun. Kein Mensch muss irgendetwas müssen.

Und eines musst du schon mal gar nicht – irgendeine Schuld begleichen oder Pflicht befolgen, die du niemals selbst gewählt hast.

Eltern sind spitze in der Auferlegung von Pflicht und der Übertragung von Schuld auf ihre Kinder. Wer kennt diese Sätze nicht: „Wir haben dich groß gezogen, jahrelang hast du die Füße unter unseren Tisch gestreckt. Und jetzt bist du uns was schuldig. Und wir erwarten von dir, dass du uns das zurückzahlst…“

Noch so ein Beispiel aus der Religion, die sich ja ganz gern weltoffen gibt. Bei manchen kommt ein Kind zur Welt und bekommt sofort den Stempel des Sünders aufgedrückt, noch bevor es den ersten Atemzug gemacht hat.

Diesen fremdverordneten Sünderstatus wieder aufzuheben schaffen manche Menschen ein ganzes Leben lang nicht. Sie tragen die Schuld und die Sünde mit sich herum als Rucksack, der auf das Leben drückt (… und vergib uns unsere Schuld …).

Was kann man tun? – Du bist nicht schuldig. Du schuldest niemanden etwas!

Das Gleiche gilt für jegliche Pflichten. Du bist niemandem zu irgendetwas verpflichtet!

Mit einer Ausnahme – Du selbst hast die Schuld oder Pflicht bewusst gewählt.

Natürlich ist es gut, für seine Eltern im Alter da zu sein. Natürlich ist es gut, einen Menschen, den man verletzt hat, um Entschuldigung zu bitten. Natürlich ist es gut, pünktlich auf Arbeit zu erscheinen und dort seine „Pflichten“ zu erledigen. Gut ist es aber nur so lang, so lang ich es aus freien Stücken tue.

Alles andere – ab damit in die Mülltonne des Lebens, entschieden zurückweisen und niemals eine fremde Schuld übernehmen oder sich eine Schuld aufdrücken lassen.

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